Mercedes Benz hat sein erfolgreichstes SUV-Modell – den GLC – einer Modellpflege unterzogen. Die Baureihe X/C253 wurde an einigen Stellen neu modifiziert und fit gemacht für die zweites Hälfte des Produktionszyklus. Wir sind nun den GLC 300 4MATIC als Coupé  in der Ausstattungslinie AMG Line gefahren und sind der Frage nachgegangen, wie spür- und erlebbar die Veränderungen  sind.

Selbstbewusste Überarbeitung in der Modellpflege

Im Vergleich zur Vormodellpflege wurde die Optik insgesamt selbstbewusster überarbeitet. Die Front wurde nun mit einer intensiveren Linienführung gestaltet. Unser Testwagen mit AMG Exterieur verfügt über einen neugestalteten Frontstoßfänger sowie Diamantgrill mit einer Lamelle und Pins in Chrom. Auffälligste Änderung an der Frontpartie des GLC ist das neue LED-Tagfahrlicht: es verläuft nun fast komplett umlaufend am Rand der nun etwas insgesamt schmaler geformten Scheinwerfer. Unser Testwagen ist zudem mit dem optionalen MULTIBEAM LED-Licht ausgerüstet.

Neues Lichtdesign – auch im GLC 300 4MATIC

Am Heck des GLC fallen als erstes vor allem die neu gestalteten ellipsenförmigen Voll-LED-Heckleuchten auf. Zusätzlich im leicht geänderten Design ist der Stoßfänger vorzufinden, in der gefahrenen AMG Line ist dieser inklusive Diffusor und Chromzierteil sowie doppelflutiger Abgasanlage. Die großen 20“ Leichtmetallräder füllen die Radhäuser des GLC gut aus und passen zum üppigen Gesamtauftritt des Modells, die wuchtigen SUV-Gene sind besonders beim Blick von der Seite erkennbar. Das abfallende Coupé-Dach bleibt weiterhin Geschmacksache.

2-Liter Vierzylinder-Benziner (M264) mit EQ-Boost

Bei der ersten Fahrt mit dem GLC 300 4MATIC  macht der Benziner einen runden Fahreindruck. Der neue Vierzylinder-Benziner (M264) mit 2 Liter Hubraum zeigt sich dabei kräftig und mit harmonischer Leistungsentfaltung. Mit seinen 258 PS ist das rund 1,8 Tonnen schwere GLC 300 4MATIC SUV-Coupé gut motorisiert und bringt durchaus auch eine Portion Dynamik auf die Straße. Der GLC schiebt – wenn per Fahrpedal gewünscht – mit Druck an. Der bis maximal 2.500 Umdrehungen verfügbare zusätzliche EQ-Boost von 150 Nm aus dem Riemengenerator setzt dosiert und gleichmäßig ein. Der Übergang des Antriebs mit aktivierten Boost erfolgt dabei ohne Ruckeln.

Als Fahrer muss man schon die digitale Anzeige des Kombiinstrument im Blick haben, um zu wissen wann die elektrische Leistung anliegt. Die Kraftentfaltung erfolgt in jeder Situation souverän über den permanenten Allradantrieb 4MATIC im Verhältnis 45 zu 55 Prozent. Das serienmäßige 9G-TRONIC Automatikgetriebe im GLC 300 4MATIC schaltet dabei die Gänge sauber und ohne erkennbare Hektik. Beim Arbeitsgeräusch hält sich der Benziner meistens zurück, lediglich im hohen Drehzahlband klingt der M264 mitunter deutlicher durch einen akustisch raueren und kernigen Klang.

Die GLC bietet drei Fahrwerksvarianten:  zur Auswahl stehen das passive normale Stahlfahrwerk, das aktive DYNAMIC BODY CONTROL Verstell-Stahlfahrwerk sowie das aktive Luftfahrwerk AIR BODY CONTROL. Unser Testwagen mit AIR BODY Control zeigt ein gutes Gesamtbild zwischen Komfort und Sport. Schlechte Straßenabschnitte schluckt der GLC, -wie eigentlich nicht anders erwartet-  gut weg.

 

Der GLC 300 4MATIC liegt insgesamt satt auf der Straße, die Lenkung fühlt sich dabei angenehm direkt übersetzt an und lässt das SUV-Coupé damit sehr ausgeglichen und neutral an der Hand wirken. Eine kurvenreiche Landstraße mal mit etwas mehr Schwung zu fahren macht Spaß – trotz bauartbedingt höherem Aufbau.Die intelligenten Fahrassistenzsysteme im GLC wurden auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und können den SUV-Fahrer jetzt – auf Wunsch –  noch stärker im Straßenverkehr unterstützen. Zum aktuellen Fahrassistenz-Paket gehört unter anderem die streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung, die zum Beispiel vor Kurven, Kreisverkehren die Geschwindigkeit automatisch anpasst oder der aktive Spurwechsel-Assistent welcher das Fahrzeug beim Blinker setzen selbstständig auf die Nebenfahrbahn lenkt.

GLC Modellpflege mit MBUX

Der Blick in den Innenraum des Testwagens präsentiert uns umgehend zwei weitere Neuheiten der Modellpflege. Der GLC erhält das Infotainmentsystem MBUX weit vorab der C-Klasse mit all dem bekannten Funktionsumfang aus anderen Baureihen. Dazu gehört neben “Hey Mercedes“, natürlich auch Augmented Reality für die Navigation sowie der Interieur-Assistent – dieser erkennt Hand- und Armbewegungen und unterstützt die Bedienung im Fahrzeug. Außerdem steht nun im GLC das (optional erhältliche) volldigitale Instrumenten-Display mit 12,3’’ Bildschirmdiagonale und drei Anzeigestilen zur Verfügung. Das Media-Display ist in der höchsten Variante des MBUX mit 10,25’’ Bildschirmdiagonale und Touchscreen-Bedienung ausgestattet.

Weiterhin kann das System auch über das Touch Pad in der Mittelkonsole bedient werden, es wurde auf die neuste Generation aktualisiert und reagiert nun im Vergleich zu vor der Modellpflege präzise auf die Eingaben des Bedieners. Natürlich verfügt der GLC auch über die neuste Generation des Multifunktionslenkrads mit Touch Control, worüber nicht nur das digitale Kombiinstrument sondern auch das Media-Display bedient werden können.

Fazit

Bei der Modellpflege des GLC sind es die Details – wie das MBUX-Multimediasystem oder das neue Motorenangebot – auf die man einen Blick werfen sollte. Wir finden das Gesamtpaket passt!

Beim gefahrenen GLC 300 4MATIC mit neuen Vierzylinder-Benziner hat uns nichts konkret gefehlt. Der Motor bietet eine gute Leistungsentfaltung und harmoniert mit dem eher dynamischer ausgerichteten SUV-Coupé. Optisch ist die Auffrischung des GLC durchaus sofort an Hand des neuen Designs bei Frontscheinwerfern und Heckleuchten zu erkennen. Das neue umlaufende Tagfahrlicht ist ebenso auffällig, wie die Lichtsignatur am Heck. In Verbindung mit dem rundlichen Coupé Heck wirkt das ellipsenartig geformte Leuchtband gar nicht mal schlecht.

In den kommenden Monaten wir das Motorenprogramm des GLC um weitere Modelle erweitert, bereits in wenigen Wochen wird es das SUV auch als Plug-In-Hybrid Variante geben. Topmodell bleibt der Mercedes-AMG GLC 63 S 4MATIC+.

Testwagenausstattung im Detail:

  • GLC 300 4MATIC 58.446,85 €
  • Brilliantblau metallic 928,20 €AMG Line Exterieur 2.380,00 €
  • Night-Paket 595,00 €
  • 20″ AMG Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design 1.368,50 €
  • designo Interieur 3.867,50 €
  • MULTIBEAM LED 1.457,75 €
  • AIR BODY CONTROL 2.261,00 €
  • High End Assistenz-Paket 3.034,50 €
  • High End Park-Paket 1.297,10 €
  • High End Infotainment-Paket 2.493,05 €
  • MBUX Interieur-Assistent 357,00 €
  • Volldigitales Instrumenten-Display 892,50 €
  • Digitales Radio 487,90 €
  • Head-up-Display 1.178,10 €
  • Multifunktions-Telefonie 583,10 €
  • Burmester Surround-Soundsystem 1.011,50 €
  • KEYLESS-GO 654,50 €
  • Diebstahlschutz-Paket mit Vorrüstung für Parkschadensbenachrichtigung 476,00 €
  • Ambientebeleuchtung 333,20 €
  • Vorrüstung für digitalen Fahrzeugschlüssel für Smartphone 119,00 €
  • Advanced Komfort-Paket 1.933,75 €Sitzklimatisierung für Fahrer und Beifahrer 898,45 €
  • Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC 702,10 €
  • AIR-BALANCE Paket 398,65 €
  • Sidebags im Fond 404,60 €
  • Schiebedach 1.249,50 €
  • Wärme- und geräuschdämmendes Akustikglas 142,80 €
  • Trittbretter in Aluminium-Optik mit Gumminoppen 559,30 €
  • Scheibenwaschanlage beheizt 202,30 €
  • Ablage-Paket 261,80 €
  • Media Interface Kabel Kit 59,50 €
  • Kraftstoffbehälter mit größerem Inhalt 0,00 €
  • Gesamtfahrzeugpreis 91.035,00 €

Bilder: © Philipp Deppe / MBpassion.de


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