1937 begann man, die Baureihe W152 als Vorserie zu produzieren, wobei bis Produktionseinstellung im Jahr 1941 eine Stückzahl von 378 Fahrzeugen gefertigt wurde.

Der Mercedes-Benz W 152 – Typ G5 – war ein Geländewagen, der von Daimler-Benz produziert worden ist und eine Weiterentwicklung des Typs 170 VL darstellte.

W152 – Weiterentwicklung des Typs 170 VL
Das Fahrzeug verfügte über einen Viertakt-Otto Motor (vorne, längs stehend) vom Typ M 149 II (Bohrung 82×95 mm) sowie einen Hubraum von 2006 ccm. Die Leistung des Fahrzeuges lag bei 45 PS( bei 3700 u/min, 125 Nm). Die elektrische Anlage war auf 6 V ausgelegt, die Batterie verfügte über 105 Ah. Das Allrad-Fahrzeug, welches über einen 50 Liter Tank verfügte, wurde auf einem Kastenprofil-Rahmen aufgebaut und hatte eine Vierrad-Spindellenkung, wobei die Hinterrad-Lenkung abschaltbar war. Geschaltet wurde mittels 5-Gang Schaltgetriebe via Schalthebel in der Wagenmitte (Einscheiben-Trockenkupplung), die Achsantriebsübersetzung lag bei 6,86. Bereits 1937 verfügte dieser Wagen über Sperrdifferential, Schraubenfedern und Ponton-Karosserie – seiner Zeit also weit voraus.

4-Rad-Lenkung mit 7 Meter Wendekreis
Die Höchstgeschwindigkeit des 3990 mm langen und 1.8 Tonnen schweren Fahrzeuges (1680 mm Breite, 1900 mm Höhe) lag bei 85 km/h, mit aktivierter Vierrad-Lenkung bei lediglich 30 km/h. Der Kraftstoffverbrauch des G5 lag bei 18 Litern, im Gelände bei 27 Liter auf 100 Kilometer. Der Wendekreis war 12, bei aktivierter 4-Rad-Lenkung bei nur 7 Metern.

378 Fahrzeuge bis 1941 gefertigt
Der G5 wurde als offener Kübelwagenaufbau sowie als Kübelwagen mit 4 einfachen Türen und Verdeck sowie als “Kolonial-und Jagdwagen” mit 4 normalen Türen (Seitenscheiben und gefütterten Verdeck) produziert. Auf der Londoner Motor Show im Oktober 1938 wurde das Fahrzeug erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem eine Belieferung an das Heer in Deutschland vorab fehlschlug. 240 Einheiten gingen am Ende jedoch an die ungarische Armee.

Ein Modell des Fahrzeuges steht z.B. aktuell noch im Technik Museum in Speyer

Bilder: Daimler AG