Bevor wir uns in wenigen Tagen selbst von der neuen Mercedes-Benz E-Klasse im Fahrtest überzeugen können, hat uns heute ein erstes Video zum PARK PILOT der Baureihe 213 erreicht. In der kurzen Filmsequenz wird eine normale Alltagssituation aufgezeigt, wobei das Fahrzeug selbständig in die Parklücke findet – und diese auch wieder verlässt.

Neu ist dabei nicht, das automatisch gelenkt wird – das war soweit bekannt – sondern das hier nicht nur automatisch gebremst wird sowie selbständig das Automatikgetriebe (soweit vorhanden) betätigt wird. Das System von Mercedes-Benz pilotiert das Fahrzeug komplett automatisch in Parklücken und bremst bei erkannten Hindernissen selbständig.

Der PARK PILOT besteht aus aktivem Park-Assistenten PARKTRONIC sowie Rückfahrkamera und ermöglicht ein komfortables Ein- und Ausparken in Längs- und Querparklücken, wobei auch ein Einparken in kleine Parklücken und in mehreren Zügen möglich ist. Das System bedient sich insgesamt 12 Ultraschall-Sensoren (jeweils 4 vorne und 2 seitlich in Front- und Heckstoßfänger – die in den vorderen Stoßfänger angebrachten Sensoren haben dabei eine höhere Reichweite), Parklücken werden bis zu einer Geschwindigkeit von unter 35 km/h auf Fahrer- sowie auf Beifahrerseite erkannt.

Rear Cross Traffic Alert und Drive Away Assist
Mittels Rear Cross Traffic Alert kann das System bei erkanntem Querverkehr während des Rückwärtsausparkens optisch und akustisch gewarnt werden, parallel eine Notbremsung eingeleitet werden (nur i.V.m. Totwinkel-Assistent, aktivem Totwinkel-Assistent und aktivem Spurhalte-Assistent). Der Drive Away Assist warnt den Fahrer, falls bei Anfahren durch eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal oder durch eine falsche Stellung des Schalthebels es zu einer Kollision mit erkannten Objekten kommen könnte. Die Informationen des Park-Piloten, der Rückfahrkamera und des Aktiven Park-Assistenten PARKTRONIC werden attraktiv auf dem Display des Multimediasystems dargestellt.

Der Einparkvorgang wird in maximal 12 Zügen beendet. Auch das Einparken in leicht gekrümmten Kurven wird vom Park-Piloten nun unterstützt. Der Ausparkvorgang ist spätestens dann beendet, wenn sich das Fahrzeug im Winkel von 100 Grad zur Startposition befindet. Grundsätzlich gilt beim System jedoch: Der Fahrer hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, in den Vorgang einzugreifen und das Einparkmanöver manuell zu korrigieren und abzuschließen.

Video: Daimler AG