Die Autokonzerne Audi, BMW sowie Daimler haben für den gemeinsam übernommenen Kartendienst HERE 3 neue Investoren aus China gewinnen können. Der Internetkonzern Tencent, der Kartendienstleister NavInfo und Singapurs Staatsfonds GIC übernehmen zusammen 10 % an dem Joint Venture, wie Here heute mitgeteilt hatte. Über die Höhe der Investition gibt es hingegen aktuell keine Angaben, die deutschen Autobauer reduzieren ihre Beteiligung entsprechend.

50-50 Joint Venture für China geplant
Zusammen mit den chinesischen Unternehmen NavInfo will HERE parallel ein 50-50-Joint-Venture für Kartendienstleistungen in China gründen, welches vor allen hochauflösende Karten anbieten wird, welches für die Navigation von autonom fahrenden Fahrzeugen notwendig ist.

Navinfo hat bereits seit zehn Jahren mit Here zusammengearbeitet. Das chinesische Internetunternehmen Tencent betreibt hingegen unter anderem die Dienste QQ sowie Wechat Die 3 Autokonzerne Audi, BMW und Daimler hatten den Kartendienst Here 2015 für rund 2.6 Milliarden Euro von Nokia übernommen, um die Schlüsseltechnologie für Assistenzsysteme, autonomes Fahren und Navigation nicht an andere Internetfirmen geht. Bereits beim Kauf hieß es, das man eine offene Plattform bieten möchte.

Zentrale Rolle für Entwicklung
HERE spielt schon heute eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des hochautomatisierten Fahrens: kein Fahrzeughersteller kann dieses Zukunftsfeld der Mobilität ohne hochgenaue und stets aktuelle Karten erfolgreich erschließen. Gerade bei der Erstellung dieser Karten ist HERE führend. Vier von fünf Neuwagen mit integriertem Navigationssystem, die in Europa und Nordamerika verkauft werden, haben das erstklassige Kartenmaterial von HERE an Bord. In Zukunft können die Fahrzeuge dank dieser Karten beispielsweise um die Ecke schauen und dadurch Gefahrenstellen auf den Straßen frühzeitig erkennen, um das eigene Fahrverhalten entsprechend anzupassen und den Fahrer auf die Situation vorzubereiten.

Bild: HERE / Daimler AG