Auf der IAA 2018 zeigt Mercedes-Benz den Intouro ein Modell, welches ursprünglich für den Osteuropäischen Markt konzipiert worden ist. Das Modell, welches im türkischen Ho dere bei Instanbul gebaut wird, gibt es bereits seit 2012 in Deutschland für den preissensiblen Bereich der Überland- und Kombibusse.

Gegenüber dem Integro punktet der Intouro mit deutlich mehr Stückzahlen in der Produktion und gilt als heimlicher Champion unter den Überlandbussen bei Mercedes-Benz. Während man deutschen Buskäufern das Modell länger vorenthalten hatte, setzten andere Länder bzw. dessen Flottenbetreiber schon länger auf den günstigeren Bruder des Integro. – dabei ist das Modell durchaus simpler gehalten, auch wenn der Materialeindruck und die Verarbeitung tadellos ist. Das Arbeitstier im Omnisbusbetrieb gilt oft gar als Spardose, zumal der Integro meist nur als Luxusausführung des Intouro gehandelt wird.

Der in Hannover vorgestellte Mercedes-Benz Intouro hat eine Gesamtlänge von 12.140 mm sowie eine Breite von exakt 2.550 mm. Die Höhe des Fahrzeuges beträgt 3.355 mm, der Radstand 6.080 mm. Das zulässige Gesamtgewicht des Intouro liegt dabei bei 18.600 kg. Angetrieben wird der Bus mittels OM 936 Diesel-Motorisierung und 220 kW sowie maximal 1.200 Nm, wobei der Hubraum des Motors 7,7 Liter beträgt. Geschaltet wird mittels ZF Ecolife AP 6-Gang Getriebe (Übersetzung i=5,222).

Das in Florettsilber metallic gezeigte IAA-Ausstellungsmodell hat eine 49 + 1 + 1 Bestuhlung mit Fahrgastsitzen im Design Trvel Staro Eco (TSE). Als Highlights sind im Modell folgende Elemente verbaut:

  • Hublift (Braun integriert) im Einstieg 2
  • Sondernutzungsfläche gegenüber Tür 2 mit Rollstuhlplatz und Klappsitzen
  • Nebelscheinwerfer
  • Brendmeldeanlage mit Detektionsleitung
  • Audioanlage SmartRadio
  • Telematik Fahrzeugrechner mit Telediagnose / Uptime und OMNIplusON Services
  • Kühlschrank
  • Reisebegleitersitz
  • Integral Außenspiegel
  • Fahrzielanzeige in LED Technik

 

Bei den Fahrassistenzsystemen verfügt das Modell u.a. über den Spurassistent (SPA), Bremsassistent (BAS) sowie über das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) mit Antirebsschlupfregelung (ASR) sowie Reifendruckkontrolle (TPM). Zusätzlich ist im Fahrzeug das Advanced Emergency Braking System (AEBS) integriert.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe