Mit dem Marktstart der neuen A-Klasse sind die neuen Dieselmotoren von Mercedes-Benz nun von der Kompakt- bis zur Oberklasse verfügbar. Mercedes-Benz Fahrzeuge erreichen mit diesen Motoren durchschnittliche Stickoxid-Emissionen (NOx-Emissionen) zwischen 40 und 60 Milligramm pro Kilometer über viele Tausende Kilometer Laufleistung auf der Straße unter Bedingungen des Messverfahrens Real Driving Emissions (RDE). Diese Werte liegen deutlich unter dem derzeitigen RDE-Grenzwert von 168 Milligramm pro Kilometer. Möglich wird dies durch ein innovatives Gesamtpaket aus Motor und Abgasnachbehandlung, das mit der neuen Motorengeneration seit zwei Jahren konsequent im Markt eingeführt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Nach der Einführung der neuen Dieselmotoren-Generation in der E-Klasse (Vierzylinder OM 654) und der S-Klasse (Sechszylinder OM 656) startet ab Mai der Vierzylinder OM 608 in der neuen A-Klasse A 180 d. Damit sind die neuen Dieselmotoren von Mercedes-Benz jetzt von der Kompakt- bis zur Oberklasse verfügbar. Wie schon beim OM 654 und OM 656 sorgen auch bei diesem Aggregat unter anderem das kompakte motornahe Abgasnachbehandlungssystem sowie die Mehrweg-Abgasrückführung (AGR) mit Hoch- und Niederdruck-AGR für Stickoxid-Emissionen, die im Durchschnitt die aktuellen gesetzlichen Grenzwerte im neuen Messverfahren RDE deutlich unterschreiten. Erstmals kommt in dieser Baureihe auch ein SCR-Katalysator mit AdBlue-Dosierung zum Einsatz. Damit bietet Mercedes-Benz diese Technologie in allen aktuellen Fahrzeugklassen an.

In den nächsten Monaten kommen viele weitere Mercedes-Benz Modelle auf den Markt, die nach Euro 6d-TEMP zertifiziert sind. Bis September 2018 sollen bereits über 30 aktuell verfügbare Modelle und über 200 Varianten auf die Euro 6d-TEMP Norm (RDE Stufe 1) umgestellt sein. Und damit bereits ein Jahr bevor dies für alle Fahrzeuge verpflichtend sein wird. Mercedes-Benz Kunden werden in den nächsten Monaten daher ein immer breiteres Angebot an solchen Fahrzeugen zur Auswahl haben.

„Mit der neuen Motorengeneration hat Mercedes-Benz schon vor zwei Jahren aufgezeigt, wie die NOx-Herausforderung bei Diesel-Pkw technisch gelöst werden kann. Wir stehen voll und ganz zum modernen Diesel als Teil des Antriebs-Mix für die Zukunft“, sagt Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Aktuelle Mercedes-Benz Fahrzeuge, die mit der neuesten Dieseltechnologie ausgestattet sind, können bei einzelnen RDE-Messungen auf der Straße NOx-Emissionswerte erreichen, die in einem sehr niedrigen zwei- und teilweise sogar einstelligen Bereich liegen. So hat der TÜV Hessen bei Messungen der neuen C-Klasse (T-Modell) mit einem neuen 1,6 Liter-Vierzylinder OM 654 Stickoxid-Werte unter 10 Milligramm im Gesamtzyklus nach derzeitigen RDE-Bedingungen gemessen – sowohl mit als auch ohne Kaltstart. Bei der neuen C-Klasse Limousine mit der gleichen Motorisierung konnten RDE-Werte von jeweils circa 10 Milligramm erzielt werden.

Wesentlich aussagekräftiger als einzelne Messungen sind allerdings Durchschnittswerte über viele Tausende Kilometer Fahrleistung bei unterschiedlichen Bedingungen. Hier erreichen die Mercedes-Benz Dieselmotoren der neuen Generation (OM 654, OM 656 und OM 608) bei RDE-Fahrten schon heute durchschnittliche NOx-Werte um die 40 bis 60 Milligramm pro Kilometer – insbesondere auch bei Stadtfahrten. Damit liegen die NOx-Emissionen weit unter dem RDE-Grenzwert von derzeit 168 Milligramm pro Kilometer und unterbieten sogar den Laborgrenzwert von 80 Milligramm. Organisationen wie beispielsweise die Dekra, der TÜV oder Fachzeitschriften haben bei Tests auf der Straße sehr gute Werte bestätigt.

Die Effektivität der Abgasnachbehandlung kann durch die Motornähe des Systems und ein weiterentwickeltes Abgastemperaturmanagement bei geringen Motorlasten, also etwa niedrigen Geschwindigkeiten, erheblich ausgedehnt und so die Wirksamkeit in der Stadt deutlich gesteigert werden.

Die niedrigen NOx-Emissionen im realen Fahrbetrieb von Fahrzeugen mit den neuen Dieselmotoren erklären, warum die Marktdurchdringung der neuen Fahrzeuggenerationen ein wirksames Mittel ist, die NOx-Emissionen durch den Straßenverkehr in den Innenstädten weiter zu senken.

Mercedes-Benz bietet die entscheidenden Innovationen in der Weiterentwicklung der Diesel-Technologie bereits seit zwei Jahren in Serie: So wurden mit dem Vierzylinder Dieselmotor OM 654 etwa die Kombination aus motornaher Abgasnachbehandlung, Stufenmulden-Brennverfahren und einer weiterentwickelten Mehrwege-Abgasrückführung bereits im April 2016 in der Mercedes-Benz E-Klasse eingeführt. Seitdem stellt Mercedes-Benz das Produktportfolio konsequent auf die neue Dieselmotoren-Generation um. Dafür hat das Unternehmen rund drei Milliarden Euro in Entwicklung und Produktion investiert.

Die C-Klasse, die volumenstärkste Baureihe des Unternehmens, ist nun ebenfalls am Zug. Bei der Umstellung auf den Dieselmotor OM 654 kommt hier erstmals auch die völlig neue 1,6 Liter-Variante zum Einsatz. Zukünftig wird auch ein Plug-in-Hybrid als Diesel das Angebot ergänzen.

Auch die neuen Motoren haben noch Potenzial für zukünftige Verbesserungen: „Wir haben zwar schon enorme Fortschritte erzielt, aber unsere Ingenieure treiben die Entwicklung natürlich weiter“, so Ola Källenius. „Unser Ziel für 2020 ist, bei durchschnittlichen NOx-Emissionen um die 30 Milligramm pro Kilometer in RDE-Fahrten der Stufe 2 zu landen. Und wir haben uns fest vorgenommen, dass wir in den Jahren danach Mittelwerte in Richtung 20 Milligramm erreichen. Diese Werte streben wir insbesondere auch für RDE-Fahrten unserer Fahrzeuge in der Stadt an.“ Stellhebel ist dabei zum einen die stetige Verbesserung des Zusammenspiels der unterschiedlichen Komponenten im Gesamtsystem – zu dem insbesondere auch die hochkomplexe Motorsteuerung gehört. Zum anderen wird in den nächsten Jahren auch weiterentwickelte Hardware zum Einsatz kommen.

Quelle: Daimler AG