Die Geschichte von Mercedes-Benz beginnt mit der Geburt des Automobils vor 125 Jahren – ein Jubiläum, das in diesem Jahr bei mehreren Anlässen gefeiert wird.

„Mercedes-Benz Classic erinnert an diesen technik- und kulturgeschichtlichen Gründungsmoment, der die Welt bis heute bewegt, auch bei den Schloss Dyck Classic Days 2011“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic und Geschäftsführer der Mercedes-Benz Museum GmbH. „Besonders freue ich mich, dass Jutta Benz, die Urenkelin von Bertha und Carl Benz, im Jubiläumsjahr dort mit uns anwesend sein wird.“ Die Veranstaltung findet am 6. und 7. August 2011 in Jüchen im Rhein-Kreis Neuss statt. Mercedes-Benz Classic feiert die Erfindung des Automobils dort mit einer Ausstellung automobiler Meilensteine aus der unternehmenseigenen Sammlung. Ein weiterer Schwerpunkt ist Juan Manuel Fangio, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Der am 24. Juni 1911 in Balcarce (Argentinien) geborene Rennfahrer und Rekord-Weltmeister der Formel 1 Juan Manuel Fangio prägte die Epoche der Mercedes-Benz Silberpfeile in den Jahren 1954 und 1955. In beiden Jahren wurde Fangio Formel-1-Weltmeister, außerdem war er erfolgreich bei Sportwagenrennen.

Diese Zeit lässt Mercedes-Benz Classic in Schloss Dyck mit einer Präsentation der beiden legendären Silberpfeile Fangios wieder aufleben: Das ist einerseits der Grand-Prix-Rennwagen W 196, der auf dem berühmten Mercedes-Benz Renntransporter – auch „Blaues Wunder“ genannt – stehend gezeigt wird. Andererseits ist dies der Rennsportwagen 300 SLR (Baureihe W 196 S) mit der Startnummer 658, der auch auf dem Rundkurs in Schloss Dyck unterwegs sein wird.

Dieses Fahrzeug steuerte Fangio 1955 bei der Mille Miglia, die er im Gegensatz zu den meisten anderen Piloten im Alleingang ohne Kopilot meisterte und dennoch hinter seinem Teamkollegen Stirling Moss auf Platz zwei ins Ziel kam. Er startete um 6:58 Uhr – daher trägt er die Ziffernfolge 658 als Startnummer.

Mercedes-Benz Classic hat zu dem hochklassigen Wochenende rund um die automobile Kultur auch die Rennfahrer Hans Herrmann und Jochen Mass eingeladen. Sie werden diesen geschichtsträchtigen Wagen bei den Schloss Dyck Classic Days abwechselnd steuern.

Im Rahmen der Ausstellung „125! Jahre Automobil“ zeigt Mercedes-Benz Classic im Schlosspark mit Meilensteinen der Automobil geschichte die unermüdliche Innovationskraft der Marke seit 1886 auf: Im Zentrum steht dabei der Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886, das erste Automobil der Welt. Zu sehen sind außerdem ein Kompressor-Tourensportwagen des Typs SSK, ein Mercedes-Benz 500 K Luxus-Roadster, ein Mercedes-Benz 300 SL Coupé mit seinen typischen Flügeltüren, eine Ponton-Limousine der Wirtschaftswunderzeit und der überwältigende Mercedes-Benz 450 SEL 6.9. Die hochmoderne B-Klasse F-CELL, die im Juni 2011 gerade ihre Weltumrundung „F-CELL World Drive“ abgeschlossen hat, weist schließlich als aktuelles, emissionsfrei fahrendes Automobil in die Zukunft der Kraftfahrzeugtechnik.

Für einen exklusiven Fahrservice bei den Classic Days sorgt Mercedes-Benz Rhein-Ruhr mit den Niederlassungen Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach und Neuss. Oldtimer-Begeisterte gelangen so sicher und komfortabel zu einer der weltweit bedeutendsten Oldtimer-Veranstaltungen. Um den Charakter der Classic Days als Fest für die ganze Familie zu unterstreichen, ist es Mercedes-Benz Rhein-Ruhr Direktor Jürgen Herrmann ein Anliegen, die Stiftung Schloss Dyck bei der Organisation der Veranstaltung mit einem eigenen, zusätzlichen Shuttle zu unterstützen: „Wer ein solches Festival organisiert, muss mobil sein. Mit insgesamt acht Mercedes-Benz Fahrzeugen unserer Niederlassung helfen wir der Stiftung dabei sehr gerne.“

Die 2006 ins Leben gerufenen Schloss Dyck Classic Days sind der perfekte Rahmen für die faszinierende Historie von Mercedes-Benz und den Vorgängerunternehmen. Zur beeindruckenden Präsenz tragen auch wieder die Markenklubs bei. Sie sind bei den Classic Days Schloss Dyck mit mehr als 200 Fahrzeugen präsent. Das Interesse ist sogar noch größer – die Zahl der Anfragen hat 2011 wieder die Kapazität des historischen Geländes am Wasserschloss überschritten.

Entstanden sind die Classic Days Schloss Dyck im Jahr 2006 zur Erinnerung an den 1961 in Monza tödlich verunglückten Rennfahrer Wolfgang Alexander Reichsgraf Berghe von Trips. Der Pilot fuhr auch Sportwagenrennen auf Fahrzeugen von Mercedes-Benz. In der Formel 1 startete er für Ferrari und Porsche. An den legendären Piloten erinnert auch die von dem Bildhauer Pierre Habets geschaffene „Graf Trips Skulptur“, die als Preis für den Gesamtsieger der Schloss Dyck Classic Days vergeben wird.

Das Programm der Classic Days, zu denen Enthusiasten und Sammler aus ganz Europa mit ihren exklusiven Fahrzeugen ins Rheinland anreisen, hat mehrere Schwerpunkte. Die „Racing Legends“ bieten Rundstreckenläufe für historische Wettbewerbs fahrzeuge bis zum Baujahr 1961. Aber auch Motorräder und Gespanne bis Baujahr 1940 treten gegen die Uhr an. Zusammen mit den Demonstrationsfahrten auf dem fast drei Kilometer langen Rundkurs beim Wasserschloss und dem 2009 wiedereingeführten Viertelmeilen-Sprintwettbewerb über 402,36 Meter entsteht so ein auf die Höhepunkte des klassischen Rennsports fokussiertes Kaleidoskop dieser besonderen Variante der Automobiltechnik.

Gestartet wird bei Sport- und Rennsportfahrzeugen in den Kategorien „Classic“ (1910 bis 1925), „Historic“ (1926 bis 1949) und „Modern“ (1950 bis 1961). Dazu kommen die Sonderläufe „125 Jahre Automobil“ für hubraumstarke, sportliche Fahrzeuge aus der Anfangszeit des Motorsport von 1905 bis 1920, für in Formel-Rennen eingesetzte Monoposti der Baujahre 1930 bis 1961 sowie „Great British Marques“ für Fahrzeuge von Riley, Lagonda, Bentley, Alvis, Invicta und Sunbeam der Baujahre1925 bis 1950.

Der zweite glanzvolle Schwerpunkt des Festivals ist einmal mehr der Concours d’Elegance am Schloss Dyck „Jewels in the Park“. Diese Fahrzeugpräsentation wird von der FIVA auch 2011 wieder als Top-Event der Kategorie A gewertet – auf Augenhöhe mit der Villa d’Este und Pebble Beach. Mehr als 40.000 Zuschauer werden zu der Präsentation auf den Wiesen vor dem Wasserschloss und anderen außergewöhnlichen Orten rund um die bis in das 11. Jahr hundert zurückreichende Anlage erwartet.

Verschiedene Sonderausstellungen und thematische Schwerpunkte erweitern und runden das Angebot der Schloss Dyck Classic Days ab. Dazu zählt auch die Klassiker-Präsentation auf dem Miscanthus feld, so benannt nach dem gleichnamigen, dort wachsenden Chinaschilf-Ziergras, das für zwei Tage zu einem einzigen großen Freilichtmuseum für automobile Kulturgeschichte mit vielen Hundert Fahrzeugen wird.

Quelle: Daimler AG