Wie bei den anderen großen Premium-SUV der neuesten Generation war auch für das GLE Coupé die Senkung des Luftwiderstandes und der Windgeräusche ein wichtiges Entwicklungsziel. Ein Teil der Maßnahmen betrafen dabei die gesamte Modellfamilie, im Detail freilich wurde viel Optimierungsarbeit bei jeder Version geleistet.

Durch eine Vielzahl von Berechnungsschleifen mit CAE-Simulationen (computer aided engineering, rechnergestützte Entwicklung) und durch Messungen im Windkanal in Sindelfingen wurden zahlreiche Details weiter verbessert. Das Ergebnis ist ein in der entsprechenden Konfiguration um neun Prozent geringerer Luftwiderstandsbeiwert von cw = 0,32 gegenüber 0,35 beim Vorgänger.

Zu den wesentlichen Maßnahmen zählt ein aktives Kühlluftregelsystem (AIRPANEL) hinter dem Kühlergrill. Dieses dosiert die Menge an Kühlluft bedarfsgerecht, so dass nur so viel Luft wie nötig hindurchströmt und möglichst viel außen um das Fahrzeug herum. Die Außenspiegel wurden weiter verbessert – die von ihnen verursachten Verwirbelungen erzeugen außer Luftwiderstand auch Geräusche, die besonders nahe am Fahrerohr entstehen. Auch mit Hilfe von Verbundsicherheitsglas mit Akustikfolie (Option – siehe Kapitel Karosserie) und mit Detailarbeit an Dichtungen, Windabweisern und Abdeckungen wurden die Windgeräusche entweder bereits an der Quelle verringert oder von den Insassen ferngehalten.

Die große Bodenfreiheit von SUV macht Feinarbeit am Unterboden besonders wertvoll für die Aerodynamik. Beim neuen GLE Coupé sind der Unterboden und der Kardantunnel großflächig verkleidet. Weitere Abdeckungen befinden sich unter dem Tank, an der Hinterachse und dem Diffusor. Diese Maßnahmen verringern strömungsungünstige und laute Verwirbelungen am Unterboden, wo besonders tieffrequente Windgeräusche auftreten. Auch die Räder wurden verbessert. Die Auswahl an besonders strömungsgünstigen, sogenannten Aero-Rädern umfasst mehrere Dimensionen und auch Versionen in Bi-Color-Optik.

Aeroakustisch optimiert wurden auch die Dichtungen des großen Panorama-Schiebedachs. Besonderheit ist die geschwindigkeitsabhängige Steuerung der Hubstellung. Wird bei höchster Hubstellung die Geschwindigkeit auf über 120 km/h erhöht, fährt das Dach automatisch in eine tiefere Stellung. Dabei merkt sich die Steuerung allerdings, dass das Dach maximal angehoben war, und fährt es automatisch wieder nach oben, sobald die Geschwindigkeit unter 60 km/h fällt. Diese Automatik sorgt dafür, dass das Rauschen des Windes immer angenehm bleibt und nicht überhandnimmt. Die optimierte Aeroakustik des neuen GLE Coupé ist auch das Ergebnis ausdauernder Feinarbeit an verborgenen Stellen, wie bei den Aerodichtungen unter der Motorhaube und am Scheibenwischerkasten.

Die wichtigsten aerodynamischen Maßnahmen im Überblick:

  • optimierte Außenspiegel, die den cw-Wert verbessern
  • Radspoiler mit aerodynamisch geformten Anlaufkörpern vor den Vorderrädern sowie zusätzliche Radspoiler vor den Hinterrädern
  • Aerodynamikverkleidung am Hinterachs-Querträger
  • Kühlluftregelsystem hinter dem Kühlergrill zur bedarfsgerechten Dosierung der Kühlluftmenge
  • cw-Verkleidung zur Verbesserung der Aerodynamik des Unterbodens, optional am unteren Querlenker montierbar
  • aerodynamisch optimierte Leichtmetallräder in verschiedenen Dimensionen
  • Aerodynamik-Paket mit großflächiger Abdeckung des Kardantunnels, flächiger Tankabdeckung und aerodynamisch optimierter Diffusorverkleidung

 

Symbolbilder: Daimler AG


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