Die neue A-Klasse feierte am Freitag nun seine Weltpremiere in Amsterdam – bevor das Modell seine Messepremiere im Frühjahr 2018 am Genfer Automobilsalon 2018 feiern wird. Wir haben uns vor einen ersten Eindruck des Modells verschafft – inkl. erste Bilder.

Mit der neuesten Ausgabe der A-Klasse in der Baureihe 177 zeigt sich das Modell definitiv so jung und dynamisch, wie sonst noch nicht. Das Modell wirkt dabei so erwachsen und komfortabel, wie noch nie. Der Hersteller selbst möchte hier den modernen Luxus neu definieren – und zeigt dies auch mit einer Revolution von Innen.

Technologie-Monster aus Rastatt
Technologisch setzt sich die neue A-Klasse nicht nur mit MBUX – Mercedes-Benz User Experience an die Spitze: Sie bietet zugleich eine Reihe von Funktionen, die bislang der Luxusklasse vorbehalten waren. So kann sie in bestimmten Fahrsituationen erstmals teilautomatisiert fahren, auf Wunsch sind MULTIBEAM LED Scheinwerfer verfügbar. Die neue A-Klasse bekommt außerdem durchgängig neue effiziente Motoren als Diesel und Benziner. Und obwohl Mercedes-Benz die sportliche Optik beibehalten hat, ist der Nutzwert gestiegen. Die neue A-Klasse kann ab März bestellt werden, die Markteinführung beginnt im Frühjahr.

CLS-ähnliche Front
Das Exterieur der neuen A-Klasse zeigt mehr Sportlichkeit und Emotion, wenn auch die Optik schnell an die neueste Ausgabe des CLS Coupés der Baureihe 257 erinnert. Das Frontdesign wird progressive mit dessen tiefgezogener Motorhaube sowie mit flachen (optionalen) LED Scheinwerfern mit Chromelement und Tagfahrlichtfackel. Der Stern zeigt sich weiterhin markt mittig.

Entgegen den anderen Baureihen nutzt man bei der A-Klasse beim MULTIBEAM LED Licht jedoch lediglich 18 LEDs pro Scheinwerfer – statt 84 in der E- und S-Klasse. Inwieweit dies ein Nachteil ist, wird uns erst die Praxis zeigen – rein vom Datenblatt ist ein Zweifel durchaus berechtigt.

Noch ungewohnte Heckansicht
Die seitliche Linie des Fahrzeuges ist durch den vergrößerten Radstand leicht gestreckt, die Motorhaube fällt gegenüber der Vorgängerbaureihe stärker nach vorne ab und betont somit die steil stehende Front. Die größeren Radhäuser sind ab Werk mit maximale 19 Zoll Radsätzen ausstattbar. Das Heck wirkt deutlich breiter, wobei man hier erstmals zweiteilige Rücklichter einsetzt – was auch den Zugang zum Kofferraum durch eine breitere Ladebreite auch erheblich verbessert. Optisch muss die A-Klasse am Heck aber wohl noch wirken, – was auf die Front so für uns nicht direkt zutrifft.

Best in class: Cw-Wert ab 0,25
Technisch legt die A-Klasse beim Cw-Wert von (ab) 0,25 und einer Stirnfläche (A) von 2,19 m² erneut die Messlatte im Segment passend an – und ist hier  der aerodynamische Spitzenreiter. Erstmals setzt man an der Front auch ein optional erhältliches (nicht direkt sichtbares) AIRPANEL System ein, welches den Kühlleistungsbedarf mittels einstellbaren Lamellen regulieren kann.

Cockpit ohne Hutze und ohne analogen Instrumenten
Im Interieur verzichtet man erstmals auf eine Hutze über dem Cockpit, wobei sich der flügelförmige Grundkörper ohne jede formale Unterbrechung zwischen den beiden Vordertüren erstrecken kann. Das Widescreen Display – kleiner als in E- und S-Klasse gewohnt – steht dazu frei. Auffällig dabei sind vor allen die „Turbinenoptik“-Lüftungsdüsen im Interieur, die – zumindest vorne – beleuchtbar sind.

Das Display wird in Serie mit zwei 7-Zoll Displays ausgeliefert, optional ist hier auch ein 10,25 Zoll Display als Media-Display auf der rechten Seite erhältlich, oder in der High-End-Variante mit zwei 10,25 Zoll Displays mit Touchscreen-Bedienung des Media-Displays (für MBUX). Bei der Vorstellung fällt aber auch schnell auf, das durch die Touchbedienung schnell die Scheibe des Mediadisplays verdreckt.

370 Liter Kofferraumvolumen, Ladeöffnung 20 cm breiter
Mercedes stellt vor allen auch die bessere Nutzbarkeit des Fahrzeuges heraus, d.h.: Mehr Schulter-, Ellenbogen- und Kopffreiheit und ein einfacherer Einstieg in den Fond gehören ebenso zu den Pluspunkten, wie der größere und besser nutzbare Kofferraum (370 Liter, + 29 Liter zum Vorgänger).

Auch die Rundumsicht wurde deutlich verbessert, wobei man einer Verbesserung von 10 % bei der Säulenverdeckung zum Vorgänger spricht. Die Ladeöffnung fällt dank zweigeteilter Heckleuchten 20 cm breiter aus als bisher, zugleich ist der Boden des Kofferraums 11,5 cm länger. Die Fondlehne lässt sich in Kombination mit dem Laderaum-Paket steiler stellen.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe