Im Loungebereich von Mercedes-AMG am Nürburgring präsentierten die Affalterbacher heute ihr weiterwickeltes Mercedes-AMG GT 3 Modell, welches man in der Pressemitteilung als “Natural Born Leader” bezeichnet. Neben technischen Optimierungen war man bedacht, die Betriebskosten für das Modell zu senken. Wir haben uns das Fahrzeug in der Eifel selbst vor Ort angesehen.

Zeitgleich zum 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring das neueste Rennfahrzeug aus Affalterbach vorzustellen, ist mehr als passend. Noch passender ist wohl der Zeitpunkt der Auslieferung Ende 2019, sodass die Fahrzeuge pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum von Mercedes-AMG Customer Racing seine erste Saison bestreiten können.

Mercedes-AMG GT 3 ab 399.000 Euro netto

Der weiterenwickelte AMG GT 3 setzt das im Jahr 2010 begründete Programm des Customer Racings von Mercedes-AMG fort, welches man mit dem SLS AMG GT3 begonnen hat. Auch der im Jahr 2015 vorgestellte GT3 setzte erneut Maßstäbe in Sachen Performance, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Handling und Ergonomie – und machten das Fahrzeug zum bislang erfolgreichsten GT3-Fahrzeug. Kein Wunder: mit weltweit mehr als 130 Einheiten gehört der “Leader” aus Affalterbach auch zu den weltweit beliebtesten Produkten im GT3-Segment.

Optisch erkennbar ist das neue Modell an der neuen Frontschürze, neue Flics, neuer Frontdiffusor sowie einer neuen Heckschürze.  Sofort erkennbar ist das Modell auch an den neuen Scheinwerfern aus der unlängst aktualisierten Straßen-Variante des AMG GT.

Lastenheft: Senkung der Betriebskosten

Auf Basis des bisherigen Modells zeigt man in der Eifel nun erstmals die nächste Evolutionsstufe des GT3, dessen Zielvorgabe u.a. die Senkung der Betriebskosten war, u.a. durch die Erhöhung der Motorlaufzeit des V8 Saugmotors.

Die Integration von neu entwickelten Bauteilen wirken sich ebenfalls kosteneffizent aus: eine optimierte Fahrzeugfront sorgt für eine effektivere Abschirmung des Kühlerbereichs und ein neu entwickelter Integralträger erhöht das Schutzniveau für die Aggregate des Vorderwagens (Motor, Lenkung, oder Vorderachse). So kann bei kleineren Unfällen und Kollisionen künftig mit geringeren – oder im Optimalfall – mit gar keine Kosten gerechnet werden.

Schneller einstellbarer Frontsplitter und Heckflügel

Aber auch für die Mechaniker und Ingenieure bietet der überarbeitete GT3 eine Reihe von Erleichterungen. Dazu gehört u.a. ein schneller einstellbarer Frontsplitter sowie eine Schnelleinstellung für den Heckflügel. Ein neuer Luftfilter mit verbesserter Zugänglichkeit mit weniger Schraubverbindungen spart ebenso Zeit im Rennbetrieb. Zusätzlich lässt sich die hintere Spurspange des GT3 nun feinjustieren.

Neue Drop-Start-Funktion – weiterentwickelte Tramsanlage und Traktionskontrolle

Neu ist auch die optional erhältliche Drop-Start-Funktion. Sie bewirkt, dass der Motor automatisch startet, sobald das Fahrzeug von der integrierten Lufthebeanlage abgelassen wird. Der Fahrer kann sich beim Boxenstopp somit voll auf das Losfahren konzentrieren.  Zusätzlich wurde auch die Bremsanlage und die Traktionskontrolle weiterentwickelt. Das einstellbare Renn-ABS System ist nun besser auf die Spezifikationen der aktuellen Reifen-Generation abgestimmt. Die optimierte Traktionskontrolle lässt den GT3 noch feinfühliger, reifenschonender und gleichzeitig mit maximalen Vortrieb immer an der Schlupfgrenze agieren.

Als Weltneuheit bei Rennfahrzeugen stellt Mercedes-AMG mit dem neuen GT3 ein System vor, mit dem sich die Laufzeiten von Fahrzeugkomponenten automatisch erfassen und auswerten lassen. Es vereinfacht, beschleunigt und sichert den gesamten Tracking-Prozess. Die Teams müssen die Daten nicht mehr manuell erfassen und protokollieren, sondern haben diese digital und in Echtzeit vorliegen. So lassen sich präzise Aussagen treffen, ob und wann Teile tatsächlich getauscht werden müssen – unnötige Ausgaben durch einen zu frühen Tausch  entfallen.

Safety first: Sicherheit nach FIA-Standard

Bei der Sicherheit bietet der GT 3 einen Überrollkäfig aus hochfestem Stahl, ein Alu-Spaceframe sowie eine Carbon-Sitzschale mit integrierter Kopfstütze sowie einer Rettungsluke im Dach nach neuesten FIA-Standard. Für zusätzliche Sicherheit sorgen die Hauptscheinwerfer mit einer besseren Ausleuchtung der Rennstrecke sowie optionale Zusatzscheinwerfer, wie diese vor allen bei 24-Stunden-Rennen eingesetzt werden.

Interieur

Im Interieur ist nun ein optimiertes Trinksystem verbaut, wie auch gummierte Griffe am Lenkrad für einen besseren Halt bis hin zu einer optional erhältlichen Sitz- und Helmbelüftung. Die weiteren ergonomischen Vorteile des Modells bleiben hingegen unverändert: schnell erreichbare Bedienelemente mit zum Fahrer geneigter Mittelkonsole sowie fluoreszierende Beschriftungen zur idealen Bedienung bei Dunkelheit.

Update-Paket auch für bereits ausgelieferte AMG GT 3 Modelle erhältlich

Übrigens: für bestehende GT 3 Modelle bietet Mercedes-AMG auch ein Update-Paket an. Mit diesem umfassenden Kit lassen sisch die Fahrzeug auf die optischen, wie auch technischen Stand des neuen Modells umrüsten. Für Käufe ab Juli 2018 gibt es zusätzliche Sonderkonditionen für das Update-Paket.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe