In der neuen C-Klasse geht eine neue Vierzylinder-Motorengeneration für Benzinmotoren an den Start. Gleichzeitig bekommen diese Modelle ein zusätzliches 48-Volt-System mit riemengetriebenem Starter-Generator (EQ Boost). Der neue Benziner startet als C 200 und C 200 4MATIC mit 1,5 Liter Hubraum, später folgt eine 2,0-Liter-Variante.

C 200 mit 184 PS + 14 PS EQ Boost
Die Kombination aus 48-Volt-System und EQ Boost schafft die Voraussetzungen für Zusatzfunktionen, die dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken, die Agilität und darüber hinaus das Komfortverhalten weiter zu steigern. Beim Beschleunigen kann EQ Boost den 135 kW (184 PS) starken Motor (M264 mit reduziertem Hubraum) mit zusätzlichen 10 kW (14 PS) unterstützen und so den kurzen Moment bis zum Aufbau des vollen Ladedrucks des Turboladers überbrücken. Die Boostunterstützung wird auch genutzt, um während des Schaltvorgangs die Zieldrehzahl des Motors schnellstmöglich zu erreichen. Dadurch wird die Schaltzeit des Automatikgetriebes verkürzt. Beim Verzögern rekuperiert der Starter-Generator kinetische Energie und lädt die Batterie. Die Wasserpumpe wird elektrisch angetrieben und über ein Kennfeld angesteuert. So wird die Kühlleistung möglichst optimal an den Bedarf angepasst.

Segelfunktion
Weitere Vorteile sind der Segelbetrieb mit ausgeschaltetem Motor und die rekuperative Bremse mit intelligentem Motorstopp bei rollendem Fahrzeug: Beim Bremsen wird erst in Schubabschaltung rekuperiert. Bei Unterschreitung einer Mindestgeschwindigkeit wird der Triebstrang geöffnet und der Motor abgeschaltet. Damit ergibt sich der Vorteil einer größtmöglichen Kraftstoffeinsparung durch Rekuperation bei komfortablem Ansprechverhalten des Fahrzeugs. Das Start-Stopp-System arbeitet durch den riemengetriebenen Starter-Generator besonders komfortabel, weil der Motor nahezu geräuschlos, vibrationsarm und sehr schnell wieder anspringt.

Werte in Klammern: T-Modell; *vorläufige Angaben, **elektronisch abgeregelt

Bei der Aufladung mittels Abgasturbolader wird ein Twin-Scroll-System eingesetzt. Durch die Zweiflutigkeit (die Abgaskanäle von je zwei Zylindern sind voneinander getrennt und laufen erst direkt vor der Turbine zusammen) konnte das Drehmomentverhalten bei gleichzeitig niedrigem Abgasgegendruck weiter verbessert werden. Die Regelung des Ladedrucks erfolgt elektronisch, gegenüber einer rein pneumatischen Regelung ist es nun möglich, den optimalen Ladedruck schneller und genauer einstellen zu können.

CAMTRONIC und CONICSHAPE

Ebenfalls an Bord ist die variable Ventilsteuerung CAMTRONIC. Sie ermöglicht eine zweistufige Verstellung des Ventilhubs auf der Einlassseite. Damit lässt sich im Teillastbereich mit einem kleineren Ventilhub weniger Luft in den Brennraum leiten, womit höhere Ladungswechselverluste vermieden werden. In höheren Lastbereichen wird auf den großen Ventilhub umgeschaltet, um die volle Leistungsentfaltung des Aggregats zu erreichen. Zur Sicherstellung eines niedrigen Abgasemissionsniveaus tragen das bewährte BlueDIRECT Brennverfahren und ein weiter entwickelter Brennraum bei. Innermotorische Maßnahmen zur Reibungsminderung runden die Effizienzstrategie des neuen Vierzylinders ab. Dazu gehört das von Mercedes-Benz patentierte CONICSHAPE®Verfahren, intern Trompetenhonung genannt: Bei der Formhonung der Zylinderlaufbahnen weitet sich die Zylinderlaufbahn nach unten hin auf und reduziert die Reibung am Kolbenhemd für weniger Verschleiß und Verbrauch. Neben den Dieselmotoren werden jetzt auch alle Ottomotoren in Europa mit Partikelfilter ausgestattet.

Zur Markteinführung steht der C 200 mit permanentem Allradantrieb 4MATIC zur Verfügung und bietet so verbesserte Traktion und Fahrstabilität besonders bei schwierigen Straßenverhältnissen. Mit einer Allrad-Momentverteilung von vorn 45 % und hinten 55 % ist die 4MATIC fahraktiv ausgelegt.

 

C 220 d 

Der neue C 220 d teilt sich den Vierzylinder-Dieselmotor mit dem geplanten Plug-in-Dieselhybrid.  Erstmalig in einem Pkw-Dieselmotor wird dort das Stufenmulden-Brennverfahren angewendet – benannt nach der Form der Verbrennungstasche im Kolben. Zu den Innovationen zählen ebenso die Kombination von Alugehäuse und Stahlkolben sowie die weiter entwickelte NANOSLIDE® Laufbahnbeschichtung.

Trotz seines gegenüber dem Vorgänger auf knapp zwei Liter reduzierten Hubraums und rund 16 Prozent geringeren Gewichts leistet der neue Selbstzünder im C 220 d mit 143 kW (194 PS) genau 18 kW mehr als der Vorgängermotor und begnügt sich mit einem kombinierten NEFZ-Durchschnittsverbrauch von 4,4 (T-Modell: 4,6) Liter pro 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 117 (123) Gramm pro Kilometer. Verantwortlich dafür ist neben der weiter verbesserten Luftführung auf der Ansaug- und Abgasseite und dem Einsatz der Common-Rail-Einspritzung der vierten Generation mit Drücken bis zu 2.050 bar die Reduzierung der internen Reibleistung um rund 25 Prozent. Zudem ist der neue Motor kompakter als sein Vorgänger. Alle für die Emissionsminderung relevanten Komponenten sind direkt am Motor verbaut. Durch die motornahe Anordnung hat die Abgasnachbehandlung einen geringen Wärmeverlust und hervorragende Arbeitsbedingungen.

Mercedes-AMG: Mehr Performance für den C 43

Der V6-Biturbomotor des Mercedes-AMG C 43 zeichnet sich durch kraftvolle Leistung bei gleichzeitig niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten aus. Die beiden Turbolader sind motornah verbaut und sprechen besonders spontan an.

Für die neue C-Klasse haben die AMG-Entwicklungsingenieure die Leistung des 3,0-Liter-V6-Motors um 17 kW(23 PS) auf 287 kW (390 PS) gesteigert. Das maximale Drehmoment von 520 Newtonmetern steht von 2.500 bis 5.000/min zur Verfügung. Dieses Paket ermöglicht überzeugende Fahrleistungen: Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 km/h absolviert die neue C 43 4MATIC Limousine in 4,7 Sekunden, das T-Modell in 4,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Gekoppelt ist der Motor mit dem AMG SPEEDSHIFT TCT 9G Getriebe, das die Mercedes-AMG Entwickler für ein dynamisches Fahrerlebnis speziell abgestimmt haben. Durch die eigenständige Software-Applikation konnten sehr kurze Schaltzeiten realisiert werden.

[1] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

[2] Die angegebenen Werte sind die „gemessenen NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 2 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153, die im Einklang mit Anhang XII der Verordnung (EG) Nr. 692/2008 ermittelt wurden. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Aufgrund gesetzlicher Änderungen der maßgeblichen Prüfverfahren können in der für die Fahrzeugzulassung und ggf. Kfz-Steuermaßgeblichen Übereinstimmungsbescheinigung des Fahrzeugs höhere Werte eingetragen sein.

Quelle: Daimler AG