Die A-Klasse E-CELL – Batterieelektrischer Antrieb mit Lithium-Ionen-Energieherz im Unterboden und 95 nur durch einen E-Motor erzeugte PS im 1.000 km-Test bei uns.

Die Fakten der A-Klasse E-CELL, die erstmals 2010 in Paris vorgestellt worden ist: Permanent erregter Synchronelektromotor, 290 Nm Drehmoment und eine Dauerleistung von 68 PS. Spitzenleistung per Boost-Funktion (Kick-Down) von 95 PS. Beschleunigung in 5.5 Sekunden von null auf 60 km/h – Höchstgeschwindigkeit 150 km/h. Auf dem Papier vielversprechende Leistungswerte, womit man im normalen Alltagsverkehr eigentlich problemlos rein elektrisch und Emissionsfrei unterwegs sein sollte. Doch wie schlägt sich das Fahrzeug denn nun wirklich im Alltag, an verschiedenen Ladesäulen oder an der 08/15-Steckdose im normalen Eigenheim ? Unser Alltagstest mit insgesamt über 1.000 km zurückgelegter Wegstrecke führte bei unseren Testprogramm, nicht nur auf den täglichen Berufsweg über die Bundesstraße, sondern auch auf die Autobahn und zur Wochenende-Einkaufs-Tour nach München.

Mercedes-Benz stellte uns für den Test einen von nur fünfhundert in Rastatt produzierten A-Klasse E-CELLs zur Verfügung. Auch wenn die Baureihe W169 mittlerweile ein wenig angestaubt wirkt, für die Motorisierung als reines Elektrofahrzeug ist es weiterhin das aktuellste, was Mercedes-Benz in dieser Art im Angebot hat. Im doppelten Boden, dem sogenannten Sandwichboden sind zwei Tesla Lithium-Ionen Batterien der 2. Generation und mit Energieinhalt von insgesamt 36 kWh verbaut. Die A-Klasse selbst ist mit dem üblichen angenehmen Zubehör ausgestattet, welches man auch in anderen Alltagsfahrzeugen oftmals wiederfindet: Klimaanlage, Sitzheizung, Navigation (COMAND APS). Elektrische Fensterheber sind ebenso an Bord und auch die elektrische Servolenkung fehlt an dieser Stelle nicht. Alles an Bord…und damit die idealen Vorraussetzungen für den Alltagsverkehr.

Die optischen Besonderheiten des Fahrzeuges
Viel sieht man auf den ersten Blick an der E-CELL nicht, was sie von einer normalen Serien A-Klasse mit Benzin- oder Dieselmotor unterscheiden könnte. Gut, abgesehen von der auffälligen Beklebung und einer untypischen Reifenkombination mit 195/60 R16 anstelle der sonst üblichen 195/55 R16, wirkt das Fahrzeug im großen und ganzen ziemlich normal. Lediglich ein wenig “hochbeinig” kommt die A-Klasse E-CELL im Vergleich daher – was aber wohl den Batterien im Unterboden und einem etwas erhöhtem Fahrwerk geschuldet ist. Bei genauer Betrachtung finden wird dann doch noch das ein oder andere kleine Detail: Da ist zum Beispiel ein anderer Heckstoßfänger, der ohne Endrohr-Ausschnitt für den Auspuff auskommt. Auch einen Tankdeckel finden wir, der aber statt einem Einfüllstutzen für Kraftstoff nur einen Stecker freilegt und später bei Ladung grün blinkt.

Wechseln wir doch nun mal die Position…einsteigen bitte! Auch im Interieur gibt sich die A-Klasse E-CELL ebenfalls so, wie eine ganz gewöhnliche. Ein kurzer Rundblick im Innenraum – das kommt bekannt vor: Fünf Sitze und mit schwarzer Stoff-Leder aus dem Sportpaket bezogen. Hinzu kommen die gewohnte Instrumententafel und Mittelkonsole samt typischer Automatik-Schaltkulisse. Alles normal also oder? Nicht ganz, ein kleines aber doch entscheidenes Detail ist definitiv anders: das Kombinstrument! Statt einem Drezahlmesser sehen wir hier ein Powermeter, dass uns mit einer Anzeige von null bis hundert Prozent über die abgerufene Leistung des Elektromotors sowie über eine mögliche Energierückgewinnung (Rekuperation) informiert. Hinzu kommt , anstelle der Tankuhr, eine Batterieladestandanzeige und eine Anzeige über die aktuelle Leistungsfähigkeit der Batterie bzw. des Antriebsstrangs anstelle der sonst gewohnten Kühlwassertemperaturanzeige. Ergänzt wird das veränderte Kombiinstrument durch Anzeigen im Multifunktionsdisplay, die uns beispielswiese über den aktuellen Ladezustand und eventuelle Vorklimatisierungsmöglichkeiten informieren. Das Navigationssystem COMAND APS verfügt über keinerlei spezielle E-CELL Anzeigen, wie bei der B-Klasse F-CELL der Fall ist. Wir hätten hier ebenfalls ein Energieflussdiagramm erwartet hatten – wurden aber leider enttäuscht.

Dafür ist per Internet & Smartphone der Ladezustand und die voraussichtliche Zeit der kompletten Laden abgefragt werden, durchaus komfortabel, sieht man doch so auch die aktuelle Reichweite des Fahrzeuges selbst.

Nun aber zum wichtigsten Punkt….dem Fahren! Der Start der E-CELL ebenfalls gewöhnlich, Zündschlüssel reinstecken und drehen. Was nun folgt ist dann aber keinesfalls mehr gewöhnlich und führt bisweilen bei vielen zu einem erstem Aha-Erlebnis. Wie sie hören, hören sie nichts nach dem “Starten” lautet unser erstes Fazit. Mucksmäuschenstil bleibt es im Innenraum – sofern Radio und Lüftung ausgeschaltet sind. Lediglich ein kleines kurzes Summen vom Arbeitsgeräusch der Unterdruckpumpe für den Bremskraftverstärker ist zu hören. Eine Form von Motorengeräusch möchte sich aber nicht einstellen, nur das “Powermeter” im Kombiinstrument geht in die mittige 0-Stellung und signalisiert uns: Bereit, die Fahrt kann losgehen!

Ein Blick auf die Tankuhr, die nun ja Batterieuhr heißt – 100 % Energieladung. Gut so, schnell nach einen letzten Kontrollblick in den Kofferraum dann kann es losgehen. Im Unterboden des Kofferraums der A-Klasse führen wir die notwendigen Kabel mit: ein 220V-Kabel mit eingebauten FI-Sicherheitsschalter sowie ein 16-Ampere-Kabel (welches alleine schon rund 1.000 Euro Wert darstellt).

Der Berufsalltag: täglich 110 km Wegstrecke
Der tägliche Einsatz der A-Klasse E-CELL: frühmorgens gegen 5 Uhr, lautlos in das 55 km entfernte Nürnberg. Die Wegstrecke sind rund 30 km Bundesstraße, sowie 20 km Autobahn und mit ca. 5 km ein wenig Stadtverkehr. Am ersten Tag gehen wir das ganze erstmal langsam an. Ruhiger Fahrstil und trotz morgendlicher Kühle vin rund 12 Grad Außentemperatur bleibt die Sitzheizung aus. Heizung/Lüftung und Radio sind jedoch im Betrieb. In Nürnberg nach rund 45 Fahrminuten angekommen stellen wir die A-Klasse mit 67 Prozent auf dem Parkplatz ab. Dort wartet die E-CELL auf uns, um 8 Stunden später den Rückweg anzutreten. Ladevorgang dazwischen? Fehlanzeige. Nach 110 Kilometer Wegstrecke betrachten wir die Energieanzeige: 35 % Prozent.

Der nächste Tag. Die gleiche Wegstrecke von insgesamt 110 Kilometern, diesmal aber ohne Heizung/Lüftung – und weiterhin ohne Sitzheizung. Auch auf das Radio verzichten wir und betrachten am Abend, bei ähnlichen Wetterverhältnissen und Fahrgeschwindigkeiten, abermals die Energieanzeige: 43 %. Unwesentlich wenig Strom gespart.

Was sich bereits nach den ersten beiden Testtagen schnell herausstellte: Uns fehlt ein wichtiges Instrument für die E-CELL. Die Wallbox, mittels dessen wir unser Testfahrzeug per Starkstrom entsprechend schnell – gern auch zwischendurch – laden könnten. Unsere A-Klasse muss stattdessen täglich an der haushaltsübliche Steckdose mit 230V laden – ein Betrieb mit Starkstrom ist ohne entsprechender Wallbox gar nicht erst möglich. Dieses war uns aber bereits im Vorfeld des Tests bewusst und haben das auch so akzeptiert. Uns ist jedoch klar: Wer ein Elektroauto, wie die A-Klasse E-CELL sein eigen nennt und damit täglich fährt, der hat auch die entsprechende Wallbox in der Garage. Aber auch Wallboxen sind nicht immer ganz unproblematisch, dieses mussten wir unerwartet wenig später bei unserem Test selbst feststellen. Ab und an gab es ein wenig “Synronisierungsprobleme” zwischen der Box und dem Fahrzeug, bis der Ladevorgang begann. Geladen hat unser Fahrzeug jedoch nach einen Weile – und mehrfachen ein- und ausstecken des Ladekabel – dann doch immer problemlos.

Zur Ladezeit bei uns: Um 18 Uhr bei 230 V eingesteckt – bis rund 2:30 Uhr war das Fahrzeug komplett geladen. 8,5 Stunden für runde 60 % Ladung. Zusätzliche Besorgungsfahrten am Abend ließ die Restspannung öfters auf unter 30 % sinken, – was die Ladedauer dann aber schnell um 3-4 Stunden verlängerte. Gar nicht gut: Möchte man um 5 Uhr abfahren, wie unsere täglichen Planungen vorgesehen haben, muss man die Besorgungsfahrten am Abend auf das notwendigste begrenzen. Unschön, aber Elektro-Fahrer wissen sich zu helfen, so das die E-CELL tagsüber einfach an eine Ladesäule der N-Ergie AG in Nürnberg – die sogar noch um die Ecke gelegen war – abgestellt wurde um dort kostenlos Wasserkraft-Energie zu tanken. Flexibel sollte man also sein, auch wenn man sich manchmal ein wenig wie Berta Benz und deren Apothekenbesuche fühlte. Unser Vorteil an der Ladesäule, aber auch an der Steckdose zuhause: wir nutzten die Vorklimatisierung der A-Klasse, stellten die Temperatur auf 22 Grad Innenraumtemperatur und genossen von da ab passende Temperaturen ab Start. Die Vorklimatisierung startet automatisch, 30 Minuten vor dem zuvor eingestellten Fahrbeginn. An die Gesichter, die uns beim “Ein- und Ausstecken” des Fahrzeuges am Straßenrand an einer Einfallsstraße von Nürnberg fragend und verwundert anschauten, haben wir uns bereits nach wenigen Tagen gewöhnt.

Sollte ein Fehler bei der der Ladesynchronisation vorliegen, blinkt die Umrandung des Kontaktsteckers an der A-Klasse E-CELL orange. Läuft der Ladevorgang blinkt sie grün und wechselt bei maximal geladener Batterie zum grünen Dauerleuchten. Läuft der Ladevorgang, wird im Kombiinstrument nicht nur der aktuelle Ladungzustand angezeigt, sondern auch die Zeit bis wann das Fahrzeug die 100% Marke erreicht hat – und die Berechnung stimmte zu jedem Zeitpunkt bei unserem Test.

Die improvisierte Ladesäule
An einen unserer Testtage sollte es auch nach Nördlingen im Ries gehen. Dort sollte die A-Klasse planmäßig eigentlich an der Kaiserwiese abgestellt werden. Unser Problem hierbei: zum einem wollten wir nicht auf die sehr komfortable Vorklimatisierung verzichten, sondern zusätzlich auch noch Energie tanken. Ladesäulen sind natürlich in der Kleinstadt von Nördlingen erst gar nicht vorhanden, so dass wir einfach auf den angrenzenden Ladepunkt für Wohnmobile auswichen.

Mittels entsprechenden CEE-Adapter für Wohnmobile konnten wir die E-CELL an die Wohnmobilladesäule hängen und hatten gleichzeitig fragende Gesichter der Fahrer von den WoMos im Programm. Zwar war die Ladung für die Fahrt nach Nördlingen nicht notwendig, die Reichweite selbst stellte kein Problem dar, doch ging es eher um den Test der Möglichkeit. Das Gefühl, man kann, wenn man will, beruhigt. Test bestanden, keinerlei Probleme – auch wenn die Kilowattstunde an die Stadt Nördlingen mit 2 Euro mittels Münzeinwurf teuer bezahlt werden musste.

Shopping nach München
“Nicht-urban” hieß es bei unseren Fahrtest nach München, den wir zum Shopping zweimal durchgeführt haben. 150 Kilometer einfache Wegstrecke, teils auf der Bundesstraße, teils auf der vielbefahrenen Autobahn A9 und am Ende im Stop & Go-Verkehr in der Innenstadt von München. Unser Ziel: Die Mercedes-Benz Niederlassung in der Arnulfstraße, dessen Ladesäule im 2. Stock des Parkhauses wir benutzen wollten – und haben. Wir testeten die Strecke Samstags sowie Wochentags – einmal ohne Klimaanlage und einmal mit.

Das Fazit nach beiden Touren sieht eigentlich recht gut aus. Ohne großartig auf den Energieverbrauch zu achten, kamen wir mit jeweils 25 und 30 Prozent Restladung in München an. Ob die Klimaanlage an oder aus ist – war hier trotz zum Teil warmer Außentemperaturen komplett zu vernachlässigen und wirkte sich nicht wesentlich auf die Energiebilanz im Test aus. In beiden Fällen konnten wir nach rund 4 Stunden Ladezeit an der Wallbox in der Niederlasuung wieder – “vollbetankt” – in unsere A-Klasse E-CELL für den Rückweg einsteigen.

Ohne der freundlichen Unterstützung der Niederlassung München, die im Umkreis die für uns einzige Ladesäule mit Starkstrom anbieten konnte, wäre dieses Experiment wohl nicht möglich gewesen. Eine komplette Ladung mit 230V wäre in der Kürze der Zeit unmöglich.

Ladung mit Starkstrom – 16A-Kabel im Betrieb
Im Unterschied mit der sonst durchgeführten 230V-Ladung bemerkten wir bei der erstmaligen Benutzung des Starkstromkabel zwei wesentliche Unterschiede – von der Ladedauer einmal abgesehen. Die Kühlung für die Batterie war nun lautstarker zu vernehmen, parallel könnte man sich im Winter am Kabel selbst problemlos die Hände wärmen.

Genau wie bei der Ladung an der Haushaltssteckdose ging der Ladevorgang an der Wallbox und mit Starkstrom ebenso einfach, einzig am Ladekabel gab es keinen Schutzschalter zu bedienen.

Bei beiden Ladevorgängen verriegelt das Ladekabel am Fahrzeug. Unterbrechung des Ladevorganges von Fremden ist bei der Ladung mit 230V durch Drücken des Schutzschalters möglich, – was uns störte. Stecker an der Ladesäule von Unbeteiligten zu entfernen, wäre bei jeder von uns getesteten Ladesäule möglich gewesen. Hier bedarf es von den Zulieferern noch Handlungsbedarf – mit einer Ausnahme: die Ladesäule der Stadtwerke Ingolstadt, dessen Ladung wir auf den Rückweg noch kurz in Anspruch nahmen, verriegelt auch die andere Seite des Steckers. So ist die Ideallösung.

Fazit: Das Umdenken geschieht im Kopf
Wer ein Elektrofahrzeug fährt, plant seine Fahrten im Gegensatz zu Fahrern mit normalen Antrieben ganz anders ein. Recht schnell findet man dabei heraus, welche Fahrten überhaupt notwendig sind und auf welche getrost verzichtet werden können. Die A-Klasse E-CELL begeistert, fällt im Straßenverkehr jedoch eher selten auf – zu unserer Verwunderung. Fehlende Geräusche des Fahrzeuges bei der Anfahrt sind zwar vorhanden, doch ab 25-30 km/h kommt das Reifenabrollgeräusch hinzu und machen das Fahrzeug dann bereits wieder für Fußgänger hörbar. Unsere Tests in abgelegenen Seitenstraßen fand sehr wenig verwunderte Gesichter, lediglich das lautlose Anfahren verwunderte oftmals. Solange kein anderes, normal mit Verbrennungsmotor angetriebene Fahrzeug in der Nähe ist, fällt man auf – anders jedoch nicht mehr.

Die E-CELL selbst hat uns begeistert – aber auch genervt, wobei das Fahrzeug und auch der Hersteller nicht umbedingt etwas dafür konnte. Uns fehlte einfach die Infrastruktur am Startpunkt. Mit Wallbox und Starkstrom selbst wäre und ist die “A-Klasse Elektro”, wie Mercedes die A-Klasse auf den Frachtpapieren zu uns bezeichnete, ein ideales Fahrzeug für den urbanen Verkehr, für den das Fahrzeug auch nur gedacht ist. Die maximale Reichweite des Fahrzeuges lag nach unseren Erkenntnissen bei rund 200 km -maximal (und über 1.000 km einen Schnitt von 11,5 kw durchaus sparsam, sonst hatten wir meist einen Spitzenwert von 18-20 kw im normalen Alltagsverkehr – ohne den Energieverlust bei der Ladung mit einzurechnen.). Und eines ist klar: Wer eine E-CELL zuhause hat, hat eine solche Box – und auch keine Probleme. Probleme beim Parken hatten wir übrigens auch nicht: Dank der in Nürnberg direkt in der Innenstadt gelegenen Ladesäulen: Mitten in der City, kostenlos parken und noch kostenlosen Strom aus Wasserkraft des örtlichen Stromanbieters.

Und ja: Wir haben mit der A-Klasse E-CELL so einmalige Momente erlebt, die man gar nicht beschreiben kann. So haben wir die Mitarbeiter einer ganze Werkstatt eines örtlichen Händlers um das Auto gehabt, begeisterte Kfz-Meister erlebt, aber auch für viel Gesprächsstoff gesorgt. Wir haben Neuwagenverkäufern sogar die ersten Fahrten in einer E-CELL beschert – und begeisterte Gesichter geerntet. Wir waren ein Exot auf der Straße, der so gar nicht aufgefallen ist – wovon wir eigentlich ausgegangen waren.

Bei der Niederlassung München hatten wir eine Rückfrage wegen der A-Klasse beim Werkstattmeister,.. auf den Weg vom Gebäude zum Parkplatz redeten wir immer nur über “unsere A-Klasse”, als wir dann kurz “ist halt eine E-CELL..” erwähnten, stoppte er erstmal. Erwartet hat er einen Besuch nicht, geholfen wurde uns trotzdem.

Der E-CELL hat sich perfekt in das automotive Umfeld angepasst hat. Selbst auf der Autobahn wurden wir im Stau von nebenstehenden Fahrzeugführern angesprochen, – aber auch von Leuten auf der Straße. “Mit den Fahrzeug kommst Du ja nicht mal in den Urlaub an die Nordsee….!” – das wohl nicht, aber dafür ist die A-Klasse E-CELL auch nicht gedacht. Urbaner Stadtverkehr, 200 km täglich – und an der Ampel oft der Erste – dies schafft das Elektroteil mit Glanzleistung. Wenn man will!

Nach den uns vorliegenden Informationen hat Mercedes-Benz die neue B-Klasse mit Range-Extender zugunsten einer B-Klasse mit E-CELL-Antrieb zurückgestellt – eine Elektrovariante der neuen A-Klasse ist aktuell nicht geplant. Mercedes-Benz bemüht sich verstärkt, Elektromobilität allen Autofahrern näher zu bringen und Vorurteile zu beseitigen. Wir hatten ebenso unsere Vorurteile – was das Thema betrifft, aber nach mehr als 1.000 Kilometer Testfahrt mit der A-Klasse E-CELL können wir sagen, das diese völlig unbegründet waren. Die E-CELL hat uns überzeugt und uns genau das geliefert was sie soll: Einfaches und unkompliziertes lokal emissionsfreies Fahren. Wir freuen uns, auf die nächste – noch bessere – Generation der Batterieelektrischen Antriebstechnik und bleiben selbstverständlich in dieser Sache am Ball. Einen ersten Ausblick werden wir bereits auf dem Pariser Autosalon im September erhalten – dort präsentiert sich die neue künftige B-Klasse E-CELL als Studie.

Wir danken für die Unterstützung unserer Tests der N-Ergie AG Nürnberg, sowie den Stadtwerken Ingolstadt und der Mercedes-Benz Niederlassung München für den kostenlos bereitgestellten Strom und die kostenlose Zusendung der benötigten Ladekarten. Parallel danken wir der Niederlassung Nürnberg für den Hebebühnen-Hilfsdienst, um Bilder des Unterbodens erstellen zu können.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe / Daimler AG