Mercedes-Benz plant eine Neuauflage des Experimental-Sicherheits-Fahrzeug ESF im Jahr 2019 , welches vermutlich zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt erstmals öffentlich präsentiert wird. Zehn Jahre nach dem ESF 2009 bietet das neue Modell erneut einen Ausblick auf die neusten Sicherheits- und Assistenzsysteme, welche i.d.R. kurz vor der Serienreife stehen und dann (teils) erst später Weltpremiere im Serienmodell feiern.

ESF 2019 – Neuauflage des Experimental Sicherheits Fahrzeuges

Das man eine Neuauflage des Experimental-Sicherheits-Fahrzeuges ESF für das Jahr 2019 plant, bestätigte diese Tage Entwicklungsvorstand Ola Källenius im Interview.  Dabei zeigt der Hersteller mittels eines ESF dann erneut, das Sicherheit und Innovationskraft weiterhin ein zentrales Element der Marke Mercedes-Benz ist, dessen Schlagzahl die Marke seit Jahren vorgibt.

Das ESF wird sich wohl besonders auf autonome Fahrtechniken und der Verhinderung von Unfällen sowie neue Insassenschutzsysteme zur Verringerung von Verletzung bei einem Unfall aufzeigen. Besonders ausgefeilte Fahrassistenzsysteme werden es in Zukunft ermöglichen, Unfälle zu reduzieren. Das ESF 2019 wird u.a. mit einem System ausgestattet, welches Fahrdaten über einen zentralen Server sammelt und teilt. Unklar ist aktuell noch, auf welchem Fahrzeug das neue Konzept basieren wird.

Nach aktuellen Stand basiert das ESF für das Jahr 2019 auf der neuen GLE Baureihe 167. Details wird man hier wohl frühestens im Mai 2019 veröffentlichen.

Letztes ESF Modell zuletzt im Jahr 2009 – Real Life Safety

Das letzte offiziell vorgestellte ESF Concept-Fahrzeugs liegt bereits seit dem Jahr 2009 zurück, damals auf Basis der S-Klasse als S 400 Hybrid.  Damals zeigte das Fahrzeug u.a. Ideen, wie ein aufblasbarer Unterboden – als Brems-Airbag, der im Falle eines Unfalls die Reibung erhöht und das Fahrzeug schneller verlangsamt.  Ebenfalls waren u.a. erstmals Beltbags im ESF zu sehen, welche für einen besseren Schutz der Fondpassagiere betragen sollte und später zuerst optional in der S-Klasse erhältlich war. Ebenfalls neu war damals das PRE-SAFE 360 Grad System sowie PRE-SAFE Pulse, sowie u.a. ein partielles Fernlicht, eine Rücksitzkamera. Nicht alle Innovationen flossen dabei später in die Serienfertigung ein.

Projekt ESV

Bereits in den frühen 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts baute Mercedes-Benz allein im Rahmen des ESV-Programms über 30 Versuchsfahrzeuge zur Erforschung künftiger automobiler Sicherheitssysteme. Sie ebneten den Weg für eine Vielzahl von Innovationen, die zum Teil erst Jahre später in Serie gebaut werden konnten. Dazu gehören ABS, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, Airbag und Seitenaufprallschutz.

Ab Frühjahr 1971 kam das Projekt ESV in der 1969 als eigenständige Abteilung gegründeten Sicherheitsforschung bei Mercedes-Benz in Sindelfingen groß ins Rollen. Insgesamt wurden in den folgenden vier Jahren 35 Fahrzeuge aufgebaut und erprobt.
Symbolbilder: Daimler AG

 


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