Es war eine Weltsensation dank der digitalen Revolution im Jahre 1978: das Anti-Blockier-System – kurz ABS – war erstmals als Sonderausstattung in der S-Klasse in der Baureihe 116 erhältlich. – als erster Automobilhersteller der Welt zum Aufpreis von 2.217,60 DM.

Bereits im Jahre 1980 folgte ein optionales ABS-System in den anderen Pkw-Baureihen von Mercedes-Benz, seit 1992 gehört das System aber auch zur Serienausstattung aller Mercedes-Benz Personenwagen. Das revolutionierende System verhindert seitdem das Blockieren der Räder und erhält dadurch die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs auch bei einer Vollbremsung – ein wichtiger Schritt für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Acht Jahre vor Einführung des Systems bei Mercedes-Benz – im Jahre 1970 – hatte ABS, welches gemeinsam mit TELDIX aus Heidelberg entwickelt worden ist, seine Weltpremiere. Bereits im Jahre 1941 erprobten Versuchsfahrer einen ersten Blockierregler, über den das „Automobiltechnische Handbuch“ aber lapidar berichtet, dass „nur bescheidene Erfolge erzielt wurden“. Ein Anti-Blockier-System gehörte schon seit Jahrzehnten zu den Wunschvorstellungen der Automobil-Konstrukteure, kann es doch die Fahrsicherheit drastisch erhöhen, indem die Lenkfähigkeit bei Vollbremsungen erhalten bleibt.

Der Kollege Jens Stratmann vom Drive-Blog hat sich nun mit Entwickler Frank-Werner Mohn unterhalten, der bei Mercedes-Benz in der Entwicklung tätig ist und als einer der Väter des ESP-Systems gilt. Im 7. Teil seiner Video-Reihe “Sicherheit im Automobil-Bau” geht es mit Frank Werner Mohn um das Anti-Blockier-System von Mercedes-Benz und dessen Entwicklung.


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Bilder: Daimler AG / Video/Titelbild: Jens Stratmann


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