Mercedes-Benz stellt auf der Tokyo Motor Show eine neue Studie vor: die Vision Tokyo, die 2015 die Reihe der visionären Design-Showcars der innovativen Fünfsitzer fortsetzt. Blickt man in die Timeline, erinnert man mich noch an die Vision Ener-G-Force (Los Angeles, November 2012), AMG Vision Gran Turismo (Sunnyvale 2013), oder den G-Code (Peking, November 2014).

Hommage an die urbane Generation Z
Nach dem Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion als autonom fahrender Luxuslimousine zeigt Mercedes-Benz jetzt mit dem Vision Tokyo, wie das Auto der Zukunft zu einem hippen Lebensraum wird – zu einer Chill-Out-Zone im quirligen Straßenverkehr von Megacities. Der Vision Tokyo ist eine neue Hommage an die urbane Generation Z, die nach 1995 geboren und mit den neuen Medien groß geworden ist. Für diese globale Generation hat das Fahrzeug einen neuen Stellenwert: Es ist nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr ein digitaler, automobiler Begleiter. Und der Vision Tokyo geht noch einen Schritt weiter: Dank innovativer Algorithmen entwickelt er sich ständig weiter, bei jeder Fahrt lernt er dank Deep Machine Learning und einer intelligenten Predictive Engine seine Insassen und deren Wünsche und Vorlieben besser kennen. Damit ist der Vision Tokyo ein perfekter Gefährte für die Generation Z.

Monochrome Lackierung in Alubeam
Mit seinem großen Fahrzeugvolumen ist der Vision Tokyo ein neues Konzept für Mercedes-Benz Cars. Betont werden diese Proportionen durch die monochrome Lackierung in Alubeam und die im Siebdruck-Verfahren in Wagenfarbe bedruckten Seitenscheiben. Diese sorgen für eine private Atmosphäre, lassen gleichzeitig aber genügend Licht in den Innenraum und gewähren so den freien Blick nach draußen. Beleuchtete blaue Flächen und Linien – unter anderem den 26 Zoll großen Felgen und den Seitenschwellern – setzen überraschende farbige Akzente und signalisieren den emissionsfreien Elektroantrieb der Studie. Einen Hinweis auf den möglichen autonomen Betrieb und die dazu nötige umfangreiche Umfeldsensorik, unter anderem mit einer 360-Grad-Kamera, gibt die Finne auf dem Fahrzeugdach.

Durchgehende Glasfläche
Statt einer klassischen Frontscheibe besitzt der Vision Tokyo eine durchgehende Glasfläche – ähnlich der Cockpitverglasung eines Powerboats. Wie beim AMG Vision Gran Turismo sind die Frontscheinwerfer weit nach außen gerückt und schräg gestellt. Auf dem Feld an der Front des Fahrzeugs können unterschiedliche Leuchtfunktionen dargestellt werden. Läuft Musik im Fahrzeug, visualisiert das Display beispielsweise wie ein Sound-Analyser das Klangbild. Die Heckscheibe ist mit roten LED-Kuben ringförmig umrandet, was für eine optische Tiefe sorgt. Auch hier lässt sich das LED-Feld – zur Anzeige des Blinkers oder der Analyser-Funktion – nutzen.

4.803 Meter lang, 2.1 Meter breit und 1.6 Meter hoch
Die Abmessungen des Vision Tokyo (Länge/Breite/Höhe: 4.803/2.100/1.600 mm) entsprechen denen eines Mittelklasse-Fahrzeugs. Die bis zu fünf Passagiere gelangen über die nach oben schwingende Türe auf der linken Seite in den Innenraum – ideal für den Linksverkehr in Japans Megacity. Die klassische Sitzordnung in Reihen ist somit aufgehoben, auch ein „vorne“ und „hinten“ gibt es nicht mehr: Platz genommen wird stattdessen auf einer großen oval geformten Couch. In dieser einzigartigen Lounge-Landschaft können alle Passagiere die Vorteile des autonomen Fahrens genießen. Denn auch wenn die „Generation Z“ häufig die sozialen Medien nutzt, bevorzugt sie, so möglich, den persönlichen Kontakt. Und für diese Face-to-Face-Kommunikation wurde die Sitzanordnung optimiert. Als moderne Club-Lounge bringt der Vision Tokyo Menschen zusammen. Im autonomen Fahrmodus können sie entspannen und chatten, ohne sich um die Fahrt durch den dichten Verkehr kümmern zu müssen.

Wrap-around-Design
Hinter den Passagieren befinden sich große LED-Bildschirme im Wrap-around-Design. Die perforierten Sitze sind hinterleuchtet, was ein High-Tech-Ambiente erzeugt, ein gewollter Kontrast zur weichen Oberfläche des hellen Leders. Apps, Landkarten und Anzeigen des Entertainment-Systems werden mit einem Projektor als dreidimensionale Hologramme im Raum dargestellt. Soll der Vision Tokyo nicht autonom fahren, sondern von Hand gesteuert werden, lässt sich in Fahrtrichtung vorne mittig ein Sitz aus der Couch herauslösen, ähnlich dem „Jump Seat“ in Flugzeug-Cockpits. Auch das Lenkrad wird aus der Standby-Position in Fahrlage gebracht.


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Basismotorisierung des F 015 Luxury in Motion als F-CELL PLUG-IN Hybrid möglich
Zudem wurde die Karosserie des Vision Tokyo so konzipiert, dass ein Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aufprallgeschützt integriert werden kann. Dieser basiert auf dem wegweisenden F-CELL PLUG-IN HYBRID des F 015 Luxury in Motion und kombiniert die Stromerzeugung an Bord mit einer besonders leistungsfähigen und kompakten Hochvoltbatterie, die berührungslos per Induktion aufgeladen werden kann. Zur Wasserstoffspeicherung sieht das Konzept Drucktanks aus CFK vor. Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt 980 Kilometer, davon können rund 190 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und ca. 790 Kilometer mit dem on-board generierten Strom aus der Brennstoffzelle.

Visionäre Design-Showcars
Der Vision Tokyo setzt die Reihe der visionären Design-Showcars wie Vision Ener-G-Force (Los Angeles, November 2012), AMG Vision Gran Turismo (Sunnyvale, 2013) und G-Code (Peking, November 2014) fort. Dank des weltweit aufgestellten Mercedes-Benz Designs greifen diese Studien lokale Design-, Kultur- und Mobilitätstrends auf und stellen sie in den Fokus der Mobilitätskonzepte. Zugleich blicken diese Showcars weit über die nächsten Fahrzeuggenerationen hinaus.

Bilder: Daimler AG


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