Mercedes-AMG stellt im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring erstmals die weiterentwickelte Variante ihres GT 3 Modells vor, der bislang weltweit bereits erfolgreich im Kundensport eingesetzt wird. Neben neuer Optik gibt es zahlreiche technische Optimierungen. Wir haben erste Bilder des Modells, bevor wir später eigene Impressionen des Modells liefern können. Das Fahrzeug selbst geht übrigens bereits Ende 2020 an erste Teams.

Wie Mercedes-AMG im Rahmen am Nürburgring bekanntgab, konnten vom bisherigen GT 3 Fahrzeug bislang über 130 Einheiten weltweit an Teams im GT3-Segment ausgeliefert werden. Auf Basis des bisherigen Erfolgsmodells zeigt man nun die nächste Evolutionsstufe, welches die bekannten Vorzüge in zahlreichen Bereichen nochmals steigert.

Der neue Mercedes-AMG GT3 führt die  Designsprache seines Vorgängers nahtlos fort. Das Erscheinungsbild
ist geprägt von den überarbeiteten Komponenten: Neue Frontschürze, neue Flics, neuer Frontdiffusor und neue Heckschürze identifizieren das Evolutionsmodell dabei aber nicht nur optisch, sondern bieten auch funktionale Vorteile. Zum markanten, eigenständigen Look des Rennfahrzeugs tragen darüber hinaus auch die neuen Scheinwerfer, Zusatzscheinwerfer und Heckleuchten entscheidend bei. Damit entspricht der neue GT3 den unlängst aktualisierten Straßen-Varianten der AMG GT Familie.

AMG V8 Saugmotor nun mit einer höheren Motorlaufzeit

Neben der Wettbewerbsfähigkeit zählt die Wirtschaftlichkeit zu den wichtigsten Entscheidungskriterien für Teams. Zu den Zielvorgaben bei der Entwicklung gehörte es daher, die Betriebskosten des Mercedes-AMG GT3 weiter zu senken, um den Teams dadurch noch mehr Planungs- und Kostensicherheit zu geben. Unter anderem wird dies durch eine Erhöhung der Motorlaufzeit erreicht. Revisionen des ohnehin als besonders zuverlässig bekannten AMG 6,3-Liter-V8-Saugmotors sind damit noch seltener notwendig.

Die Integration neu entwickelter Bauteile wirkt sich ebenfalls kosteneffizient aus: Eine optimierte Fahrzeugfront sorgt für eine effektivere Abschirmung des Kühlerbereichs und ein neu entwickelter Integralträger erhöht das Schutzniveau für die Aggregate des Vorderwagens (Motor, Vorderachse, Lenkung etc.). Mit diesen  Verbesserungen trägt Mercedes-AMG dazu bei, dass vor allem kleinere Unfälle und Kollisionen künftig geringere – oder im Optimalfall – gar keine Kosten für die Teams nach sich ziehen.

Neu ist nun ein schneller einstellbarer Frontsplitter sowie eine Schnelleinstellung für den Heckflügel. Zusätzlich wird nun die verbesserte Zugänglicheit zum Luftfilter – durch Reduzierung von Schraubverbindungen – verschnellert. Zusätzlich lässt sich die hinetere Spurstange des überarbeiteten GT3 Modells feinjustieren.

Weltneuheit: Laufzeiten von Komponenten werden automatisch erfasst und ausgewertet

Als Weltneuheit bei Rennfahrzeugen stellt Mercedes-AMG mit dem neuen GT3 ein System vor, mit dem sich die Laufzeiten von Fahrzeugkomponenten automatisch erfassen und auswerten lassen. Es vereinfacht, beschleunigt und sichert den gesamten Tracking-Prozess. Die Teams müssen die Daten nicht mehr manuell erfassen und protokollieren, sondern haben diese digital und in Echtzeit vorliegen. So lassen sich präzise Aussagen treffen, ob und wann Teile tatsächlich getauscht werden müssen – unnötige Ausgaben durch einen zu frühen Tausch entfallen.

Für den Kampf gegen die Stoppuhr hat Mercedes-AMG seinen neuen GT3 mit weiteren innovativen Features ausgerüstet – etwa mit der optional erhältlichen Drop-Start-Funktion. Sie bewirkt, dass der Motor automatisch startet, sobald das Fahrzeug von der integrierten Lufthebeanlage abgelassen wird. Für den Boxenstopp heißt das: keine Einbußen durch die Reaktionszeit des Fahrers, der Pilot kann sich voll auf das Losfahren konzentrieren.

Zur maximalen Unterstützung des Fahrers wurden auch die Bremsanlage und die Traktionskontrolle  weiterentwickelt. Das einstellbare Renn-ABS ist nun noch besser auf die Spezifikationen der aktuellen Reifen-Generation abgestimmt. Die optimierte Traktionskontrolle lässt den neuen Mercedes-AMG GT3 noch feinfühliger, reifenschonender und gleichzeitig mit maximalem Vortrieb, immer an der Schlupfgrenze agieren.

Auslieferungen beginnen Ende 2019

Die Auslieferung beginnt Ende 2019, so dass die Customer Racing Teams ab der Saison 2020 mit dem neuen
Fahrzeug durchstarten können. Bis zum Launch durchläuft der neue Mercedes- AMG GT3 weiterhin ein intensives Test- und Entwicklungsprogramm. Zur Optimierung von Standfestigkeit und Langstrecken-Performance wird das Fahrzeug dabei unter anderem einen 30-stündigen Dauertest im Renntempo absolvieren. Zur Erprobung unter Rennbedingungen werden Prototypen des neuen Fahrzeugs in der zweiten Hälfte der Motorsportsaison 2019 an ausgesuchten Rennen teilnehmen. Sie werden in Kooperation mit dem Entwicklungspartner HWA AG sowie gegebenenfalls mit der Unterstützung von Partnerteams eingesetzt.

Update-Paket für bestehende Fahrzeuge erhältlich

Parallel zur Markteinführung des neuen GT3 verlängert Mercedes-AMG auch den Lifecycle des aktuellen Modells durch ein Update-Paket. Mit diesem umfassenden Kit lassen sich bestehende Fahrzeuge auf den optischen und technischen Stand des neuen Mercedes-AMG GT3 umrüsten. Für Fahrzeugkäufe ab Juli 2018 erhalten  die Customer Racing Teams dabei Sonderkonditionen auf das Update-Paket.

Bilder: Daimler AG / Mercedes-AMG