Mercedes-Benz präsentierte heute in Metzingen den neuen GLC, den Nachfolger des GLK der Baureihe 204. Wir haben die ersten wichtigen Details des Modells zusammengestellt, Details zum Preis der ersten verfügbaren Motorisierungen werden wir morgen veröffentlichen.

Der GLC kommt nicht nur mit einen um 118 Millimeter verlängertem Radstand, das Längenwachstum zeigt sich auch im Exterieur selbst. Die Länge des Fahrzeuges ist nun, im Vergleich zum GLK, um 120 mm auf 4.656 mm gewachsen, die Breite um 50 mm auf 1.890 mm, die Höhe lediglich um 9 mm auf 1.639 mm. Aber auch im Interieur zeigt sich die Verlängerung sowohl für die Front-, wie auch für die Fondpassagiere. Die Ellenbogenbreite ist nun um 57 mm auf 1.449 mm gestiegen, hinten um 34 mm auf 1.474mm. Der Schulterraum vorne wurde um 54 mm auf 1.455 mm erweitert, hinten um 28 mm auf 1.436 mm.

Der Laderaum steigt um 80 bis 110 Liter auf 580 Liter, der maximale Laderaum liegt bei 1.600 Liter (+50 Liter), die größte Laderaumlänge liegt bei 1.320 mm, die maximale Breite stieg um 150 mm auf 1.100 mm. Die Fußeinstiegsfreiheit ist übrigens um 34 Milleter gestiegen, die Rückbank ist nun im Verhältniss 40/20/40 teilbar (nun mit Cargostellung), die Ladekantenabsenkung bei Ausstattung mit AIR BODY CONTROL um 40 Millimeter sind ebenso bequemer, wie HANDS FREE ACCESS für die Heckklappe.

Im Interieur hält sich der GLC größtenteils an die C-Klasse Baureihe, dessen Typkennzeichnung er auch im Namen selbst trägt. Im Vergleich zum GLK zeigen sich höherwertige Materialien, sowie offenporige Holzzierteile. Optional ist u.a. ein Panorama-Glasdach verfügbar. Das Touchpad ist bereits seit bekannt, wie auch das Navigationssystem mittels COMAND Online.

Als Startmotorisierung wird der GLC 220 d 4MATIC, GLC 250 d 4MATIC sowie GLC 250 4MATIC mit 170, 204 und 211 PS (400, 500 bzw. 350 Nm Drehmoment) angeboten, dessen Verbrauch beim Diesel um 19 % gesenkt werden konnte, beim Benziner um 12 Prozent. Die Sprintwerte des Fahrzeuge liegen bei 8.3 Sekunden beim 220 d 4MATIC, 7.6 Sekunden beim GLC 250 d 4MATIC, bzw. 7.3 Sekunden beim GLC 250 4MATIC. Die größeren Motorisierungen erreichen als VMax 222 km/h, der kleine Diesel beendet seinen Vortrieb bei 210 km/h. Der cw-Wert beim GLC liegt bei 0,31, der Gesamtluftwiderstand bei 0,794 (dabei wurde der GLC gegenüber GLK um 50 km “erleichtert”!).

Beim Verbrauch liegt der GLC 220 d 4MATIC bei 5.0-5.5 Liter, der GLC 250 d 4MATIC bei 5.0-5.5 Liter, sowie der GLC 250 4MATIC bei 6.5-7.1 Liter. Der CO2-Ausstoß in Gramm pro Kilometer liegt bei 129-143g bei beiden Diesel-Motorisierungen, der GLC 250 4MATIC liegt bei 142-166 g. In der Serie rollt der GLC übrigens mit 9G TRONIC, das volltragende AIR BODY CONTROL Fahrwerk ist optional, in der Serie ist das AGILITY CONTROL Fahrwerk mit variablem Dämpfersystem verbaut.

Der neue GLC bietet serienmäßig die Fahrdynamikregelung DYNAMIC SELECT mit fünf Fahrprogrammen. Neben den von anderen Modellen etablierten Einstellungen ECO, COMFORT, SPORT, SPORT+ und INDIVIDUAL kann das neue Multitalent mit dem Offroad-Technik-Paket ausgestattet werden. Dieses beinhaltet bis zu fünf Programme. Völlig neu sind hier neben “Glätte” vier geländespezifische Fahrprogramme.

Wer den GLC 350 e 4MATIC sucht: dieser steht nicht, wie die anderen Modelle, im September beim Händler – sondern erst im Dezember 2015 (dann mit 60g CO2/km, 235 km/h VMax sowie 211+116 PS, die elektrisch fahrbare Reichweite wird aktuell mit 34 km angegeben, 5.9 Sekunden auf 100 km/h!).

Das Fahrprogramm “Offroad” ist prädestiniert für leichtes Gelände wie Geröllpfade oder Sandpisten. “Steigung” erhöht die Klettereigenschaften bei steilen Rampen, oder langen, langsamen Bergauffahrten. In Verbindung mit der Luftfederung AIR BODY CONTROL ist das zusätzliche Programm “Freischaukeln” die ultima ratio bei festgefahrenem Fahrzeug. Hier werden das Fahrniveau um 50 Millimeter und die Schlupfregelschwellen angehoben, damit sich der GLC freiwühlen kann. Das
vierte Offroad-Programm “Anhänger” ist für Anhängerbetrieb im Gelände optimiert und erleichtert beispielsweise das Losfahren auf nasser Wiese. Zum Offroad-
Technik-Paket gehört zusätzlich ein stabiler Unterfahrschutz aus Gemtex, der schon beim Vorgängermodell heftigen Grundberührungen den Schrecken nahm und die
Downhill Speed Regulation. Das kurz DSR getaufte System hält bei steilen Abfahrten die mittels Tempomathebel vorgewählte Geschwindigkeit vollautomatisch ein.

Antriebsseitig bieten alle Modelle den permanenten Allradantrieb 4MATIC mit der Grundverteilung des Antriebsmomentes von 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder und
Hinterachse. Das sorgt in Kooperation mit den Fahrdynamikregelungen ESP®, ASR und 4ETS für ein souveränes und eindeutig berechenbares Fahrverhalten. Die Lamellenkupplung im Zentraldifferenzial unterstützt das System bei besonders niedrigen Reibwerten zwischen Reifen und Fahrbahn, beispielsweise auf Schnee oder Eis. Eine Grundsperrung von 50 Newtonmetern zwischen Vorder- und Hinterachse bewirkt eine Erhöhung der Traktion bei unverändert hoher Fahrstabilität.

Bei den Sicherheitssystemen besitzt der GLC fast alle Fahrassistenzsysteme aus der C-,E- und S-Klasse. In der Serie: COLLISION PREVENTION ASSIST PLUS, Seitenwindassistent, Fahrlichtassistent, sowie ATTENTION ASSIST. Das Fahrassistenz-Paket Plus bietet mit DISTRONIC PLUS mit Lenkassistent, Stop&Go Pilot, PRE-SAFE Bremse (mit Fußgängererkennung), BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent, aktivem Totwinkel-Assistenten, sowie aktivem Spurhalte-Assistent und PRE SAFE PLUS entsprechende Sicherheit. 360 Grad Kamera mit aktivem Park-Assistent (Einparken in Längs- und Querparklücken) bietet zusätzliche Bequemlichkeit, wie auch das HUD System, oder DISTRONIC PLUS.

Neben 3-Punkt-Sicherheitsgurten mit pyrotechnischer und reversibler Gurtstraffung und Gurtkraftbegrenzung für Fahrer und Beifahrer sowie für die Fondpassagiere auf den beiden äußeren Plätzen kümmert sich eine Vielzahl von Airbags um den Schutz der Insassen bei einem Unfall. Dazu zählen unter anderem der kombinierte Thorax-Pelvis-Sidebag für Fahrer und Beifahrer ein neu entwickelter Windowbag über beide Sitzreihen, die optionalen Sidebags für die äußeren Sitzplätze im Fond und ein Fahrer-Kneebag. Der Beifahrersitz kann zudem mit einer automatischen Kindersitzerkennung (mit Gewichtsmatte) ausgerüstet werden.

Bilder: Daimler AG