Die C-Klasse ist eine der volumenstärksten Baureihen von Mercedes-Benz. China ist seit 2016 der größte Absatzmarkt der Limousine. Für diese und zusätzlich das T-Modell folgen die USA, Deutschland und Großbritannien. Kunden der C-Klasse gibt es in mehr als 100 Märkten rund um den Globus. Ihre kontinuierliche Historie beginnt in den 1980er-Jahren mit dem Mercedes-Benz 190 der Baureihe W 201. Seine Premiere trägt dazu bei, dass die Marke deutlich jünger und frischer wahrgenommen wird.

Mercedes-Benz macht die Kompaktklasse immer vielfältiger: Auf die Baureihe W 201 folgt 1993 die Baureihe 202 (Limousine 1993 bis 2000, T-Modell 1996 bis 2001). Sie heißt erstmals C-Klasse und bringt das T-Modell. Das Sportcoupé kommt in der Baureihe 203 (Limousine 2000 bis 2007, T-Modell 2001 bis 2007, Sportcoupé 2000 bis 2011 – ab 2008 als CLC). Es wird in der Baureihe 204 (Limousine und T-Modell 2007 bis 2014, Coupé 2011 bis 2015) vom Coupé abgelöst. In der Baureihe 205 (Limousine, Limousine mit langem Radstand und T-Modell seit 2014, Coupé seit 2015 und Cabriolet seit 2016) folgt das Cabriolet als vierte Karosserievariante. Zudem hat die C-Klasse Verwandte: SLK (ab 1996) und SLC (bis 2020), GLC (ab 2008 zunächst als GLK), GLC Coupé (seit 2016) und den vollelektrischen EQC (seit 2019). Allein von Limousine und T-Modell werden seit dem Debüt des 190 bisher weit über zehn Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Im Frühjahr 2021 kommt die neue C-Klasse der Baureihe 206 auf den Markt.

Debüt der Kompaktklasse: die Baureihe W 201 (1982 bis 1993)

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Der Mercedes-Benz 190 überzeugt bei seiner Vorstellung im November 1982 mit frischem und agilem Design, klarer Keilform und feinen Lichtkanten. Intern wird die Limousine als „Kompaktklasse“ bezeichnet. „Baby-Benz“ – so nennen zunächst Kunden in den USA das Fahrzeug. Als Referenz für die Entwicklung dienen die Mercedes-Benz Personenwagenlinien der oberen Mittelklasse sowie der Ober- und Luxusklasse mit ihren Stärken. Im Vergleich zu diesen ist die Baureihe W 201 aber kompakter, leichter und verbrauchsgünstiger.

Zu ihren Technikhighlights gehört das eigens entwickelte Fahrwerk mit der Raumlenker-Hinterachse. Diese Konstruktion gleicht Seiten- und Längskräfte in allen Fahrzuständen weitgehend aus. Zum Debüt der Baureihe stellt Mercedes-Benz 1982 die Typen 190 und 190 E vor. Es folgen 1983 der 190 D mit leisem Dieselantrieb sowie 1984 der sportliche 190 E 2.3-16 mit Vierventiltechnik. Mercedes-Benz entwickelt die Baureihe kontinuierlich weiter. Ein Höhepunkt der Modellpflege 1988 ist der 190 E 2.5-16 (143 kW/195 PS). Er dient auch als Basis für erfolgreiche DTM-Rennwagen. Sondermodelle mit jugendlichen Akzenten unterstreichen 1992, wie erfolgreich die Baureihe der Marke neue Käuferschichten erschlossen hat. Nach einer letzten Modellpflege 1991 endet die Produktion des W 201 im August 1993. Bis dahin entstehen insgesamt 1.879.630 Fahrzeuge der Baureihe.

Die erste C-Klasse: Baureihe 202 (Limousine 1993 bis 2000, T-Modell 1996 bis 2001)

Die Baureihe 202 hat im Mai 1993 Premiere. Sie trägt erstmals den Namen C-Klasse – in Parallelität zur S-Klasse, die seit 1972 so heißt. Auf den Buchstaben „C“ folgt eine dreistellige Zahl, die auf den Hubraum verweist. Die C-Klasse bietet bei ähnlichen Außenmaßen mehr Raum und Komfort als die Baureihe W 201. Das T-Modell (S 202) erscheint 1996 als ein sportlich-kompakter Ladekünstler. Verschiedene Design- und Ausstattungslinien (CLASSIC, ESPRIT, ELEGANCE und SPORT) setzen individuelle Akzente, dazu kommt ein AMG Stylingpaket.

1995 erscheint der C 230 Kompressor (142 kW/193 PS): Nach mehr als 50 Jahren stattet Mercedes-Benz erstmals wieder einen Personenwagen mit einem Roots-Gebläse aus. Ein Paukenschlag ist ebenfalls 1997 das Debüt des C 220 CDI (92 kW/125 PS), dem ersten Mercedes-Benz Personenwagen mit Direkteinspritzer-Dieselmotor nach dem Common-Rail-Prinzip. Spitzenmodell ist ab September 1993 der C 36 AMG (206 kW/280 PS). 1997 folgt der C 43 AMG (225 kW/306 PS) als erste C-Klasse mit V8-Motor. Ihn übertrifft bereits im folgenden Jahr der C 55 AMG (255 kW/347 PS). Von 1992 bis 2001 entstehen insgesamt 1.626.383 Limousinen (W 202) und 243.871 T-Modelle (S 202) der Baureihe 202.

Vier Augen für die C-Klasse: die Baureihe 203 (Limousine 2000 bis 2007, T-Modell 2001 bis 2007, Sportcoupé 2000 bis 2011 – ab 2008 als CLC)

Im März 2000 stellt Mercedes-Benz die Baureihe 203 vor. Erstmals gibt es drei Karosserieversionen des kompakten Premiumautomobils: Zur Limousine (W 203) kommen das T-Modell (S 203, 2001) und neu das Sportcoupé mit Zentralstern in der Kühlermaske (CL 203, 2000).

Besonders auffallend ist das Vier-Augen-Gesicht der Front, das Dynamik und Eleganz widerspiegelt. Die Kunden können zwischen den Ausstattungslinien CLASSIC, ELEGANCE und AVANTGARDE wählen. Die Baureihe 203 bringt als Technologieführer viele Innovationen in das Marktsegment, zum Beispiel Windowbags, Multifunktionslenkrad und Zentraldisplay. Viele Assistenzsysteme für die aktive Sicherheit sind serienmäßig. Neu sind auch die Dreilenker-Vorderachse und das leicht wechselbare Frontmodul mit Crashboxen aus hochfestem Stahl.

Der Luftwiderstandsbeiwert von c= 0,26 ist ein Spitzenwert. Topmodell ist ab Frühjahr 2001 der C 32 AMG (260 kW/354 PS) mit Kompressor-V6-Motor. 2004 erscheint die modellgepflegte Baureihe 203. Zu den neuen Motorisierungen gehört der C 55 AMG (270 kW/367 PS) als erstes Achtzylindermodell der Baureihe. 2005 folgt der erste V6-Motor mit vierfacher Nockenwellenverstellung von Mercedes-Benz in drei Leistungsvarianten. Von 2000 bis 2007 produziert Mercedes-Benz von der Baureihe 203 insgesamt 1.529.921 Limousinen (W 203) und 373.873 T-Modelle (S 203), bis 2008 zudem rund 310.709 Sportcoupés (CL 203). Der Zweitürer ist bei jungen Zielgruppen und Mercedes-Benz Neukunden besonders erfolgreich. Er läuft nach einer umfassenden Überarbeitung als CLC-Klasse bis 2010 weiter.

Markante Gesichter für die C-Klasse: die Baureihe 204 (Limousine und T-Modell 2007 bis 2014, Coupé 2011 bis 2015)

Die C-Klasse der Baureihe 204 hat im Januar 2007 Premiere. Auf die Limousine (W 204) folgt im Herbst 2007 das T-Modell (S 204). Das Coupé (C 204) erscheint 2011. Gegenüber dem Vorgänger wächst die Baureihe 204 in allen Dimensionen, was den Raumkomfort weiter verbessert. Das Design mit straffen Linien, einer deutlichen Pfeilung der Front sowie großen, ruhigen Flächen strahlt technische Souveränität aus.

Erstmals bietet Mercedes-Benz zwei Fahrzeuggesichter: Die Ausstattungslinie AVANTGARDE mit mittig im Kühlergrill angeordnetem Mercedes-Stern ist sportlicher ausgerichtet, ELEGANCE und CLASSIC tragen den klassischen Mercedes-Kühlergrill mit Stern auf der Motorhaube. Sie stehen stärker für Komfort und Eleganz. Das Sportpaket AMG betont den sportiven Auftritt. Ab 2007 ist der C 63 AMG (336 kW/457 PS) mit V8-Motor das Topmodell. 2008 erscheint der C 350 CGI BlueEFFICIENCY mit weltweit erstem Benzinmotor mit strahlgeführter Direkteinspritzung.

Im März 2011 wird das C-Klasse Coupé (C 204) vorgestellt, das auf der Plattform der Limousine aufbaut. Ein Highlight ist das Mitte 2011 präsentierte Hochleistungsfahrzeug C 63 AMG Black Series (380 kW/517 PS), das es nur als Coupé gibt. Für Limousine und T-Modell ist die C 63 AMG Edition 507 (372 kW/507 PS) ab 2013 die leistungsstärkste C-Klasse. Von der Baureihe 204 werden bis Ende 2013 in den Mercedes-Benz Werken Sindelfingen, Bremen, East London (Südafrika) und Peking (China) insgesamt 2.417.117 Fahrzeuge produziert. Darunter sind 1.836.349 Limousinen, 429.939 T-Modelle und 150.829 Coupés.

Große Variantenvielfalt in der C-Klasse: die Baureihe 205 (Limousine, Limousine mit langem Radstand und T-Modell seit 2014, Coupé seit 2015 und Cabriolet seit 2016)

Im Januar 2014 hat die Mercedes-Benz C-Klasse der Baureihe 205 Premiere, zunächst als Limousine. Die weiteren Karosserievarianten erscheinen in dichter Folge: T-Modell (S 205, Mai 2014), Langversion der Limousine für China (V 205, August 2014), Coupé (C 205, August 2015) und erstmals in direkter Traditionslinie der C-Klasse das Cabriolet (A 205, Februar 2016). Das umfangreiche Motorenangebot mit Leistungen von 85 kW (116 PS) bis 375 kW (510 PS im Topmodell C 63 S) umfasst auch moderne Hybrid- sowie Plug-in-Aggregate. Ultrahochfeste Stähle und Aluminiumstrangpressprofile machen die Karosseriestruktur der Limousine um 50 Kilogramm leichter als bei reiner Stahlbauweise.

Die überragende Gesamtsteifigkeit trägt zum hervorragenden Fahrverhalten bei optimalem Geräusch- und Schwingungskomfort bei. Erstmals angeboten wird das Luftfederfahrwerk AIRMATIC, einzigartig in dieser Fahrzeugklasse. Der cW-Wert von 0,24 in der günstigsten Ausführung BlueEFFICIENCY ist ein neuer Bestwert in dieser Fahrzeugklasse. Bei der Sicherheit punktet die Baureihe 205 mit diversen Assistenzsystemen. Neben den bekannten Airbags erhält die Baureihe Pelvisbags zum Schutz des Beckens, die seitlich aus den Türen austreten, sowie einen neu entwickelten Windowbag, Sidebags für die äußeren Fondpassagiere und einen Kneebag für den Fahrer. Die Modellpflege im Jahr 2018 bringt unter anderem auf Wunsch MULTIBEAM LED-Leuchten mit ULTRA RANGE-Fernlicht sowie das Intelligent Light System. Im Interieur ist jetzt unter anderem ein volldigitales Instrumentendisplay erhältlich. Die neuen Vierzylindermotoren M 264 und OM 654 sind Basis eines modularen Motorenbaukastens und ermöglichen diverse Antriebsvarianten.

Quelle: Daimler AG