Bereits im September 2020 ist die voraussichtliche Eröffnung der neuen Factory 56 angesetzt, dessen Grundsteinlegung Anfang 2018 erfolgte. Produziert wird in der neuen Anlage sowohl Pkws und Elektrofahrzeuge der Ober- und Luxusklasse, so u.a. die neue S-Klasse Generation der Baureihe 223 und das kommende EQS Modell.

Factory 56: Eröffnung voraussichtlich im September

Auf einer Grundfläche von 220.000 m², was rund 30 Fußballfeldern entspricht, verbaut Mercedes-Benz am Standort Sindelfingen rund 6.400 Tonnen Stahl, d.h. fast so viel, wie beim Pariser Eiffelturm.  Dabei wird das neue Produktionskonzept der “Factory 56” weltweit andere neue Maßstäbe im Automobilbau setzen. Dies umfasst Mensch-Maschinen-Kooperationen und digitale Prozesse inklusive der Arbeitsorganisation sowie der Logistik und Qualitätssicherung. Dabei ist die “Factory 56” im Sinne von Industrie 4.0 durchgängig digitalisiert und mit anderen Fertigungen des globalen Produktionsnetzes verbunden.

Ein wesentliches Merkmal ist die 360 Grad-Vernetzung über die komplette Wertschöpfungskette hinweg – von Lieferanten, über Entwicklung, Design und Produktion bis zu den Kunden. Beispielsweise sollen künftig die fertig produzierten Fahrzeuge automatisiert vom Band direkt zur Verladestation fahren.

Ergonomisch optimierte Arbeitsplätze

Die Mitarbeiter arbeiten an ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und werden durch digitale Tools optimal in ihren Tätigkeiten unterstützt. Der Einsatz intelligenter, flexibler Technik steht dabei im Fokus. Eine neue Arbeitsorganisation sorgt für flexible und moderne Arbeitszeitmodelle. Die Pausenzonen werden nach neuesten Standards gestaltet, beispielsweise mit einer Küchenzeile, verschiedensten Sitzmöbeln wie Sofas und Info-Bildschirmen.

Weltweit erstes 5G-Netz für die Automobilproduktion in der “Factory 56”

In der Montage der „Factory 56“ kommen modernste Industrie 4.0-Technologien zum Einsatz. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) mit Warenkörben gewährleisten automatisiert eine reibungslose Versorgung der Mitarbeiter am Band mit den benötigten Teilen und Komponenten. Innovative Radio Frequency Identification-Technologien (RFID) werden integriert. Bauteile und Fahrzeuge lassen sich somit digital verfolgen und miteinander verknüpfen.

Künstliche Intelligenz, Big Data-Analysen und Predictive Maintenance sorgen für hohe Transparenz und Unterstützung in der Produktionsplanung, Steuerung und schließlich auch der Qualitätssicherung. Durch die Analyse bestehender Produktionsdaten können beispielsweise Vorhersagen über mögliche Störungen oder bevorstehende Wartungsarbeiten getroffen werden, noch bevor diese überhaupt entstehen.

Mercedes-Benz Autoproduktion: „Factory 56“ Weltpremiere | 60 Sekunden

Datenschutzhinweis: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Das Vorschaubild wird hingegen zum Schutz der Privatsphäre des Besuchers lokal gespeichert.

Modular Gebäudestrukturen 

Kennzeichnend für die „Factory 56“ sind modulare Gebäudestrukturen, die sich sowohl durch eine energieeffiziente als auch eine umweltfreundliche und somit grüne Gestaltung auszeichnen. Die Produktionshalle nutzt dabei erneuerbare Energien und reduziert so die CO2-Emissionen, den Wasserverbrauch und den Abfall deutlich.

Auf dem Dach der „Factory 56“ befindet sich zusätzlich eine Photovoltaikanlage, die grünen Strom in die Versorgung der Halle einspeist. Dies führt dazu, dass jährlich 5.000 MWh Strom gespart werden.  Die CO2-Emissionen in der „Factory 56“ werden im Vergleich zur derzeitigen S-Klasse-Produktion in Sindelfingen sogar um 75 Prozent gesenkt.

Die Konstruktion der Halle ist besonders lichtdurchlässig. Die Blue-Sky-Architektur unterstützt ein angenehmes Arbeitsklima für die Mitarbeiter mit Tageslicht. Zudem kann die Halle im Sommer auf bis zu sieben Grad unterhalb der Außentemperatur temperiert werden.

Bilder: Daimler AG


Werbung: