Erstmals waren 2012 nun mehrere Auto-Konzerne auf der Unterhaltungs-Elektronik-Medien-Internet Messe CES in Las Vegas vertreten, – allen voran die Daimler AG.

Daimler-Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche war das Thema Internet im Auto und die Herausforderungen der individuellen Mobilität in der Zukunft so wichtig, das er selbst einen Teil der Eröffnungsrede der größten Unterhaltungs-Elektronik-Medien-Internet-Messe CES im sonnigen Las Vegas / USA hielt.

Der Vorstand der Daimler AG ist sich klar, was für wachsende Herausforderung die Zukunft bringt. Die Vernetzung des Autos mit der Umwelt ist eine Möglichkeit, der steigenden Verkehr als logische Möglichkeit flüssiger, sicherer und energieeffizienter zu ermöglichen. Für den Konzern ist das Auto, neben Fortbewegungsmittel, aber auch ein Device für das Internet, mittels das der Nutzer nicht nur mittels Facebook-Anbindung in der Cloud arbeiten kann, sondern auch aus der Cloud seine Musik holen kann – transparent auch unterwegs.

Einen der Schwerpunkte stellt Daimler klar heraus: Cloud-Dienste – mittels der der Nutzer in Zukunft für ein Kartenupdate seiner Navigationsanlage nicht mehr in die Werkstatt soll, sondern seine Software direkt aus den Internet installiert werden soll – abgesichert über eine abgesicherte VPS-Verbindung mit den Servern der Daimler AG.

Das Fahrzeug kann mittels Cloud in der Zukunft nicht nur die Routenplanung übernehmen, sondern auch das Wetter am Ankunftsort zur jeweiligen Ankunftszeit aus der Cloud holen- entsprechendes automatisch auf Wunsch twittern, – oder die wichtigsten Podcasts dafür bereitstellen. Zukünftige Fahrzeuge, die elektronisch betrieben werden, können ihren Ladezustand per Twitter weitergeben.

Auch in der Zukunft will die Daimler AG Fahrzeuge verkaufen, – darum ist man auch im Verkehrsmanagement für eine steigende Verkehrsdichte in der Entwicklung. Mit “Car-to-X” tauschen in naher Zukunft Fahrzeuge gegenseitig Informationen aus, z.B. können vorausfahrende Fahrzeuge über rutschige Fahrbahnen an den Nachfolgenden weiterleiten, Ampelschaltungen entsprechend beeinflusst und angepasst werden. Zeit- und spritsparendes Kolonnenfahren benötigt als Grundlage eine Verknüpfung der Fahrzeuge, so meint die Entwicklung der Daimler AG.

Auf der CES stellte die Daimler AG mehrere Ausblicke auf die Zukunft aus:

Digital Premium durch Augmented Reality: DICE

Mit der Skulptur DICE (Dynamic & Intuitive Control Experience) gibt Mercedes-Benz auf der CES einen visionären Ausblick auf das interaktive, intuitive und gleichzeitig sichere Bedienerlebnis in Premiumautomobilen der Zukunft. Sie demonstriert eindrucksvoll wie das Fahrzeug durch bidirektionale Interaktion zum mitdenkenden, intelligenten Mobilitätspartner wird.

Die komplette Windschutzscheibe wird zu einem brillanten Head-Up Display und das Armaturenbrett zu einem Displayband. Dort werden digitale Informationen zur realen Fahrzeugumgebung, Points of Interest, Freunden, Fußgängern sowie zu anderen Fahrzeugen präsentiert und eine natürliche Interaktion über Gesten ermöglicht. Dabei nutzt Mercedes-Benz die Kombination von Augmented Reality und natürlicher Gestensteuerung, um eine völlig neuartige und faszinierende Form der Kommunikation zwischen Mensch und Umwelt zu verwirklichen.

Die Interaktionslogik des neuartigen Bedienkonzeptes kommt dem intuitiven menschlichen Verhalten sehr nahe. Es werden neben funktionalen nun auch emotionale und soziale Aspekte vermittelt und dadurch ein einmaliges Bedien- und Fahrerlebnis erzeugt. Wenn man beispielsweise an einem Club vorbeifährt kann mit einer einfachen Handbewegung die Musik, die dort gerade gespielt wird, per Live-stream ins Fahrzeug übertragen werden. Genau so können auch ortsbezogene Nachrichten aus sozialen Netzwerken, zu Sehenswürdigkeiten, Gebäuden oder Orten abgerufen bzw. hinterlassen werden.

Heranfahrende Fahrzeuge an Kreuzungen werden virtuell in die Windschutzscheibe eingeblendet, um mögliche Gefahrensituationen zu vermeiden. Um die Parkplatzsuche erheblich zu vereinfachen, werden beispielsweise demnächst frei werdende Parkplätze über Mobilitätskonzepte wie car2go oder Netzwerk-Informationen proaktiv in der realen Umgebung virtuell eingeblendet.

Eine Weltneuheit ist die kontextabhängige und ortsbezogene Darstellung der Menüinhalte “Media”, “Social” und “Places” des Infotainment Systems als Informationsschwarm. Beispielsweise werden unter “Social” die jeweiligen Freunde aus den eigenen sozialen Netzwerken in der darunter angeordneten 3D Stadt angezeigt. Gleiches gilt für “Places”, wo die persönlichen „Points of Interest”, wie beispielsweise Restaurants oder Kinos, gespeichert werden können. 3D-Raumgesten und der Schwarm erlauben eine sehr dynamische und intuitive Bedienung.

Immer online: mit COMAND Online / mbrace2

Sicheren und komfor­tablen Internetzugang im Auto bietet Mercedes-Benz bereits heute in zahlreichen Modellen: Das Multimedia-System COMAND Online wurde bereits im letzten Jahr in Europa eingeführt. Es bietet neue Funktionen, wie die innovativen Mercedes-Benz Apps mit beispielsweise Google Local Search inklusive Google Street View und Panoramio oder Facebook. Mit mbrace2 sind diese künftig auch in den USA verfügbar.

Und für ein Klangerlebnis auf höchstem Niveau hat Mercedes-Benz das neue FrontBass-System vorgestellt. Damit revolutioniert der Automobilhersteller die Basswiedergabe im Auto – speziell im offenen Roadster. Das weltweit einzigartige FrontBass-System, das im neuen SL seine Premiere feiert und auf der CES vorgestellt wird, nutzt Hohlräume in den Aluminium-Rohbaustrukturen vor dem Fußraum als Resonanzvolumen für die Basslautsprecher. Das Ergebnis: Knackige Bässe ermöglichen Konzertsaal-Atmosphäre selbst bei offenem Auto.

Bilder: Daimler AG