Mit lediglich 282 km Laufleistung bietet Mechatronik aktuell einen SLS AMG Black Series an, der im Jahr 2013 das Werk verlassen hat und 2015 erstmals zugelassen worden ist Der extreme Flügeltürer mit 631 PS soll dabei 638.000 Euro kosten, inkl. 16 % MwSt, wobei das Angebot sich hier gezielt an Sammler richtet.

Mit dem SLS AMG Black Series stellte Affalterbach das fünfte Model der Black Series Variante auf die Räder, nach dem SLK 55 AMG Black Series im Jahr 2006, dem CLK 63 AMG Black Series von 2007, sowie dem SL 65 AMG Black Series von 2008 und dem C 63 AMG Coupé Black Series im Jahr 2011. Als Vorbild inspirierte man sich hier vom Kundensport-Rennwagen des SLS AMG GT3 und übernahm hier zahlreiche Leichtbau-Komponenten mit einer faszinierenden Fahrdynamik.

Mit einem Leergewicht von 1.550 Kilogramm (nach DIN) ist der SLS AMG Coupé Black Series nicht nur um 70 Kilogramm leichter als der SLS AMG, sondern erreicht auch das mit Abstand beste Leistungsgewicht aller bis dahin vorgestellten AMG Black Series-Fahrzeuge – mit 2,45 kg pro PS.

Leergewicht von nur 1.550 Kilogramm – Leistungsgewicht von nur 2,45 kg pro PS

So bestehen zahlreiche Karosserieelemente wie etwa die Motorhaube, die Innenraum-Rückwand hinter den AMG Sportschalensitzen, die Diagonalstreben am Unterboden und auch die Torque Tube zwischen Motor und Getriebe vollständig aus dem Motorsport-Werkstoff Carbon (CFK = Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff). Im Vergleich zum 26,6 Kilogramm schweren Pendant mit Aluminium-Sandgussgehäuse wiegt die Torque Tube aus Carbon nur 13,3 Kilogramm. Den Kraftschluss zwischen Motor und an der Hinterachse angeflanschtem Doppelkupplungsgetriebe (Transaxle-Prinzip) übernimmt eine nur 4,7 Kilogramm leichte CFK-Antriebswelle. Auch beim Aluminium-Spaceframe wurden einige Komponenten durch CFK-Bauteile ersetzt. Eine Lithium-Ionen Batterie, die anstelle der herkömmlichen Starterbatterie zum Einsatz kommt, spart weitere acht Kilogramm ein.

Frontmittelmotor

Der als Frontmittelmotor hinter der Vorderachse eingebaute Achtzylinder-Saugmotor fasziniert mit einem rennwagenähnlichen Ansprechverhalten. Auch akustisch präsentiert sich der starke AMG V8-Motor unverkennbar von der Rennstrecke inspiriert: Die damals völlig neu konzipierte AMG Sport-Abgasanlage, erstmals in gewichts-optimiertem Titan ausgeführt, begeistert durch ihre eindrucksvolle Akustik: Der Achtzylinder-Saugmotor zelebriert die Freude an hohen Drehzahlen noch emotionaler als zuvor: Speziell im Spektrum von 5500 Umdrehungen bis zur Abregeldrehzahl bei 8000/min ist das Hochdrehzahlkonzept akustisch noch präsenter und damit intensiver erlebbar. Das höherfrequente Klangbild beim Beschleunigen unter Volllast erinnert an den Motorsound auf der Rennstrecke.

Breit ausgestellte Kotflügel mit einem Plus von 13 (vorn) und 26 (hinten) Millimetern pro Seite schaffen Platz für die 275er und 325er Sportreifen. Abgedunkelte Scheinwerfer und schwarz umrandete Heckleuchten lassen den SLS AMG Coupé Black Series muskulös und angriffslustig erscheinen. Visuelle Beweise für den Technik-Transfer aus dem Motorsport liefern nicht nur die Frontschürze mit Carbon-Frontsplitter, die Heckschürze aus Carbon mit Diffusor sondern auch die Seitenschwellerverkleidungen mit Carboneinsätzen und angedeuteten Luftöffnungen vor den Hinterrädern. Die flügelförmige Querfinne und der Sterntopf im Kühlergrill sind ebenso in Hochglanz Schwarz gehalten wie die Außenspiegel und die Finnen auf der Motorhaube.

Produktion von 2013 – Erstzulassung August 2015

Das hier angebotene Fahrzeug wurde im November 2013 an seinen bis dato ersten und einzigen Besitzer, einen leidenschaftlichen Mercedes Sammler, ausgeliefert. Dieser stellte den Wagen in seiner privaten Sammlung aus, ohne die Absicht zu hegen das Fahrzeug auch tatsächlich auf der Straße zu nutzen. Aufgrund der geänderten Abgasvorschriften entscheidet sich der Besitzer im August 2015 den SLS erstmalig zuzulassen, da eine spätere Zulassung ansonsten nicht mehr möglich gewesen wäre. Die folgenden Jahre verbleibt der Wagen in der Sammlung seines Besitzers in Süddeutschland, bevor dieser im Frühjahr 2020 schlussendlich den Entschluss fasst, sich von seinem noch immer absolut neuwertigen Fahrzeug zu trennen.

Bilder: Mechatronik

 

 


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