Die Daimler AG reduziert wie geplant noch in 2012 ihren Anteil an der EADS um ca. 7,5% — das entspricht ca. 61,1 Millionen EADS-Aktien. Die EADS-Aktien werden über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren (Accelerated Book Building, „ABB“) zu einem einheitlichen Preis der KfW, privaten Dedalus-Investoren sowie institutionellen Anlegern angeboten.

Die KfW hat als Teil dieses Platzierungsverfahrens für ein Volumen von 2,76% der EADS-Aktien ein Angebot gemacht. Als Teil dieses beschleunigten Platzierungsverfahrens haben auch einige private Dedalus-Investoren ein Angebot im Gesamtvolumen von 1,9% der EADS Aktien unterbreitet. Diese privaten Dedalus-Investoren verkaufen parallel ihre Anteile an der Dedalus GmbH & Co. KGaA (und so ihre indirekt gehaltenen EADS-Aktien) an die KfW und beteiligen sich deshalb an dem beschleunigten Platzierungsverfahren von Daimler, um Absicherungsinstrumente zurückzuführen, die sie in Bezug auf ihre EADS Beteiligung abgeschlossen hatten. Daimler beabsichtigt diesen Investoren im Platzierungsverfahren bevorzugt Aktien zuzuteilen.

Der Verkaufsprozess via ABB wird ab sofort eingeleitet, die Festlegung des finalen Platzierungspreises erfolgt voraussichtlich am 6. Dezember 2012. Daimlers Anteilsverkauf erfolgt in engster Abstimmung mit der KfW und der deutschen Bundesregierung.

Wie angekündigt haben sich Daimler, die KfW und die bestehenden Dedalus-Investoren auch über die zukünftige Struktur des Investorenkonsortiums Dedalus verständigt, welches derzeit indirekt ca. 7,5% der EADS-Aktien hält. Dementsprechend hat die KfW den Dedalus-Investoren Allianz, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank und Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft ein Kaufangebot für ihre indirekt gehaltenen EADS-Aktien auf Basis des im ABB erzielten Preises zu unterbreiten. Mit Vollzug der Transaktion ziehen sich somit alle privaten Investoren, die Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank sowie die Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft aus dem Dedalus-Konsortium zurück. Die Stimmrechte des Dedalus-Konsortiums sollen noch bis zur außerordentlichen Hauptversammlung der EADS in 2013 von Daimler ausgeübt werden.

„Als Gründungsmitglied haben wir die EADS über mehr als zehn Jahre erfolgreich auf ihrem Weg zum Weltmarktführer begleitet. Wir begrüßen, dass es jetzt zu einer Neuordnung der Aktionärsstruktur mit beschränktem Staatseinfluss kommt. Zusammen mit den geplanten Schutzmechanismen über eine Stimmrechtsbegrenzung ist die EADS für die Zukunft bestens gewappnet. Gleichzeitig haben wir stets erklärt, uns auf das Kerngeschäft Automobilbau und Mobilitätsdienstleistungen zu konzentrieren. Unsere Platzierung der EADS-Aktien erfolgt in Einklang mit den Interessen der Bundesrepublik Deutschland. Die Erlöse aus dem Verkauf werden wir in das globale Wachstum unserer Geschäftsfelder und den Ausbau unserer technologischen Führungsposition nutzen“, sagte Bodo Uebber, Vorstand Finanzen und Controlling sowie Financial Services der Daimler AG.

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Die Umsetzung der neuen Aktionärsvereinbarung bei der EADS ist vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung von EADS, die voraussichtlich im ersten Quartal 2013 stattfindet wird.

Nach Abschluss des Platzierungsverfahrens hält Daimler noch ca. 7,5% der EADS Aktien, wobei Daimler sich gegenüber dem Bankenkonsortium zu einer Marktschutzvereinbarung (sog. „Lock-Up“) von 180 Tagen nach Abschluss des ABB verpflichtet hat.

Darüber hinaus haben sichLagardere SCA, SOGEPA, SEPI und KfW grundsätzlich verpflichtet bis zur außerordentlichen Hauptversammlung der EADS längstens jedoch bis zum 31. Juli 2013 keine weiteren Aktien im Markt zu verkaufen.

„Grundsätzlich beabsichtigen wir, unseren Anteil noch weiter zu verringern. Über den genauen Zeitpunkt und Vorgehensweise werden wir noch entscheiden“, so Bodo Uebber weiter.

Goldman Sachs und Morgan Stanley sind als Joint Bookrunner von Daimler mit der Platzierung der EADS Aktien betraut. JP Morgan agierte als Berater von Daimler.

Quelle: Daimler AG

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