Daimler hat den Vertrieb des OM 501 Sechszylinder-Lkw Motors vorläufig gestoppt. Grund seien dazu interne Kontrollen, wobei der Grenzwert für Stickoxid überschritten worden ist. Die Ergebnisse des internen Tests sind Ende Juni an das Kraftfahrt-Bundesamt gemeldet worden. Der Motor selbst ist bis 2013 in Europa eingesetzt worden und wird aktuell nur noch in Ländern außerhalb von Europa vertrieben.

Vorsorglicher Vertriebsstopp für OM 501

Bis zur Klärung der technischen Fragestellung hat das Unternehmen entschieden, diesen Motor vorsorglich nicht mehr auszuliefern.” – so ein Pressesprecher der Daimler AG – und weiter: “Im Rahmen regelmäßiger Konformitätsprüfungen der Typzulassung hat die Daimler AG bei einem Sechszylindermotor für schwere Nutzfahrzeuge der Abgasnorm Euro V bei vereinzelten Betriebssituationen eine geringfügige Überschreitung des für die Zertifizierung relevanten NOx-Grenzwertes festgestellt.

In den aktuell laufenden Diskussionen zusammen mit dem KBA dazu geht es um eine technische Funktion des Fahrzeug-Diagnosesystems (OBD), das die Abgasreinigung im Fahrbetrieb überwacht und den Fahrer über mögliche Fehlfunktionen informiert. Es gehe demnach nicht – so betont der Sprecher des Konzerns – um eine Software, die die Abgasnachbehandlung abschalte.

Das OBD stellt sicher, das unter vom normalen Betriebszustand abweichenden Bedingungen – wie z.B. beim Einsatz von Biokraftstoff – eine Abblue Überdosierung verhindert wird und so keine Gefahr eines Amoniakaustritts besteht.

OM 501 nicht mehr für Europa

Der betroffene Motor OM 501 wurde u.a. im Mercedes-Benz Actros vertrieben und wird aktuell nur im außereuropäischen Bereich angeboten. Der Motor wurde ab dem Jahr 1996 u.a. als OM 501 LA in den Leistungsklassen zwischen 313 und 428 PS vertrieben. Produziert wurde der Motor am Standort in Mannheim.

Bilder: Daimler AG