Die 360-Grad-Kamera ist mittleweilen im neuen Mercedes-Benz GL ebenso bestellbar, wie im GLK Facelift. Die E-Klasse als Facelift erhält das System – optional – ebenso, wie die kommende S-Klasse. Wir haben uns das System im neuen GL (X166) kurz angeschaut.

Mit dem neuen GL, Baureihe X166, hat Mercedes-Benz erstmals ein System eingeführt, was teils schon von Mitbewerbern bekannt war: die 360-Grad-Kamera., welche aktuell in andere Modelle ausgerollt wird (so GLK, E-Klasse Facelift sowie kommende S-Klasse W222). Das System besteht auf 4 Kameras und ist optional bestellbar.

Bietet die normale Rückfahrkamera (im GL für 476,- Euro) beim Einlegen des Rückwärtsganges – mit statischen und dynamischen Hilfslinien für die Fahrspur und den jeweilen Abstand nach hinten, einen guten Blick hinter das jeweilige Fahrzeug, hilft das 360-Grad-System noch weiter: Das System, welches zum Preis von 1.654,10 Euro im GL unter “Park-Paket mit 360-Grad-Kamera” bestellbar ist, bietet den Rundumblick vom Fahrersitz aus.

Park-Paket mit 360°-Kamera: ideal auf engem Raum
Gerade bei größeren Fahrzeugen – was der GL ohne Zweifel ist – empfiehlt es sich, statt einer Rückfahrkamera den Aufpreis auf die neue Option in Kauf zu nehmen. Das System bedient sich 4 Kameras, mit dessen Hilfe auf dem COMAND-Display die unmittelbare Umgebung des Fahrzeuges angezeigt wird – mit eingeblendeten Hilfslinien. Beim Einparken unterstützt der Surround-View zusätzlich – das System wertet dazu die Daten aus der Front-, Heck-, oder aus den 2 Seitenkameras aus, und bietet einen 360-Grad-Blick. Das Bild ist dazu als Vollbild, – oder aber in 7 verschiedenen Splitview-Bildern anzeigbar. Eingeschaltet wird das System automatisch (solange im System aktiviert) beim Einlegen des Rückwärtsganges, oder aber durch das 3-Sekunden-Halten der “System”-Taste am COMAND-System. Die verschiedenen Ansichten werden via COMAND-Controller angesteuert.

Die 360-Grad-Kamera hat sich beim Test doch als sehr hilfreich herausgestellt. Ist das Bild am Anfang ungewohnt, gewöhnt man sich jedoch schnell daran. Auf den ersten Blick erscheint das Bild verzerrt, zeigt sich aber so als gutes Hilsmittel – auch an engen Stellen oder beim eigentlichen Einparkvorgang. Die verfügbaren Kameraperspektiven helfen, die jeweilige Situation um das Fahrzeug besser einzuschätzen. So kann man neben der Front-, und Heckkamera auch die seitlichen Kameras (jeweils mit Vorne- oder Heckblick) auswählen. Mercedes-Benz weist jedoch darauf hin, das die Funktionen lediglich eine Hilfestellung sein soll.

Die Heckkamera fährt automatisch, oberhalb des Kennzeichens gelegen, aus – und bleibt in der Regel sauber, auch bei den Seitenkameras zeigt sich kein Problem. Anders verhält es sich mit der Kamera in der Fahrzeugfront, wessen Einbauposition man besser lösen sollte.

Fazit: Hilfreiche Option, nur die Frontkamera verdreckt

Die Frontkamera ist unterhalb des Mercedes-Sterns im Grill positioniert, verdreckt aber leider sehr schnell (je nach Wetter). Wenn uns auch die Frontkamera bei schlechten Wetter ein wenig geärgert hat, – die Bilder waren schnell unscharf – , hat uns die “Vogelperspektive” und die Einstellungen auf die einzelnen seitlichen Kameras mehr als begeistert. Nach unserer Sicht, lohnt sich das System auf alle Fälle – eine Spielerei ist es nicht – auch wenn das System über 15 km/h sich automatisch deaktiviert.

Weitere Details zum neuen GL, mit den wir 2 Wochen unterwegs waren, gibt es in Kürze bei uns.

Bilder: MBpassion.de