Die überarbeitete G-Klasse soll auch zukünftig in allen Einsatzbedingungen überzeugen – u.a. durch das neue Fahrwerk, drei 100-prozentige Differenzialsperren sowie moderen Assistenzsystemen geht die älteste Baureihe von Mercedes-Benz in die Zukunft. Wir haben uns das Modell am Vorabend zur Detroit Autoshow NAIAS 2018 bereits anschauen können.

G Klasse: Verkaufsfreigabe noch im Januar 2018
Das die neue G-Klasse ein „G“ bleibt, wurde uns vorab schon im Pressetext zur „Modellpflege“ der Baureihe versprochen – aber auch das versprach man uns erneut am Vorabend in Detroit vor Ort. Kurzum „der neue G bleibt ein G – aber besser“ – so heißt es auch vom Entwicklungsvorstand Ola Källenius.

Speziell für die G-Klasse präsentierte man das Fahrzeug vorab an einer neuen Location – ungewohnt außerhalb der sonst genutzten Eventflächen im Veranstaltungshotel – im Michigan Theater. Die offizielle Weltpremiere erfolgt hingegen am ersten Messetag.

Ab Juni 2018 steht der G 500 – zum Einstiegspreis von 107.040,50 Euro (inkl. MwSt, Preis in Deutschland) – dann auch beim Händler. Die Verkaufsfreigabe erwarten wir im Januar.

53 Millimeter mehr Länge, 121 Millimeter breiter
Auch in der Zukunft entwickelt man zwar die G-Klasse technisch weiter, aber optisch blieb das Modell der Offroad-Ikone größtenteils gleich. Nun wagt man bei Mercedes erstmals einen größeren Schritt – technisch wie formal.

Insgesamt 53 Millimeter geht das Fahrzeug zusätzlich in die Länge – und ist mit seinen 121 Millimeter nun auch noch breiter, was sich vor allen im Innenraum mehr als positiv auswirkt. Dazu gibt es straffere Flächen mit schmaleren Fugen, zudem sind die Radläufe und der Stoßfänger nun stärker in die Karosserie integriert. Parallel speckt das Fahrzeug durch den Einsatz von leichteren Rohstoffen um rund 170 Kilogramm ab.

Im Innenraum steigt der vordere Beinraum übrigens um 38 mm, hinten um 150 mm. Der Schulterraum vorne liegt nun bei zusätzlichen 38 mm, bzw. hinten 27 mm. Die Ellenbogenbreite vorne steigt um 68 mm, hinten um 56 mm.

Offroad: Serienmäßiger Leiterrahmen bleibt erhalten
Die G-Klasse soll im Gelände nun noch leistungsfähig – und parallel auf der Straße deutlich agiler, dynamischer und vor allen komfortabler als der Vorgänger zu bewegen sein. Dabei bleibt das Wichtigste ebenso erhalten, wie u.a. der Leiterrahmen, die Geländeuntersetzung LOW RANGE sowie die drei 100-prozentigen Differenzialsperren. Die Vorderachse verfügt nun über eine Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenker, die Hinterachse ist starr und wird mit vier Längslenkern auf jeder Seite und einem Panhardstab geführt.

Doppelquerlenker-Vorderachse
Die Komponenten der Doppelquerlenker-Vorderachse sind ohne Fahrschemel direkt am Leiterrahmen befestigt. Die Anbindungspunkte am Rahmen des unteren Querlenkers in Z-Richtung sind so weit wie möglich oben positioniert. Extra für die G-Klasse ist die neue Vorderachskonstruktion so robust ausgelegt, dass die Offroad-Performance und -Fähigkeiten des Vorgängers beibehalten und sogar teilweise übertroffen werden. Eine Domstrebe, Federbeinbrücke genannt, verbindet jetzt die vorderen Federbeindome, was die Torsionssteifigkeit des Leiterrahmens erhöht. Derart gerüstet bietet das Fahrzeug nun 270 Millimeter Bodenfreiheit zum Vorderachsgetriebe (241 Millimeter zum Hinterachsgetriebe), die Wattiefe steigt um zehn Zentimeter auf 70 cm. Die überarbeitete G-Klasse ist dabei bei Schräglagen zusätzliche sieben Grad – d.h. 35 Grad – weiterhin fahrstabil, der Böschungswinkel hinten liegt nun bei 30, vorne bei 31 Grad. Der Rampenwinkel gewinnt ebenso ein Grad und wird nun mit 26 Grad angegeben. Der Ein/Ausfederweg liegt an der Hinterachse bei 82 / 142 Millimeter.

Interieur optional mit WIDESCREEN
Während man im Exterieur das Fahrzeug sofort als G-Klasse erkennt, zeigt sich das Interieur komplett neu gestaltet. Beim Blick in den Innenraum findet man einige Design-Elemente des Exterieurs wieder, etwa die Form der Rundscheinwerfer in den seitlichen Belüftungsdüsen oder die Gestaltung der ikonischen Blinker in der Form der Lautsprechern. Typische Elemente, wie der Haltegriff vor dem Beifahrer oder die in Chrom gehaltenen Schalter für die drei Differenzialsperren bleiben als prägende Elemente erhalten. Anders dabei bei der völlig neu designten Instrumententafel. Zwar erhält man in der Serie zeitlose analogen Tuben als Rundinstrumente, optisch ist aber auch das WIDESCREEN Cockpit – bekannt aus der E- und S-Klasse – erhältlich. Zusammen mit dem Zentraldisplay über der Mittelkonsole – verbunden unter einem gemeinsamen Deckglas – kann der Fahrer drei verschiedene Anzeigestile wählen (Klassisch, Sportlich, Progressiv).

G-Klasse mit modernen Fahrassistenzsystemen
Die G-Klasse ist serienmäßig mit dem aktiven Spurhalte-Assistent und dem Verkehrszeichen-Assistent sowie dem PRE-SAFE System ausgestattet. Optional kann das Fahrassistenz-Paket bestehend aus Totwinkel-Assistent und Abstands-Assistent DISTRONIC bestellt werden. Ebenso zur Verfügung stehen als Sonderausstattung das Park-Paket mit 360-Grad-Kamera wie die Multibeam LED Scheinwerfer.

Bilder: MBpassion.de