Erstmals setzt Mercedes-AMG ein neues, aktives Aerodynamik-Profil im AMG GT R ein, das sich fast unsichtbar im Unterboden vor dem Motor verbirgt. Dieses nur 2 Kilogramm leichte Carbon-Element fährt bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h – im RACE-Modus – automatisch circa 40 Millmeter nach unten aus und verändert so den Luftstrom deutlich.

Der neue Mercedes-AMG GT R: Entwickelt in der „Grünen Hölle“

Durch den so entstehenden “Venturi-Effekt”, der so erzeugt wird, saugt sich der Wagen zusätzlich an die Fahrbahn an und der Auftrieb an der Vorderachse bei 250 km/h wird um rund 40 Kilogramm reduziert. Dies spürt der Fahrer an der Lenkung deutlich: der AMG GT R lässt sich noch präziser bei hohen Geschwindigkeiten in Kurvne dirigieren und fährt noch spurstabiler. Besonders beim schnellen Einlenken und hoher Querbeschleunigung reagiert der Wagen nun deutlich agiler und zeigt ein klares Feedback am Lenkrad – wobei der GT R stets leicht beherrschbar bleibt.

Der neue Mercedes-AMG GT R: Entwickelt in der „Grünen Hölle“

Der neue Mercedes-AMG GT R: Entwickelt in der „Grünen Hölle“

Darüber hinaus wird der Luftwiderstandsbeiwert verbessert. Das Abtriebsniveau an der Hinterachse bleibt dadurch unverändert hoch. Diese Innovation wurde zunächst in der Simulation entwickelt und anschließend in vielen Windkanalstunden optimiert. Bei ausgiebigen Versuchsfahrten – unter anderem auf der Nordschleife des Nürburgrings – wurden die Ergebnisse bestätigt. Das neuartige Aerodynamik-Profil ist am Unterboden kaum zu sehen und fügt sich somit harmonisch in die Gesamtsilhouette ein.

Weltpremiere AMG GT R - Mercedes-Benz World Brooklans

Fährt das elektrisch angetriebene Profil aus, öffnet sich gleichzeitig die Abluftöffnung des Motorkühlers im Bug und leitet die Luftströmung gezielt in Richtung des doppelten Heckdiffusors. Dieser wird dadurch ebenfalls optimal angeströmt. Das erhöht die Fahrstabilität der Hinterachse und reduziert das Temperaturniveau der Hotspots im Heckbereich. Gleichzeitig sorgt das Aerodynamik-Paket für eine optimierte Bremsenkühlung, indem es mehr kalte Luft gezielt zu den Radschüsseln leitet. Zum Schutz gegen Beschädigungen ist das Bauteil federnd aufgehängt und kann daher bei Bodenwellen problemlos nach oben ausreichen.

Aktives Luftregelsystem im AMG GT R
Eine weiteres technisches Highlight verbessert ebenfalls die Aerodynamik des AMG GT R: das aktive Luftregelsystem. Dabei handelt es sich um senkrechte Lamellen, die sich im unteren Bereich direkt hinter der Frontschürze verbergen. Diese Lamellen werden elektronisch gesteuert und lassen sich per Elektromotor in circa einer Sekunde öffnen und schließen, um den Luftstrom und damit die Aeroperformance zu verbessern.

Weltpremiere AMG GT R - Mercedes-Benz World Brooklans

Normalerweise sind die Lamellen geschlossen – auch bei Höchstgeschwindigkeit, beim Bremsen und in schnellen Kurven. Diese Stellung reduziert den Luftwiderstand und ermöglicht es, die Luft gezielt in Richtung Unterboden zu lenken, um den vorderen Auftrieb noch weiter zu reduzieren. Erst wenn bestimmte Temperaturen an vordefinierten Komponenten erreicht sind und der Kühlluftbedarf besonders hoch ist, öffnen die Lamellen und lassen maximale Kühlluft zu den Wärmetauschern strömen. Das erfordert eine hochintelligente und schnelle Regelung. Das aerodynamische Gesamtkonzept des AMG GT R stellt die optimale Balance aus Auf- und Abtrieb in allen Betriebszuständen sicher und reduziert darüber hinaus den Luftwiderstand gegenüber dem AMG GT.

Bilder/Video: Daimler AG / MBpassion.de


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