Erste Modelle des Mercedes-Benz SL Roadsters von 1989 erhalten im Jahr 2019 nun erstmals das H-Kennzeichen. Die vierte SL Generation – seit dem legendären Flügeltürer – kam aus der Hand des damaligen Chefdesigners Bruno Sacco und feierte im März 1989 in Genf seine Weltpremiere.

Die Baureihe R 129 trat zunächst als 300 SL, 300 SL-24 sowie 500 SL an und wurde in den Folgejahren erweitert – bis hinauf zum exklusiven SL 73 AMG im Jahre 1998. Die SL-Modelle der Baureihe R 129 begeisterten damals mit technischen Innovationen und einem gut abgestimmten Verhältnis klassischer Elemente zu neuem Design.

R 129 bekommt erstmals H-Kennzeichen

Erstmals wurde der SL damals nicht im Stammwerk in Sindelfingen gebaut, sondern im Werk Bremen. Parallel wurde während der Bauzeit der Baureihe R 129 die Nomenklatur reformiert: im Sommer 1993 passte der Konzern dazu die Typenbezeichnung der offenen Sportwagen der bis heute gültigen Nomenklatur an. Künftig stand das legendäre Buchstabelkürzel “SL” vor der dreistelligen Zahl, die auf den Hubraum verweist. Somit war der 300 SL der Baureihe 129 der vorerst letzte Mercedes-Benz, der die legendäre Typenbezeichnung “300 SL” trug. Die Baureihe R 129 lief bis Juli 2001 vom Fand, wobei insgesamt 204.940 Einheiten produziert worden sind – davon alleine 79.827 Exemplare vom 500 SL bzw. SL 500 mit Vierventil-V8 M 119.

Erste Modellpflege im Jahr 1995

Die SL erhielt im Jahr 1995 seine Modellpflege mit neuen Design-Akzenten und verbesserter Technik, u.a. mit Xenon Gasentladungslampen und serienmäßigen Tempomat. Der SL 500 und SL 600 erhielt im September 1995 ein neu entwickeltes Fünfgang-Automatikgetriebe mit Wandler-Überbrückungskupplung, außerdem verbesserte man den Kraftstoffverbrauch sowie die Schadstoff-Emission. Optional stand u.a. ein ESP System für den SL 500 zur Wahl, der Zwölfzylinder SL 600 erhielt dies in Serie. Im Dezember 1996 kam der serienmäßige Bremsassistent BAS hinzu, der in alle Typen der Baureihe 129 eingebaut wurde.

Topmodell SL 73 AMG mit V 12 Motor und 525 PS

Die zweite Modellpflege (“Mopf”) kam im Frühjahr 1998 und zeigte sich vor allen durch eine neue Motorenpalette und zurückhaltenden Veränderungen im Design. Neue V6- und V8-Motoren kamen hierzu in die Typen SL 280, 320 sowie SL 500. Das Leistungsspektrum reichte so vom SL 280 mit 204 PS über den SL 320 mit 224 PS bis hin zum SL 500 mit 306 PS. Der SL 60 entfiel in der Modellpflege und wird im Jahr 1999 vom neuen Spitzenmodell SL 55 AMG mit V8 Motor und 354 PS sowie dem SL 73 AMG mit V12 Motor und 525 PS abgelöst.

Bilder: Daimler AG