Im Jahre 1954 wurde von Mercedes-Benz drei elegante Fahrzeuge auf Omnibus-Basis vom Typ O 3500 als Renntransporter der Silberpfeile umgebaut.

Insgesamt 3 der eleganten Fahrzeuge auf Omnibus-Basis entstanden 1954 für den Transport der legendären Silberpfeile vom Typ W 196: der Renntransporter vom Typ O 3500. 2 von 3 Fahrzeugen erhielten eine Laderampe, der dritte Wagen wurde als mobiles Werkstattfahrzeug benützt (mit Drehbank, Hybraulikpresse, etc.).

Mit größtmöglicher Authentizität ist ein solcher Transporter für Einsätze von Mercedes-Benz Classic wieder aufgebaut worden, wie die nachfolgenden Bilder zeigen. Das umgebaute Fahrzeug ist von 1957 und wurde in 2-jähriger Umbauzeit wieder hergerichtet. Der Motor des O 3500 – ein 6-Zylinder Diesel (OM312, 4.580cm3, 2800nm Drehmoment) – leistet 90 PS und beschleunigt das Fahrzeug gerade so auf 80 km/h. Der Wendekreis liegt bei 19,2 Meter – die Bodenfreiheit bei 25 cm. Das Fahrgestellgewicht liegt bei 2.8t – das zulässige Gesamtgewicht bei 8.5t. Der Tank umfasst 92 Liter, wobei das Fahrzeug rund 20-25 Liter pro 100 km verbraucht. Das Fahrzeug verfügt übrigens über keine Lenkhilfe, das Getriebe ist nicht synronisiert und muss beim Runterschalten mit Zwischengas gefahren werden.

ADAC Eifelrennen 2013

Der O 3500 war eigentlich der erste neu entwickelte Omnibus der damaligen Daimler-Benz AG der Nachkriegszeit – und auch der erste Omnibus, der im Werk Mannheim produziert worden ist. Die Verwandschaft zum L 3500 mit gleichen Diesel-Motor ist nicht zu verleugnen. Das tragende Chassis verfügt über einen besonders niedrigen Rahmen zugunsten eines niedrigen Einstiegs zur Personenbeförderung. Aus den O 3500 entwickelte sich eine ganze Omnibusfamilie aus Reise-, Überland-, und Stadtlinienbussen. Insgesamt wurden 6049 Exemplare von Dezember 1949 bis Produktionsende im Jahr 1955 produziert.

Bilder: Daimler AG