Der Große Preis von Monaco – für Mercedes GP lief das ganze wohl nicht so, wie geplant: Ausfall für Michael Schumacher, dessen Airbox Feuer fing. Rosberg konnte das Rennen durchhalten, kam jedoch nur auf Platz 11. Sieger im Fürstentum wurde Sebastian Vettel.

Michael Schumacher musste sein Fahrzeug in der Boxeneinfahrt in der 35. Runde abstellen – jedoch nicht freiwillig. Teamkollege von Schumacher, Nico Rosberg konnte in Monaco einen 11. Platz reinfahren, – mit den man eigentlich nicht wirklich zufrieden sein kann. In der 14. Runde war Felipe Massa an das rechte Hinterrad von Rosberg selbst gefahren, was ggf. Probleme bei den Reifen verursacht haben könnte – dessen Reifen dann aber in der 15. Runde gewechselt wurden. In der 22. Runde verbremste sich Timo Glock an der Schikane im Hafen und hielt dadurch Nico Rosberg auf (wobei Schumacher beinahe auffuhr). In der 30. Runde fuhr Schumacher noch an Rosberg vorbei, bevor er dann ausfiel.

Sieger beim wichtigsten Rennen des Jahres konnte sich Sebastian Vettel (RedBull) sichern – sein erster GP-Sieg in Monaco und sich wieder 25 Punkte holen konnte. Auf den 2. Platz F. Alonso, gefolgt von J. Button und K. Kobayashi. Vettel holte sich den ersten deutschen Sieg im Fürstentum seit Michael Schumacher vor 10 Jahren auf Ferrari.

Die Platzierung im Detail:

1. S. Vettel, Red Bull
2. F. Alonso, Ferrari
3. J. Button, Mclaren
4. M. Webber, Red Bull
5. K. Kobayashi, Sauber
6. L. Hamilton, McLaren
7. A. Sutil, Force India
8. N. Heidfeld, Renault
9. R. Barrichello, Williams
10. S. Buemi, Toro Rosso
11. N. Rosberg, Mercedes GP
12. P. di Resta, Force India
13. J. trulli, Lotus
14. H. Kovalainen, Lotus
15. J. D´Ambrosio, Marussia-Virgin
16. V. Liuzzi, HRT
17. N. Karthikeyan, HRT
18. P. Maldonado, Williams

Nico Rosberg
„Ich hatte einen guten Start, aber das war schon das einzig Positive an diesem Rennen. Ich dachte, dass ich angreifen könnte, aber leider bauten die Hinterreifen im ersten Stint schnell ab – das behinderte meine Performance. Wir erlebten ein schwieriges Wochenende, an dem das Auto und ich nicht in Bestform waren – es hat einfach nicht sollen sein. Das kommt vor, aber wir werden alles geben, um in Montreal besser zu sein. Wir haben unsere Lektion gelernt und wissen, dass dieses Ergebnis nicht repräsentativ für uns ist. Ich bin überzeugt, dass wir uns in vierzehn Tagen steigern werden.“

Michael Schumacher
„Leider nehmen wir von diesem Rennen nicht viel Positives mit. Es gab ein Feuer in der Airbox und das Auto blieb einfach stehen, aber schon der Rennbeginn war nicht zufriedenstellend. Beim Start schaltete sich plötzlich das Anti-Stall-System ein – somit musste ich den gesamten Startprozess wiederholen. Danach hatte ich in der ersten Kurve eine Begegnung mit Lewis, nach der mein Frontflügel nicht mehr richtig funktionierte. Ich verlor Abtrieb, was auch meinen Reifen nicht gut tat. Aus diesem Grund mussten wir viel früher an die Box, als wir es geplant hatten. Danach war mein Rennen klarerweise beeinträchtigt. Trotzdem war der Grand Prix sehr spannend und ich bin froh, dass Vitaly Petrov okay zu sein scheint.“

Ross Brawn
„Nach dem Training und Qualifying waren wir zuversichtlich, dass beide Fahrer eine gute Chance haben würden, aber leider verlief das Rennen enttäuschend. Der erste Reifensatz der superweichen Mischung baute sehr schnell ab und entwickelte Graining. Diese Schwierigkeiten diktierten unseren Nachmittag. Wir müssen dies genau untersuchen, denn nach der guten Pace in den Freien Trainings hatten wir nicht damit gerechnet. Im Rennen hatten wir einige technische Probleme mit den Autos, aber das Hauptproblem war, dass wir mit dem ersten Reifensatz nicht länger als zehn oder zwölf Runden fahren konnten.“

Norbert Haug
„Das sind nicht die Resultate, die wir in Monaco holen wollten. Nicos Unfall am Samstagvormittag, den er zum Glück unverletzt überstanden hat, war sicherlich ein Handikap für uns, aber unsere Jungs leisteten fantastische Arbeit, um das Auto in Rekordzeit für das Qualifying zu reparieren. Michael startete als Fünfter, kam aber nicht gut weg – die Gründe dafür untersuchen wir noch. Sein Frontflügel wurde in der ersten Kurve bei einer Berührung mit einem anderen Auto beschädigt. Das beeinträchtigte seine Performance im ersten Stint. Nach seinem Boxenstopp sahen seine Rundenzeiten mit einem neuen Frontflügel und einem frischen Satz Option-Reifen besser aus, aber ein Feuer in der Airbox beendete sein Rennen, gerade als Michael bei der ersten Safety Car-Phase an die Box fahren wollte. Das Handling an Nicos Auto war nicht gut, außerdem hatte er während des Rennens KERS-Probleme – er kam so nur außerhalb der Punkte ins Ziel. Trotz des unbefriedigenden Ergebnisses möchte ich dem gesamten Team für den Einsatz und die harte Arbeit an diesem schwierigen Wochenende danken. In Montreal wollen wir besser abschneiden.“

Bild: Daimler AG