Der der Mercedes-Maybach wurde im Hinblick auf den Geräusch-, und Schwingungskomfort, aber auch im aerodynamischen Bereich neu überarbeitet, sodass der Stuttgarter Hersteller hier neue Maßstäbe setzen konnte. Wir haben die Änderungen am Modell zusammengefasst.

Für die Komfortansprüche im Luxussegment setzt Mercedes-Benz kontinuierlich neue Maßstäbe. Hierzu wurde die klassische Ausprägung des Komfortbegriffs um Aspekte zur Förderung der Leistungsfähigkeit der Insassen und somit zum Begriff des “leistungsfördernden Komforts” erweitert. Auch der Geräusch- und Schwingungskomfort der Mercedes-Maybach S-Klasse bildet einen wesentlichen Bestandteil des leistungsfördernden Komforts. Tieffrequente Fahrgeräusche, die bei langen Strecken die Fahrzeuginsassen ermüden, konnten entscheidend verringert und das Geräuschbild bei hohen Geschwindigkeiten verbessert werden.

Aufgrund des verlängerten Randstands wurden in der Mercedes-Maybach S-Klasse zusätzliche Maßnahmen getroffen, um besonders im Fond des Fahrzeugs ein harmonisches Geräusch- und Schwingungsbild zu erzeugen. Die Kombination von neuen Strukturkonzepten und den spezifischen Rohbaumaßnahmen führte bei allen Varianten der Baureihe zu einer Rohbaustruktur, die bezüglich dynamischer Steifigkeiten Bestwerte im Vergleich zum Wettbewerb erreicht.

Maßnahmen für hohen Geräusch- und Schwingungskomfort:

  • Rohbau-Schäumlinge und -Patches im Bereich B- und C-Säule
  • lokale Wandstärkenerhöhungen in besonders wirkungsvollen Bereichen
  • Cockpitquerträger in Metall-Kunststoff-Hybridbauweise
  • Motorlager mit neuer 3-Punkt-Anbindung auf den I-Träger verschraubt (nicht beim 4MATIC-Modell des S 500)
  • vergrößerte Stirnwandisolierung zur besseren Schalldämmung im gesamten Innenraum
  • Reduktion der Leerlaufvibrationen beim S500 4MATIC-Modell
  • aufgewertete Dämmung des Tunnelbereichs und eine modular aufgebaute Aggregatetrennwand
  • abgesenkte Drehzahlen in Verbindung mit 9G TRONIC für reduzierte Außengeräusche
  • Tube-in-Tube Element in der Lenkspindel, um einer Übertragung von Motorgeräuschen über die Lenkung in den Fahrgastraum zu verhindern
    Reduktion der Heulempfindlichkeit durch eine geeignete Lagerabstimmung und einen biegesteifen Fahrschemel an der Hinterachse
  • großflächige Dämpfung im Bereich der Einzelsitze, die sich von der Sitzfläche über die Rückwand bis zur Hutablage erstreckt
  • intelligente Luftführung im Bereich der Hutablage zur Reduktion des Schalleintrags
  • gekapselte Gurtaufroller gegen mögliche Störgeräusche
  • textile Unterboden- und Radlaufverkleidungen reduzieren durch dämmende und absorbierende Wirkung die hochfrequenten Abrollgeräusche im Innenraum

Schwerpunkte der aerodynamischen Entwicklungsarbeit:

  • Radspoiler mit aerodynamisch optimierter Kontur vor den Vorderrädern
  • großflächige Hinterachsverkleidung
  • strömungsgünstige Form der Front- und Heckschürze sowie des Heckspoilers
  • optimierte Form des Außenspiegels mit Spiegelfuß
  • Scheinwerferumfeldabdichtung
  • verbesserte Kühlerumfeldabdichtung und Strömungsführung zur effizienten Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Kühlluft
  • regelbare Kühlerjalousie, die nur die gerade benötigte Menge an Kühlluft durchlässt
  • strömungsoptimierte Wasserablaufrinnen
  • Absenkung des Fahrzeugs ab 120 km/h um 20 mm
  • Abrisskante in der Heckleuchte
  • optimiertes Unterbodenverkleidungskonzept mit großflächigen Motorraum- und Hauptbodenverkleidungen

Die Mercedes-Maybach S-Klasse bietet ein vorbildlich niedriges Windgeräuschniveau, das im Segment Maßstäbe setzt. Durch Detailarbeit konnten Verbesserungen über das gesamte Frequenzspektrum erzielt werden.

 Wichtigste Maßnahmen zur Verbesserung der Aeroakustik:
  • im tieffrequenten Bereich: Optimierungen am Rohbau und den Leichtbautüren
  • im mittelfrequenten Bereich: verbesserte Dämmung
  • im hochfrequenten Bereich: verbessertes Dichtungskonzept von Scheibe und Türgriff sowie optimierte Form der Außenspiegel mit entsprechender Gestaltung der A-Säule

Bilder: Daimler AG


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