Kommt es zum Tabubruch bei Daimler? Baut Mercedes bald gemeinsam mit Nissan Pkw in Osteuropa?

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Der Stuttgarter Konzern steht unter Druck bei den Investoren – man erwirtschaftet weniger Gewinn pro Auto als die Konkurrenz aus Ingolstadt und München. Der Grund: Mercedes entwickelt die Modelle zu aufwendig und mit einer zu geringen Quote an Baureihen-übergreifenden Gleichteilen. Einen ersten Schritt geht die neue A- und B-Klasse, hier verfügen beide über 60 bis 70 Prozent an identischen Teilen.

Ein weiterer Schritt könnte nun ab 2016 folgen – die gemeinsame Produktion von kleinen Mercedes-Modellen und Autos der Nissan-Premiumtochter Infiniti. Seit 2010 besteht die Allianz zwischen beiden Konzernen. Aktuell werden hauptsächlich nur Motoren untereinander getauscht, eine gemeinsame Produktion gibt es bislang nur bei dem Nutzfahrzeug Citan.

Sollte es zu der Ausweitung der Kooperation kommen, könnte der erste gemeinsam produzierte Pkw ein kleiner Geländewagen sein. Möglicher Standort für die Fertigung des neuen Modells auf Basis der A- und B-Klasse soll voraussichtlich Osteuropa sein. Zur Zeit wird bereits im ungarischen Kecskemet die B-Klasse und demnächst auch das neue Viertürige Coupé CLA gebaut. Nissan besitzt eine Fabrik im russischen Sankt Petersburg. Beide Standorte kämen also als Produktionsort für das künftige gemeinsame neue Modell von Mercedes und Nissan in Frage.

Bild: Daimler AG


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