Der Nutzung von Head-Up Displays lässt den Fahrer weiterhin auf die Straße blicken und vermeidet sich Blindflug. Für die notwendige Technik nutzt Mercedes-Benz die Systeme des japanischen Zulieferers Nippon Seiki.

Head-Up Displays von Nippon Seiki

Der japanische Automobil-Zulieferer Nippon Seiki gilt als weltweit führend in Entwicklung und Produktion von Head-Up Displays. Mercedes-Benz nutzt die innovative Head Up Displays u.a. im Mercedes-Benz GLE sowie GLS. Dazu wird über ein Linsen- und Spiegelsystem ein 45 x 15 Zentimeter großes, vollfarbiges Bild in die Frontscheibe eingeblendet. Es scheint in knapp drei Meter Entfernung vor dem Fahrer über der Motorhaube zu schweben. Die Anzeige bietet Platz für weitere Informationen, u.a. über die aktuelle Audio-Quelle, Infos zum aktiven Anruf und zum Empfangs- und Batterie-Status des verbundenen Telefons. Darüber hinaus werden dort Ankunftszeit und Entfernung zum Ziel angezeigt, sofern die Routenführung aktiv ist. Der Fahrer kann die für ihn relevanten Informationen auswählen, darunter auch zusätzliche Offroad-Inhalte, wie Fahrzeugneigung, Drehmomentverwaltung oder Beschleunigungskräfte.

S-Klasse HUD setzt neue Maßstäbe

In der neuen S-Klasse generiert das HUD das größte virtuelle Bild, welches je von einem HUD erzeugt wurde. Mit einer Projektionsdistanz von 10 Metern anstatt der üblichen 2-3 wurden hier neuen Maßstäbe gesetzt. Dafür verbaut: Die größten jemals in einem Automotive-HUD verbauten Spiegel. Für die Bilderzeugung im Einsatz: Ein eigens entwickelter digitaler Projektor. Diese Technologie kommt auch bei Kino-Projektoren zum Einsatz und ist erforderlich, um ein Bild in der erforderlichen Größe erzeugen zu können. Die in konventionellen HUDs eingesetzten LCDs würden hier an ihre Grenzen stoßen.

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Mercedes nutzt Head-Up Displays von Nippon Seiki

HUD Entwicklung seit dem Jahr 1984

“Nippon Seiki”  heißt in der Übersetzung “Japanische Präzisionsgeräte”. Die japanische Firma wurde 1946 gegründet – ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg. Da damals die Ressourcen knapp waren, gab man das Ziel vor, Präzisionsgeräte mit dem geringstmöglichen Materialeinsatz zu produzieren. 1947 entwickelte man erstmals Komponenten für Motorrad-Tachometer, wo man bereits damals das gesamte Gerät produzieren wollte. Später entwickelt Nippon Seiki seinen ersten kompletten Tachometer. Das erste Kombiinstrument für Pkw wurde im Jahr 1960 produziert.

Die Entwicklung von Head-Up Displays begann 1984. Um diese Zeit rückten Sicherheitstechnologien wie die ersten Airbags in den Fokus der Pkw-Entwicklung, ebenso wie die Nutzung von HUDs als präventive Sicherheitsmaßnahme. Die Serienfertigung des ersten HUD startete im Jahr 1997. Zum Portfolio von Nippon Seiki gehören heute: Sensoren, Anzeigeinstrumente für Autos und Motorräder und eben Head-Up Displays. An 35 Standorten in 12 Ländern beschäftigt Nippon Seiki rund 14.500 Mitarbeiter.

Mercedes nutzt Head-Up Displays von Nippon Seiki

Bilder: Daimler AG

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