Die Transportersparte der Daimler AG, Mercedes-Benz Vans wird als eigene Geschäftseinheit geführt – die ihrerseits auf gute Historie zurückblicken kann: 1977 bringt Daimler-Benz einen Kleintransporter namens „TN“ („Transporter neu“) auf den Markt.

Mit Gesamtgewichten von 2,5 bis 3,5 Tonnen, bald auch um eine Variante mit 4,6 Tonnen Gesamtgewicht erweitert, soll die neue, extrem vielseitig konzipierte Baureihe bei Fahr- und Bedienungskomfort die Brücke zum Pkw schlagen. Er wird unter anderem als Kastenwagen, Kleinbus und Pritschenwagen eingesetzt. Nach 18 Jahren Produktionszeit wird der TN im Jahr 1995 vom völlig neu konzipierten Typ Sprinter abgelöst, den es seit 2006 in der zweiten Generation gibt. In den USA und Kanada wird der Sprinter aus rechtlichen Gründen unter den Markennamen Dodge und Freightliner vertrieben.

Heute gibt es neben dem Sprinter in der Sparte Mercedes-Benz Vans, im Geschäftsbericht unter „Vans, Buses, Others“ zu finden, den Vario, Viano und Vito. Aufgrund der vielseitig einsetzbaren Fahrzeuge kann Mercedes-Benz Vans 2008 trotz eines schwierigen Marktumfelds infolge der Finanzkrise das Rekordniveau des Jahres 2007 nahezu halten. Weltweit werden 287.200 Fahrzeuge verkauft, die Daimler AG freut sich somit über das mit Abstand zweithöchste Volumen beim Transporterabsatz in der Unternehmensgeschichte. In Folge der hohen Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres 2008 arbeiten die Werke in Düsseldorf, Ludwigsfelde und Vitoria/Spanien an der Kapazitätsgrenze.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise belastet im Jahr 2009 auch Absatz, Umsatz und Ergebnis von Mercedes-Benz Vans. Mit 165.600 Einheiten liegen die Verkäufe der Modelle Sprinter, Vario, Viano und Vito damit deutlich unter dem sehr hohen Vorjahresniveau von 287.200 Einheiten. In den westeuropäischen Schlüsselmärkten Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Niederlande muss die Sparte krisenbedingte Rückgänge von durchschnittlich 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. In Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt von Mercedes-Benz Vans, profitieren die Stuttgarter hingegen vom andauernden Markterfolg des Sprinter, der unter anderem mit seiner Technologie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie mit seinen Fahrleistungen in seinem Marktsegment immer neue Maßstäbe setzt: Der Absatzrückgang fällt hier 2009 mit 21 Prozent deutlich moderater aus. Das einzig positive der Krise: Die Mercedes-Benz Transporter können Marktanteile gewinnen.

Zu Beginn des Jahres 2010 entspannt sich die Lage spürbar: Im ersten Quartal legt der Umsatz der Mercedes-Benz Vans um 31 Prozent und der Absatz um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Quelle: Daimler AG