Im Gelände bleibt die G-Klasse wohl eine Legende, wobei das Fahrzeug die wichtigsten Offroad-Disziplinen mühelos und mit beeindruckenden Werten beherrscht, wie z.B. Steigfähigkeit, Watttiefe, Böschungswinkel und Schräglagen. Die Traktion eines der vier Rädern genügt für den Vortrieb – dank dem Zusammenspiel von Allrad, Differentialsperren, Leiterrahmen und einer zuschaltbaren Geländeuntersetzung.

Offroadeinsatz mit Leiterrahmen

Die wichtigsten Merkmale für die Offroad-Fähigkeit der G-Klasse ist der Leiterrahmen (mit bis zu 3,4 mm dicken Stahlblech), die Einzelradaufhängung an der Vorderachse sowie die starre Hinterachse mit robuster Stahlfederung. Ein permanenter Allradantrieb und eine Kraftverteilung auf Vorder- und Hinterachse im Verhältnis von 40:60 sowie eine Geländeuntersetzung (über Low-Range Taste zuschaltbar) sowie weiterhin drei 100% Differenzialsperren – einzeln zuschaltbar – sorgen für maximalen Vortrieb. Zusätzlich sorgt ein elektronisches Traktions-System (4ETS), eine Offroad-Kamera sowie Offroad Felgen für zusätzliche Sicherheit.

Die wichtigsten Merkmale der Karosserie der modellgepflegten G-Klasse:

  • verwindungsstarrer Leiterrahmen mit MAG Schweißnähten und Punkten
  • Gewichtsreduzierung von mehr als 150 kg durch den Einsatz von leichten und hochfesten Materialien.
  • Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung
  • Leiterrahmen bildet den tiefsten Punkt der Konstruktion und schützt so Aggregate, Tank und Abgasanlage vor Bodenkontakt.
  • Hohlräume komplett mit Heißwachs behandelt.
  • Fahrzeugboden zusätzlich mit Kunststoff beschichtet (KTL und Pulverbeschichtung)
  • alle Aufbauten im Elektrotauchverfahren grundiert und danach mehrfach lackiert
Vorderachse

Die Vorderachse der G-Klasse verfügt über eine Doppelquerlenkerachse mit Einzelradaufhängung und Federbein. Die neue Einzelradaufhängung ermöglicht hierzu eine präzisere Radführung und ermöglicht eine bessere Kontrollierbarkeit des Modells. Die Übertragung von Schwingungen auf die Karosserie wurde durch eine aufwändige Entkopplung der Vorderachse minimiert. Für die beiden Querlenker und die Achsschenkel wurden gewichtsoptimierte Aluminiumschmiedeteile verwendet.

Hinterachse
Extrem robuste Starrachse mit hohem Verschränkungsgrad tragen das Fahrgestell und die Karosserie. Die Starrachse ist mittels zweier unterer und zweier oberer Längslenker sowie einem Panhardstab, der die Seitwärtsbewegungen in der Federung relativ zwischen Fahrzeugaufbau und starrer Hinterachse verhindert, am Leiterrahmen angebunden und sorgt auch in schwierigsten Geländepassagen und je nach Untergrund für die nötige Traktion.
Die Starrachse verfügt zusätzlich über eine große Bodenfreiheit, da das Achsgehäuse – anders als bei der Einzelradaufhängiung – automatisch mit angehoben wird, wenn ein Rad ein Hindernis überfährt. Lange Federwege sowie eine hohe Verschränkungsfähigkeit sorgt zusätzlich für bestmöglichem Bodenkontakt für die Räder.

Die Steigfähigheit der G-Klasse liegt bei entsprechendem Untergrund bei bis zu 100 Prozent, die Bodenfreiheit liegt bei 23,5 cm, die maximale Watttiefe bei 700 mm bei Wasser- und Schlammpassagen. Das Fahrzeug bleibt bei Schräglagen von bis zu 54 % fahrstabil. Der Böschungswinkel liegt vorn bei 30,9° – sowie hinten bei 29,9°.

Bilder: Dieter Rebmann / Philipp Deppe