Lkw Fahren im Fernverkehr ist ein wahrhaft stressiger Job. Stress durch immer dichteren Verkehr, Stress beim Be- und Entladen, Stress bei der Parkplatzsuche. Dazu eine überwiegende Arbeitsposition, die alles andere als gesund ist: Sitzen. Übergewicht und Rückenbeschwerden sind nur zwei der möglichen Folgen. Auf 24 krankheitsbedingte Fehltage kommen Kraftfahrer im Jahresmittel – eine negativer Spitzenwert. Tendenz steigend. Heiko Gebhardt sah sich auch schon gefangen in der Trucker-Tretmühle. „115 Kilo habe ich noch vor einem Jahr auf die Waage gebracht“, berichtet der Mittvierziger. Und im Rücken hat es auch oft gezwickt. „Da war für mich Schluss“. Mit konsequenter Ernährungsumstellung begann der leidenschaft­liche Lastwagenfahrer Ballast abzuwerfen.

Und mit Sport. Was bekanntlich nicht ganz einfach ist für Menschen, die nur am Wochenende zuhause sind, ansonsten aber fünf Tage die Woche in ihrem rollenden Arbeitsplatz leben. Für Fahrerinnen und Fahrer ist das problema­tisch, denn auf Tour können sie nach getaner Arbeit nicht regelmäßig in ein Sportstudio gehen, um den Beschwerden vorzubeugen oder kurzfristig einen Physiotherapeuten aufsuchen, um akute Schmerzen zu lindern.

Aber Sport an Bord geht doch. Dank einer Initiative seines Arbeitgebers, der Spedition Fehrenkötter, hat Heiko Gebhardt seit einigen Monaten sein ganz persönliches Fitness-Studio in der Streamspace-Kabine seines Mercedes-Benz Actros. „TopFit-Set“ heißt das kompakte Paket, mit dem Gebhardt seither zwischen zwei Lenkhalbzeiten aktiv gegen Verspannungen und für gezielte Muskelstärkung trainiert.

Das TopFit-Set beinhaltet ein Brett aus stabilem Schichtholz, an dem zwei Metallösen angebracht sind. An ihnen lassen sich die Übungsbänder, soge­nannte Tubes, mit Karabinerhaken befestigen. Das Board dient gleichzeitig als Standfläche. Heiko Gebhardt beschwert es mit seinem Körpergewicht – aktuell sind von ehemals 115 kg Körpermasse nur noch 80 kg übrig – und hat so einen stabilen Stand zwischen den Sitzen.

Zum Board gehören zwei Paar Tubes mit unterschiedlichem Trainingswider­stand. Sie sind aus einem speziellen Gummi gefertigt und besitzen eine konstante Dehnungskennlinie. Das bedeutet, dass auch unterschiedlich große Personen damit trainieren können, weil der nötige Kraftaufwand stets gleich­förmig ist, egal wie sehr man den Tube in die Länge zieht. Ein Paar ergono­misch flexible Griffe, die sich bei Bewegungen mitdrehen und so die Hand­gelenke schonen, und eine praktische Tragetasche machen das Set komplett. „Unser TopFit-Set erdachten wir ganz gezielt für die Verwendung im Lkw“, erklärt Siegfried Rothe, Kundenforscher und Entwickler für Daimler Trucks. „Die Fahrer können mit dem Fitness-Board in ihrer ‚ Privatsphäre‘ in der Kabine trainieren – das ist vielen Truckern wichtig.“ So wie Heiko Gebhardt. „Gymnastizieren irgendwo draußen auf dem Parkplatz? Niemals“. Und das nicht nur wegen der Abhängigkeit vom Wetter.

Weil das „Gewusst wie“ zum Trainingserfolg dazu gehört wie der Fitnesssport zu einer gesunden Lebensführung, nutzt Heiko Gebhardt recht konsequent die fachliche Unterstützung, die es zum TopFit-Set dazu gibt. Denn nach dem Erwerb eines TopFit-Sets lassen Rothe und seine Forscher- und Entwickler­kollegen die angehenden Sportler nicht allein: In enger Zusammenarbeit mit Sportwissenschaftlern erstellte Übungsvideos – „Basic Fit“, „Strong Fit“, „Top Fit“ und „ Power Fit“ – beinhalten je sechs Übungen und sprechen die betroffe­nen Bereiche in Nacken, Schultern, Oberarmen, Bauch sowie oberem und unterem Rücken an. Die Trainingsvideos stehen auf einer DVD, die im Liefer­umfang enthalten ist, zur Verfügung. Actros-Sportler Heiko Gebhardt bevor­zugt jedoch den digitalen Fitness-Coach über die Fleetboard Driver.app. Dort gibt es zusätzlich viele Informationen und Tipps rund um das Thema „Fit und gesund auf Tour“.

Quelle: Daimler AG