Michael Schumacher und Nico Rosberg beendeten das Rennen zum Großen Preis von Malaysia bei regnerischen Bedingungen auf die Positionen 10 und 13.

Schumacher, eigentlich von Platz 3 beim Start eine gute Ausgangsposition, wurde bereits auf der ersten Runde nach einer Berühung umgedreht – und fiel am Ende der ersten Runde auf Platz 16 zurück. Aufgrund eines Regens wurde das Rennen in Runde 9 51 Minuten unterbrochen, beim Re-Start hatten die Teamkollegen Probleme, das Beste aus ihren Reifen herauszuholen und konnten so nicht mehr um Positionen kämpfen.

Michael Schumacher: „Angesichts meiner guten Startposition ist es wirklich schade, heute nur einen Punkt erzielt zu haben. Natürlich hätte ich mir nach all der harten Arbeit ein besseres Ergebnis für unser Team gewünscht. Allerdings hatte ich kurz nach dem Start eine Berührung mit einem anderen Auto und wurde dabei umgedreht – danach war das Rennen für mich gelaufen. In der ersten Rennphase versuchte ich nur auf der Strecke zu bleiben – die Sicht war einfach zu schlecht. Deshalb war es absolut richtig, das Rennen zu unterbrechen. Nach dem Re-Start war die Pace nicht so schlecht, aber das galt für etliche Teams, weshalb ich keine Chance hatte, viele Positionen gutzumachen. Es ist klar, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, um unsere Qualifying-Pace auf das Rennen zu übertragen, aber ich bin sicher, dass die Jungs bereits sehr hart über eine Lösung nachdenken. Das geht allerdings nicht von einem Rennen zum nächsten, es benötigt etwas Zeit und die müssen wir uns nehmen. Dennoch ist es eindeutig, dass wir uns gesteigert haben, somit fliege ich beruhigt nach Hause und freue mich auf die kommenden Rennen.“

Nico Rosberg: „Das war ein ereignisreiches Rennen, aber ein unglücklicher Tag für mich. Ich hatte einen guten Re-Start und lag dank einer guten Strategie auf Platz vier. Danach hatte ich jedoch Schwierigkeiten mit den Intermediates – der Gripverlust war sehr hoch, weswegen ich einen weiteren Boxenstopp für einen neuen Reifensatz einlegen musste. Positiv ist, dass ich auf meinem letzten Stint mit den Slicks eine gute Pace hatte und aufgrund meines Umgangs mit den Reifen an Jenson Button vorbeikam. Wir sind stark im Qualifying, aber noch nicht im Rennen, daran müssen wir bis zum nächsten Rennen in China arbeiten.“

Ross Brawn: „Das ist leider ein sehr enttäuschendes Ende eines ansonsten positiven Wochenendes hier in Malaysia. Unser Auto wirft ein bisschen ein Rätsel auf, das wir lösen müssen. Nach einem ermutigenden Qualifying sowie den Runs mit viel Sprit am Freitag hatten wir heute im Rennen Schwierigkeiten, die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Es gab nur kleine Fenster, in denen sie funktionierten und wir nicht gänzlich herausfielen. Ich glaube nicht, dass wir die Reifen zu hart herannehmen, wir nutzen sie einfach nicht richtig – dieses Problem müssen wir lösen, um mit dem Auto weitere Fortschritte zu erzielen. Das ist besonders enttäuschend, nachdem wir unser Potential bereits unter Beweis gestellt haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir stark genug sind und das richtige Personal haben, um diese Schwierigkeiten zu beheben. Jetzt krempeln wir die Ärmel in der Fabrik hoch und wollen genau das schaffen.“

Norbert Haug: “Michael hatte von Platz drei nicht den besten Start, lag aber noch innerhalb der Top-5, als er umgedreht wurde und danach nur als Sechzehnter aus der ersten Runde zurückkam. Nach dem Re-Start lief es leider nicht viel besser und wir kamen nie richtig mit diesen Regenverhältnissen und der im Rennverlauf abtrocknenden Strecke zurecht. Andere Teams kamen mit den gemischten Streckenverhältnissen besser klar. Sehr gut dabei die Leistungen von Ferrari und Sauber. Glückwunsch an diese Teams, Fernando Alonso und Sergio Perez. Wir hatten heute nicht das Setup, um bei diesen schwierigen und sich ändernden Bedingungen das Beste herauszuholen. Wir holten Nico zum Boxenstopp herein und wechselten auf Slicks, ein kalkuliertes Risiko, das sich letztlich nicht ausgezahlt hat. Unser Auto hat den Speed und wir werden weiter hart daran arbeiten, diesen Speed sowohl im Rennen als auch im Qualifying umzusetzen.“


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