Auf der RETRO CLASSICS in Stuttgart zeigt Lorinser Classic Puch G Modelle vom Schweizer Militär, die das Unternehmen aus Waiblingen restauriert haben. Die ehemaligen Militärfahrzeuge boten dazu eine gute Grundsubstanz.

Fahrzeuge mit langem Radstand

Die von Lorinser restaurierten Puch Modelle – eigentlich eher Pickups für den Personentransport – haben allesamt einen langen Radstand. Die längs angebrachten Sitzbänke bieten dazu Platz für bis zu sechs Personen. Während die Karosserie eine komplette Überarbeitung erhalten haben, befindet sich die Antriebstechnik bereits in hervorragendem Zustand. Die 230 GE Modelle – mit Benzinmotor und 116 PS / 85 kW – verfügen hierbei über ein Automatikgetriebe und haben die 100.000 Kilometer-Marke meist nur knapp überschritten.

Restaurierung der Puch 230 GE Modelle

Von der ursprünglichen Farbe bleiben beim restaurierten Puch G wenig übrig. Lorinser hat die Modelle dabei in verschiedenen Farben überarbeitete, z.B. teils mit mattschwarzen Finish mit neuen Segeltuchdach und konstrastierten Farben, inkl. rot eingefärbten Kunstledersitzen. Im Ergebnis zeigen die Modelle im Stil eines Restomods einen modifizierten Klassiker, inkl.- LED Arbeitsleuchten an den Stossfängern sowie einer Seilwinde mit Anhängekupplung.

PUCH Modelle auf der RETRO CLASSICS in Stuttgart

Schaut man bei der RETRO CLASSICS in Stuttgart auf die Preisschilder der Modelle, liegt die Erstzulassung meist bis ins Jahr 1993 zurück – von der Substanz stehen die Modelle aber regelrecht neuwertig vor Ort zum Kauf bereit. Zu Preisen von rund 47-50.000 Euro – mit ausweisbarer Mehrwertsteuer – erhält man aber auch ein Modell, dessen Karosserie nicht nur neu lackiert worden ist.

Nach Angaben von Lorinser Classic wurde u.a. der Unterboden trockeneisgestrahlt und konserviert, sondern zusätzliche Radhausverbreiterungen angebracht. Neu ist auch ein Verdeck aus Stoff, Felgen mit All Terrain Bereifung sowie u.a. einem neuen Schließsystem. Beachtenswert sind aber auch die neu gepolsterten Sitze sowie Teile mit Polyurethan-Beschichtung sowie neu gestaltete LED Scheinwerfer. In der Summe ein durchaus ansprechendes Produkt in sehr hoher Verarbeitungsqualität. Vor allen bei den Sitzplätzen im Fond – inkl. Einzelgurtanlage für die Mitfahrer – kommt der hohe Manufakturanspruch der Classic-Sparte von Lorinser zum Ausdruck.

Der unterschiedliche Markenname Puch G bzw. Mercedes-Benz G-Klasse resultierte übrigens aus aus einer ehemaligen vereinbarten Vertriebsverantwortung zwischen Magna und Mercedes-Benz: so wurde in Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Jugoslawien bzw. dessen Nachfolgestaaten (Serbien, Slowenien, Kroatien, Mazedonien, Bosnien/Herzegowina), Großbritannien (W 461) und in Teilen Afrikas der Geländewagen  als Puch G, in allen anderen Ländern als Mercedes G verkauft. Die Aufteilung endete im Jahr 2000.

Bilder: MBpassion.de


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