Daimler Trucks hat im Jahr 2015 ein neues Rekordergebnis erreicht: Das EBIT aus dem laufenden Geschäft legte im vergangenen Jahr um 32 Prozent zu – auf 2,7 Milliarden Euro (i.V. 2,1 Milliarden Euro). Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 7,3 Prozent (i.V. 6,4 Prozent). Der Absatz stieg auf 502.478 Einheiten (i.V. 495.668) und überschritt damit die seit langem angestrebte Zielmarke von einer halben Million Lkw. Damit ist es Daimler Trucks gelungen, zwischen 2013 und 2015 den Absatz um rund vier Prozent zu steigern – während der Weltmarkt ohne China im selben Zeitraum um rund vier Prozent zurückgegangen ist. Gerade wichtige Märkte entwickelten sich 2015 deutlich schlechter als gedacht: In Indonesien brach die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent ein, in Brasilien sogar um 49 Prozent.

„Trotz eines herausfordernden Umfelds war 2015 für uns eines der besten Jahre in der Geschichte von Daimler Trucks. Das verdanken wir unseren hervorragenden Produkten und Services, einer starken Verkaufsleistung und kontinuierlichen Effizienzmaßnahmen. 2016 setzt unsere Mannschaft diesen Kurs ganz konsequent weiter fort – und das wird uns auch in diesem Jahr erfolgreich machen“, sagte Dr. Wolfgang Bernhard, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, beim traditionellen Jahrespressegespräch der Sparte.

Dr. Wolfgang Bernhard, member of the board of management of Daimler AG and responsible for trucks and buses, in front of the Freightliner Inspiration Truck. Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler-Vorstand für Lkw und Busse, vor dem Freightliner Inspiration Truck

Auch 2016 hohes Niveau bei Absatz und Gewinn angepeilt – trotz schwierigem Umfeld
Daimler Trucks hat sich vorgenommen, den Absatz und das EBIT aus dem laufenden Geschäft 2016 auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabil zu halten. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, denn das Marktumfeld bleibt schwierig – und wird vermutlich sogar noch schwieriger als 2015. Der Lkw-Hersteller geht davon aus, dass die Nachfrage nach mittleren und schweren Lkw in den relevanten Märkten in Summe leicht zurückgehen wird.

Regional werden sich die Truck-Märkte voraussichtlich sehr unterschiedlich entwickeln. Innerhalb der Triade dürfte nur in Europa 2016 die Nachfrage leicht zunehmen. In Japan ist ein Niveau auf Höhe des Vorjahrs zu erwarten. Im NAFTA-Raum dürfte das Segment der mittleren und schweren Lkw (Klassen 6 bis 8) im laufenden Jahr um etwa zehn Prozent schrumpfen. Bei den Schwellenländern wird Indonesien aller Voraussicht nach auf dem niedrigen Niveau von 2015 verharren. Bei Brasilien sind die Aussichten noch schlechter: Da dürfte der im Vorjahr schon stark eingebrochene Markt weiter nachgeben – vermutlich um etwa zehn Prozent

Wolfgang Bernhard: „Unsere Strategie greift“
„In diesem anspruchsvollen Umfeld wollen wir unser Geschäft auf hohem Niveau stabilisieren, indem wir unsere führende Position weiter ausbauen und Marktanteile hinzugewinnen“, sagte Dr. Bernhard. „Mit unserem klaren Fokus auf dem Ausbau unserer Technologieführerschaft, unserer globalen Marktpräsenz und unserer intelligenten Plattformen sind wir sehr zuversichtlich, dass uns das auch gelingt – denn wir haben die richtige Strategie und unsere Strategie greift.“

Technologische Führerschaft mit Offensive bei Konnektivität
Seine Technologieführerschaft hat der erfolgreichste Lkw-Hersteller der Welt 2015 beim Thema autonomes Fahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Im Mai im US-Bundesstaat Nevada mit der Weltpremiere des Freightliner Inspiration Truck, des ersten autonom fahrenden Lkw mit Straßenzulassung. Und im Oktober in Deutschland auf der A8 bei Stuttgart mit der Jungfernfahrt des Mercedes-Benz Actros mit Highway Pilot, des ersten autonom fahrenden Serien-Lkw.

Der Anschluss des Lkw an die Cloud eröffnet völlig neue Möglichkeiten für alle, die am Lkw-Transport beteiligt sind: Hersteller, Kunden, Finanzpartner, Fahrer, Werkstätten und Behörden. Mit Echtzeit-Daten kann der vernetzte Truck künftig die Leistungsfähigkeit des gesamten Logistik-Netzwerks steigern. Mit Angeboten wie FleetBoard und Detroit Connect verfügt Daimler Trucks bereits über eine führende Position in puncto Konnektivität. Mit neuen Produkten und Dienstleistungen wird Daimler Trucks diese Position 2016 untermauern und ausbauen.

„Vor 120 Jahren haben wir den Lkw erfunden – und auch künftig bleiben wir die Pioniere unserer Industrie. Entscheidend dabei ist die Vernetzung unserer Produkte mit dem Internet of Things. Mit Fleetboard und Detroit Connect sind wir bei intelligenter Lkw-Telematik schon heute Marktführer. Diese Position wollen wir ausbauen. Wir werden die Konnektivität genauso konsequent für uns besetzen wie das autonome Fahren“, sagte Dr. Bernhard.

Wachstumsoffensive in vielversprechenden Schwellenländern
Die globale Marktpräsenz baut Daimler Trucks konsequent weiter aus. Aktuelles Beispiel: Sechs neue Regionalzentren, um in Schwellenländern mit vielversprechendem Wachstumspotenzial in Lateinamerika, Afrika, Asien und im Nahen/Mittleren Osten direkt vor Ort bei den Kunden den Vertrieb und den Service zu stärken. Vor einem Jahr hat Daimler Trucks die sechs neuen Zentren angekündigt – drei davon sind inzwischen bereits in Betrieb.

Das Regional Center für Nutzfahrzeuge in Dubai ist seit Oktober 2015 für Vertrieb und Aftersales in 19 Märkten in Nordafrika sowie dem Nahen Osten zuständig. Im Februar 2016 wurde das neue Regionalzentrum für Ost-, Zentral- und Westafrika in Nairobi, Kenia, eröffnet. Es betreut von dort 41 Länder mit insgesamt 770 Millionen Einwohnern. Das langfristig hohe Wachstumspotenzial dieser Region zeigt sich unter anderem an der Altersstruktur: Zwei Drittel der Bevölkerung sind 25 Jahre oder jünger – nirgendwo sonst auf der Welt ist dieser Anteil höher.

Ebenfalls im Februar ging auch das Regionalzentrum für Nutzfahrzeuge in Pretoria, Südafrika, an den Start. Von Pretoria aus werden künftig Vertrieb und Service für neun Märkte im südlichen Afrika gesteuert. Experten sagen für die Region gegen Ende des Jahrzehnts ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als 4,5 Prozent voraus. Nach wie vor sind in der Region wichtige Bodenschätze wie Kupfer, Öl und Gas vorhanden.

Mit der Wachstumsoffensive in diesen vielversprechenden Schwellenländern nutzt Daimler Trucks künftig auch die Vorteile aus seinem Mehrmarkenauftritt konsequent im zunehmenden Wettbewerb in diesen Regionen. Die Eröffnung des vierten Regional Centers ist für Anfang März vorgesehen. Aus Singapur heraus verantwortet das Team künftig Vertrieb und Service in 18 Märkten in Südostasien. Weitere Zentren folgen im laufenden Jahr in Lateinamerika und im südlichen Asien.

Nutzung intelligenter Plattformen zahlt sich weiter aus
Die intelligenten Plattformen treibt Daimler Trucks ganz konsequent immer weiter voran. Das automatisierte Getriebe DT12, das den US-Markt revolutioniert hat und sich dort einer sehr hohen Nachfrage erfreut, wird seit November 2015 lokal in Detroit produziert. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 40 Prozent aller Freightliner-Cascadia-Trucks im NAFTA-Raum mit dem automatisierten DT12-Getriebe verkauft.

Zudem bietet Daimler Trucks ab diesem Jahr auch seine mittelschweren Motoren in Nordamerika an. Ab 2018 werden sie in einem nächsten Schritt dann ebenfalls in Detroit gefertigt. Die neuen Motoren mit der Bezeichnung DD5 und DD8 sind ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Strategie von Daimler Trucks, Aggregate für den weltweiten Einsatz zu entwickeln und lokal anzupassen. Mitte des Jahres will Daimler Trucks weitere Projekte im Rahmen der globalen Plattformstrategie vorstellen.

Quelle: Daimler AG


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