Wie bereits hier von uns berichtet, feiert im GLK und im GL das innovative 360-Grad Kamera-System seine Premiere bei Mercedes-Benz. Aktuell verzögert sich allerdings, insbesondere im GLK, die Produktion entsprechend ausgestatteter Fahrzeuge.

Das System umfasst ein Nahbereichs-Kamerasystem mit vier Kameras und einem Steuergerät, die zusammen vernetzt eine Vogelpespektive auf das Fahrzeug und die Umgebung darstellen können. Für den modellgepflegten GLK (Braureihe X204) war die Einführung des 360-Grad Kamera-Systems, welches in Verbindung mit dem Park-Paket gibt, für das 4. Quartal 2012 geplant. Nun verzögert sich die Produktion im Werk Bremen auf das 1. Quartal 2013. Weitere Details sind aktuell nicht bekannt – jedoch soll es sich hier um Zuliefererprobleme handeln.

Auch im großen Bruder GL der Baureihe X166, dem zweiten Modell wo die Sonderausstattung Park-Paket mit 360 Grad-Kamera angeboten wird, kommt es zu Verzögerungen. Im US-Werk in Tuscaloosa startet die Produktion zwar bereits ab Oktober, doch bis Ende des Jahres ist die Verfügbarkeit der Sonderausstattung eingeschränkt, da das System vorerst nur in geringen Stückzahlen in die Fahrzeuge verbaut werden kann.

Die Sonderaustattung “Park-Paket” umfasst neben dem 360 Grad-Kamera System auch den aktiven Parkassistenten inklusive Parktronic und sorgt für eine optimale Unterstützung des Fahrers beim Einparken – selbst in kleinste und engste Parklücken. Die vier Kameras sind rund um das Fahrzeug verteilt. Eine ist mittig an der Front im Kühlergrill angebracht, je eine Kamera befindet sich in den Außenspiegeln und eine Ist mittig in der Heckklappe positioniert. Der sich durch die Kamerabilder ergebende virtuelle „Aussichtpunkt“ (Virtual Viewpoint) deckt einen Bereich ca. 3m vor und hinter dem Fahrzeug ab. Die Darstellung erfolgt auf dem Display der Headunit. Beim Rückwärtsfahren bzw. –einparken werden, wie von der Rückfahrkamera bekannt, zusätzlich Hilfslinien zur Orientierung und Unterstützung des Einparkvorgangs eingeblendet. Seitlich am Fahrzeug ist dabei der Schwenkbereich des Fahrzeuges bei Lenkeinschlag gekennzeichnet. Standardmäßig erfolgt die Umschaltung des Kamerabildes automatisch mit der gewählten Fahrstufe – vorwärts/rückwärts. Die Bilder der vier Kameras lassen sich außerdem auch einzeln über den Dreh-Drück-Schalter der zentralen Bedieneinheit für die Headunit anwählen.

Wie ein Sprecher des Konzerns uns gegenüber mitteilte, wird aktuell mit Hochdruck – in Zusammenarbeit mit den Zulieferer – versucht, die Zulieferermenge zu erhöhen, um die Produktion nicht weiter zu verzögern.

Bild: Daimler AG


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