Die Daimler AG begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, auf rund 350 Kilometern und damit rund einem Drittel des Autobahnnetzes im Land die Nutzung von Lang-Lkw im Rahmen des Feldversuches der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zu beantragen. Gleichzeitig werden Daimler und das Land bei einer begleitenden Studie zusammenarbeiten, um die Verbrauchs- und CO2-Effizienz von Lang-Lkw im realen Einsatz zu untersuchen.

Konkret handelt es sich um die Autobahnen A5 (Karlsruhe-Mitte bis Rastatt), A8 (Landesgrenze Bayern/Baden-Württemberg bis Kreuz Karlsruhe) und A81 (Landesgrenze Bayern/Baden-Württemberg bis Herrenberg). Daimler sieht die Freigabe erster Strecken im Land als Auftakt für weitere Aktivitäten sowohl in Baden-Württemberg als auch in Verbindung mit anderen Bundesländern.

Ende 2014 hatte Daimler beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg konkrete Transportverbindungen für die Nutzung mit Lang-Lkw beantragt, mit denen jährlich 3,2 Millionen gefahrene Kilometer eingespart und rund 3000 Tonnen CO2 Ausstoss vermieden werden könnten. Mit den jetzt freigeschalteten Strecken werden in einem ersten Schritt rund 1000 Tonnen CO2 Ausstoss vermieden.

Lang-Lkw haben eine Länge von 25,25 Meter, also 6,5 Meter mehr als herkömmliche Gliederzüge. Das maximal zulässige Gesamtgewicht bleibt mit 40 Tonnen unverändert. Ein erster Zwischenbericht des bis 2016 laufenden Feldversuchs kommt zu dem Ergebnis, dass Lang-Lkw die CO2-Emissionen um bis zu 25 Prozent senken. Am Feldversuch bereits beteiligt sind die Bundesländer Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Daimler verfolgt zusammen mit den anderen europäischen Hersteller im Branchenverband ACEA einen integrierten Ansatz zur CO2 Verringerung, bei dem eine möglichst breite Anzahl von Faktoren berücksichtigt und umgesetzt werden soll. Dazu gehören die Auflieger- und Anhängerbauweise, alternative Kraftstoffe, die Transportabläufe und die Infrastruktur. Der Lang Lkw ist einer der wirkungsvollsten Stellhebel all dieser Faktoren.

Bilder/Quelle: Daimler AG


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