Eigentlich sollte die R-Klasse noch rund zwei Jahre gebaut werden. Doch jetzt ist bereits vorzeitig Schluss und die Produktion wird zum Ende des Jahres eingestellt.

Bereits seit dem Sommer wurde die R-Klasse nicht mehr in den USA angeboten, jetzt folgen alle übrigen Länder, in denen der SUV-Tourer bislang noch angeboten wurde.

Einzig für den chinesischen Markt wird es künftig noch R-Klassen aus dem US-Werk in Tuscaloosa geben. In China erfreut sich die R-Klasse größter Beliebtheit und ist bereits seit längerer Zeit der Hauptabsatzmarkt der Baureihe. Wer in Deutschland jetzt noch eine R-Klasse bestellen möchte, muss sich beeilen – nur noch bis Mitte Oktober werden Aufträge entgegen genommen!

Die R-Klasse (Baureihe W251) feierte im Jahr 2005 Weltpremiere auf der New York International Auto Show. Seit Beginn kämpfte sie aber mit Image Problemen: Zu groß für deutsche/europäische Straßen und ein zu weiches Design – gerade an der Front was mehr einem Froschgesicht ähnlich war – lauteten die häufigsten Kritikpunkte.

Mercedes reagierte und unterzog der R-Klasse im Jahr 2010 einer umfassenden Modellpflege. Eine neue Front mit markanteren Scheinwerfern, neu gezeichnete Heckleuchten sowie ein neues Interieur werteten die R-Klasse deutlich auf. Genützt hat all das aber trotzdem nicht, der in Alabama/USA gebaute Luxus-Van mit Platz für bis zu sieben Personen bliebt in Deutschland und Europa eher ein Ladenhüter. Schade eigentlich, denn mit der Modellpflege war die R-Klasse ein durchaus gelungenes Auto, wie unsere damalige Testfahrt im R 350 BlueTEC V6-Diesel durch New York und New Jersey bewies.

Bilder: MBpassion.de