Bernd Schneider und Jeroen Bleekemolen konnten beim ROWE DMV 250-Meilen-Rennen nach der 4-stündigen Renndistanz den Sieg im SLS AMG GT3 feiern.

Der viel umjubelte Sieg beim ROWE DMV 250-Meilen-Rennen ging an Bernd Schneider und Jeroen Bleekemolen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon. Bernd Schneider überquerte nach Ablauf der vierstündigen Renndistanz und 28 gefahrenen Runden als Sieger die Ziellinie: Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Team Manthey Racing im Porsche mit den Fahrern Jochen Krumbach, Romain Dumas und Timo Bernhard betrug 47,036 Sekunden. Als Dritte wurden Marko Hartung , Mark Bullitt (USA) und Nico Bastian im SLS AMG GT3 von ROWE RACING abgewinkt.

„Es ist immer fantastisch auf der Nordschleife ein Rennen zu gewinnen“, schwärmte Schneider, der nach einem Erfolg im Jahr 1990 heute seinen zweiten VLN-Sieg feierte. „Ich bin hier in meiner Karriere viel zu selten gefahren, um als Experte zu gelten und es gibt sicherlich hier eine Menge Fahrer, die sich in der ‚Grünen Hölle’ wohler fühlen. Daher ist der Sieg doppelt wertvoll.“ Zumindest sein Teamgefährte hat sich pudelwohl gefühlt. „Ich hatte in meinem Doppelstint zu Beginn des Rennens jede Menge Spaß und viele gute Zweikämpfe“, sagte Bleekemolen. „Mit dem Ergebnis können wir bei der starken Konkurrenz in der VLN mehr als zufrieden sein.“

In der Schlussphase kam es zum Duell Schneider gegen Bernhard. Der Porsche-Werksfahrer kommentierte: „Ich habe voll gepusht und bin etwas an Bernd herangekommen, aber er ist stark gefahren und hatte einen Superstint. So war am Ende nicht mehr drin.“ Auch Krumbach lobte: „Die Black-Falcon-Mannschaft hat verdient gewonnen.“ Die Drittplatzierten kamen überraschend zu ihrem Podiumserfolg; Startfahrer Bastian befand sich schon fast auf dem Heimweg. Die Rennleitung verhängte Strafen aufgrund von Missachtungen von Flaggensignalen, die das ROWE-Team nach vorne spülten „Der dritte Platz bei meinem Debüt im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 ist ein tolles Ergebnis“, sagte Bastian. „Sehr cool war es, von der Pole-Position in das Rennen zu gehen. Mein Ziel war es, als erster auf die Nordschleife einzubiegen. Das ist mir leider nicht gelungen, da die Top-Porsche im Gegensatz zu mir keine Probleme hatten, in der Einführungsrunde ihre Reifen auf Temperatur zu bringen. Trotzdem hatte ich in meinem Stint nach den ersten Runden eine Menge Spaß. Danke an BMW, die es mir ermöglicht haben, zum zweiten Mal auf einem Fremdfabrikat in der Langstreckenmeisterschaft an den Start zu gehen.“

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 27. Oktober 2012 statt. Der 37. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Eine einstündige Zusammenfassung zeigt Sport1 am 3. Oktober um 13:30 Uhr.

Fotos: Jan Brucke/VLN