Seit dem 22. Oktober sind auf dem Flughafen in Frankfurt, 28 Vorfeldbusse des Typs Citaro im Dienst. Die neuen Vorfeldbusse, sind im Einsatz wenn Fluggäste vom Flughafengebäude zu den Flugzeugen oder umgekehrt befördert werden müssen, weil die Maschinen nicht direkt am Terminal andocken können.

Die neue Vorfeldflotte umfasst 4 Citaro Solo und 24 Citaro Gelenkbusse aus Mannheimer Produktion. Aktuell sollen die neuen Busse für die Passagierbeförderung der Terminal 1 und 2 eingesetzt werden. In der Zukunft ist aber der Haupteinsatz für den Passagierverkehr am neuen Terminal 3 geplant.

Individualisierung aus dem Baukasten
Die Fraport AG hat sich die Fahrzeuge nach den spezifischen Anforderungen des Vorfeldverkehrs ausstatten lassen. In erster Linie wird hierbei auf einen zügigen Fahrgastfluss Wert gelegt. Um dies zu gewährleisten, verfügen die Solobusse über drei und die Gelenkbusse über vier Türen. Eine Besonderheit: Bei den Citaro Gelenkbussen sind die Türen 2 und 3 als Außenschwenk­schiebetüren ausgeführt. Das schafft im Türbereich zusätzliche Stehplätze und Passagiere können sich im Innenraum unmittelbar hinter der Tür aufhalten, ohne dass die Türfunktion eingeschränkt wird oder sicherheitsrelevante Kriterien eine Weiterfahrt verhindern. Um den Passagieren auf den relativ kurzen Fahr­strecken möglichst viel Stehraum bieten zu können, ist bei den 12 Meter langen Solo-Vorfeldbussen die Sitzplatzanzahl auf 30 Plätze reduziert worden. Die Anzahl der Sitzplätze bei den 18 Meter langen Gelenk-Vorfeldbussen wurde auf 38 verringert. Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität wird der Zugang zu den komplett niederflurigen Fahrzeugen durch eine Klapprampe erleichtert.

Neben einer leistungsfähigen Klimaanlage, die den Innenraum trotz der häufigen Türöffnungen an heißen Tagen angenehm kühl hält, hat Fraport eine Fahrziel- oder besser eine Flugzielaußen­anzeige integriert. Diese wird über das hauseigene Fraport Informationssystem TESS via UMTS angesteuert. TESS liefert dem Fahrer alle nötigen Informationen zu Fahrstrecke und Fahrziel auf ein spezielles Fahrer-PC-Tablet und übernimmt zudem die Sprachausgabe im Bus.

Wirtschaftlichkeit im Fokus
Trotz aller Individualisierung hat Fraport auf das ausgereifte Serienkonzept Citaro gesetzt. Mit weit über 30.000 verkauften Einheiten seit 1997 ist der Mercedes-Benz Linienbus der erfolg­reichste aller Zeiten. Das verdankt er einem schlüssigen Bau­kasten­konzept, was Linienbetreiber zu schätzen wissen. So ermöglicht der modulare Aufbau des Citaro eine hohe Flexibilität im Herstellungsprozess und damit die Umsetzung unterschied­licher Längen, Aufbauten, Leistungsstufen sowie zahlreicher Sonderausführungen und Sonderausbauten wie beispielsweise in den Türanordnungen oder Türvarianten. Dabei legt das Konzept Citaro besonderen Wert auf Wartungsfreundlichkeit und hohe Teilegleichheit zwischen den Modellen. Das sind Kriterien, die sich im langen „Leben“ eines Busses positiv in den Life-Cycle-Costs (LCC) widerspiegeln, und Argumente, die den Citaro auch als Vorfeldbus attraktiv machen. Zudem ist der Citaro mit seiner Fahrzeugbreite von 2,55 Metern wie geschaffen für die mitunter geringen Platzverhältnisse am Frankfurter Flughafen. Das dichte Servicenetz, die damit verbundene schnelle Reaktion im Bedarfs­fall waren ebenfalls wichtige Argumente in der Kaufentscheidung.

Quelle: Daimler AG