Das neue S-Klasse Coupé neigt sich mittels neuer Kurvenneigefunktion mit einer Seitenneigung des Aufbaus von bis zu 2.5 Grad nach innen. Mit der optionalen Funktion ist es mittels “Curve” zwischen 15 und 180 km/h nutzbar, um je nach Kurvenradius sich stufenlos in Bruchteilen von Sekunden in die Kurve zu legen.

Das S-Klasse Coupé mit Kurvenneigefunktion ist eine Erweiterung des Magic-Body-Control Fahrwerkes und nur im S500 Coupé ohne 4MATIC verfügbar. In Kombination mit Allradantrieb 4MATIC verfügt das S-Klasse Coupé über die voll tragende Luftfederung AIRMATIC mit adaptivem Dämpfungssystem ADS PLUS in einer entsprechend dem Fahrzeugcharakter sportlich abgestimmten Variante.

Die auf die Insassen wirkende Querbeschleunigung im S 500 Coupé wird mit so ähnlich der Fahrt in einer Steilkurve reduziert, die Passagiere sitzen satter im Sitz. Speziell auf Landstraßen bietet die neue Kurvenneigefunktion des Active Body Control-Fahrwerks (ABC-Fahrwerks) mehr Fahrspaß und Komfort. Ziel ist nicht das Erreichen höherer Kurvengeschwindigkeiten, sondern ein neuartiges Fahr­erlebnis: Das S-Klasse Coupé gleitet elegant und souverän durch die Kurven.

Mercedes-Benz S-Klasse Coupé (C 217) 2014

Bei der Kurvenneigefunktion werden abhängig von der durchfahrenen Kurve die Fußpunkte der in die ABC-Federbeine integrierten Stahlfedern durch Plungerzylinder auf der einen Fahrzeugseite angehoben, auf der anderen abgesenkt. Dadurch neigt sich das Fahrzeug kontinuierlich in Bruchteilen von Sekunden automatisch in die Kurve – abhängig von der Straßenkrümmung und der gefahrenen Geschwindigkeit. Der gefühlte Effekt ist noch deutlich größer als die sichtbare Neigung, da sich das Fahrzeug normalerweise nach außen neigen würde.

Kurven erkennt das innovative System mit Hilfe der Stereokamera hinter der Frontscheibe, die bis zu 15 Meter vorausblickend die Krümmung der Straße erfasst, sowie mit einem Querbeschleunigungssensor des ABC-Fahrwerks. Die Kurvenneigefunktion lässt sich mit Hilfe des dreistufigen ABC-Schalters anwählen und ist im Modus „Curve“ in einem Geschwindigkeitsbereich von 15 bis 180 km/h aktiv. Weitere Wahlmöglichkeiten sind „Komfort“ (MAGIC BODY CONTROL mit ROAD SURFACE SCAN) und „Sport“.

Die neuen Funktionen basieren auf der Fahrwerkstechnik des aktiven Fahrwerks Active Body Control (ABC). Die vier Federbeine sind mit Hydraulikzylindern (sog. Plunger) ausgestattet, um die Kraft in jedem Federbein individuell einzustellen. Dadurch können Hub-, Wank- und Nickbewegungen der Karosserie fast vollständig kompensiert werden.

Das Steuergerät erhält von verschiedenen Beschleunigungssensoren, Niveausensoren an den Achslenkern sowie FlexRay-Signalen (z. B. Fahrgeschwindigkeit) Informationen über die jeweilige Fahrsituation. Daraufhin berechnet das System mittels der Drucksensoren in den Federbeinen die Steuersignale für die servohydraulischen Ventile an Vorder- und Hinterachse, um die Ölströme geeignet zu dosieren. Strömt das Öl in die Plungerzylinder, verstellen sie die Fußpunkte der in die Federbeine integrierten Stahlfedern und erzeugen auf diese Weise die notwendigen Kräfte, um den Karosseriebewegungen entgegenzuwirken. Durch den ständig verfügbaren Hydraulikdruck von bis zu 200 bar ist ABC in der Lage, den Aufbau im Bruchteil einer Sekunde zu stabilisieren.

Mercedes-Benz S-Klasse Coupé (C 217) 2014

Durch die hydraulische Rundum-Niveauregulierung besitzt das Fahrzeug bei Geradeausfahrt ein konstantes, von der Zuladung unabhängiges Fahrzeugniveau, womit ein optimaler Abstand zwischen Rad und Radausschnittkontur des Kotflügels beibehalten wird. Bei hohen Geschwindigkeiten wird das Niveau automatisch zur Reduzierung des Luftwiderstands und zur Absenkung des Schwerpunkts zur weiteren Verbesserung der Fahrstabilität um bis zu 15 mm abgesenkt. Das Niveau kann bei laufendem Motor auch auf Tastendruck angehoben werden, sowohl bei stehendem Fahrzeug als auch während der Fahrt. Durch Drücken des Niveauschalters erhöht sich die Bodenfreiheit für Schlechtweg oder auf Rampen um 40 mm (30 mm für USA und Kanada).

Mercedes-Benz S-Klasse Coupé (C 217) 2014

Für den Kunden bleibt also nur eines: Entscheiden, ob man lieber zum Allradsystem 4MATIC greift, oder optional lieber auf das neue Fahrwerkssystem mit Kurvenneigefunktion setzen möchte – beides gibt es nicht.

Mercedes-Benz S-Klasse Coupé (C 217) 2014

Bilder: MBpassion.de / Daimler AG