2005 stellte smart auf der IAA das Showcar Crosstown vor, welcher dazumal einen Ausblick auf einen Nachfolger auf das Fortwo und Fortwo Cabrio gedacht war. Im Offroad-Look zeigte das Fahrzeug, welcher ein Zweisitzer ist, sich ultrakurz und überraschte mit Hybridantrieb.

“Ab in den Dschungel” hieß es 2005 bei smart auf der IAA in Frankfurt – und schon die waagrechte Motorhaube und der dominante Grill erinnerte an US-Marken, wie Jeep & Co. Die Windschutzschiebe ließ sich, nach öffnen des Verdecks, herunterklappen und komplett unter der Haube verstauen. Ebenfalls typisch für den Offroad-Anspruch: die außen liegenden Scharniere an Haube und Seitentür.

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Das breiten Reifen mit den wuchtigen Radhäusern waren ebenfalls ein Markenzeichen der Studie: 205/50R16, das Heck war fast senkrecht, der rechteckige Auspufftopf sitzt mittig im Stoßfänger, die Heckleuchten waren in LED-Technik ausgeführt. Mit einem Radstand von knapp 1,90 Meter und kurzen Überhängen (vorne 40, hinten knapp 39 Zentimeter) liegt die Gesamtlänge des smart crosstown bei lediglich 2,68 Metern, Breite und Höhe bei jeweils rund 1,58 Metern. Zum Vergleich: Der smart fortwo hat eine Länge von 2,50 Meter und einen Radstand von 1,81 Meter. Die Breite liegt bei 1,51 Me-ter, die Fahrzeughöhe bei 1,55 Meter.

 

Motorenmäßig zeigte sich die Studie mit den bekannten Dreizylinder Benziner mit 61 PS – zusätzlich verfügt das Fahrzeug über einen Elektromotor mit bis zu 23 kw, der mit Start-Stopp-Automatik beim Anfahren und langsamer Fahrt für Vortrieb sorgt – später setzt der Benzinmotor bis 135 km/h an. Bremsenergie – natürlich wurde diese ebenso in die Batterie eingespeichert.

Der Antrieb geschah weiterhin auf der Hinterachse, die Kraft wird mittels automatisierten 6-Gang-Schaltgetriebe übertragen. Jedoch: um die prinzipbedingten Schaltrucke beim Gangwechsel zu vermeiden, haben sich die Smart-Ingenieure beim crosstown etwas einfallen lassen: Für einige Zehntelsekunden springt der Elektromotor ein, stellt die benötigte Antriebsleistung zur Verfügung und überbrückt so die lästige Zugkraftunterbrechung. Eine Funktion, von den auch heutige smart-Fans nur Träumen können.

Auf einen Hybridantrieb warten auch heute noch Kunden von smart – die Studie selbst ist seitdem nicht mehr gezeigt worden, wurde von uns jedoch zuletzt im Dezember in einer Halle bei Böblingen gesichtet – und kurz besichtigt, es existiert also noch. Übrigens stand wenige Meter daneben noch ein smart formore – dessen Modelle ja angeblich alle vernichtet worden sind – eines hat hiervon “überlebt”. smart feiert währenddessen im September 2013 übrigens bereits 15. Geburtstag.

Bilder: Daimler AG