Fast 60 Jahre nach den spektakulären Siegen des ersten Mercedes-Benz Flügeltürers 300 SL bei den 24 Stunden von Le Mans und dem Langstreckenrennen Carrera Panamericana 1952 tritt wieder ein Mercedes mit Flügeltüren bei Sportwagenrennen an. Von den neun deutschen Privatteams, die 2011 mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 im Rahmen des Kundensportprogramms von Mercedes-AMG Rennen bestreiten, sind vier beim Auftakt zum ADAC GT Masters am Osterwochenende in Oschersleben (23. bis 25. April 2011) dabei; sie setzen insgesamt sieben Flügeltürer ein.

Anders als die werksseitig eingesetzten Mercedes-Benz Rennfahrzeuge in Formel 1 und DTM basiert das von den Privatteams gekaufte Rennauto SLS AMG GT3 auf dem gleichen Grundkonzept wie sein Serienpendant. Wie beim serienmäßigen SLS AMG ist beispielsweise das Getriebe an der Hinterachse angeordnet. Die Doppelquerlenkerachsen vorne und hinten wurden ebenfalls weitgehend aus dem Serienfahrzeug übernommen. Um die strengen Mercedes-Benz Sicherheitsstandards auch beim GT3 zu erfüllen, war der größtmögliche Schutz der Fahrer ein zentrales Thema bei der Entwicklung dieses Autos. Das vorbildliche Sicherheitsniveau des SLS AMG GT3 wurde mithilfe zahlreicher Crash-Versuche im Mercedes-Benz Technology Center in Sindelfingen abgesichert – dort, wo auch die passive Sicherheit aller Serienmodelle von AMG und Mercedes-Benz entwickelt und geprüft wird.

Um in den Meisterschaften für GT3-Fahrzeuge eine größtmögliche Leistungsdichte und damit spannende und für Zuschauer und Medien attraktive Rennen zu garantieren, hat der Automobil-Weltverband FIA die Balance of Performance kreiert. Bei eigens dafür angesetzten Testfahrten werden alle in Frage kommenden Fahrzeuge überprüft und anschließend so eingestuft, dass sie vergleichbare Rundenzeiten erreichen können.

SLS AMG GT3: erfolgreiche Sportwagen-Tradition fortgesetzt
Mit der Veranstaltung am Osterwochenende in Oschersleben startet das ADAC GT Masters in seine fünfte Saison. Im Starterfeld mit über 40 Fahrzeugen trifft der SLS AMG GT3 auf renommierte Konkurrenz von sieben weiteren Marken. Dabei hat der ADAC das GT Masters nicht für den Wettbewerb der Automobilhersteller konzipiert, sondern als professionelle Auftrittsbühne für engagierte Privatteams und Fahrer.

Damit ist die Serie wie geschaffen für den SLS AMG GT3 und das Kundensportprogramm, das Mercedes-AMG für den Flügeltürer aufgelegt hat. „Mit dem SLS AMG GT3 wird die lange und erfolgreiche Sportwagen-Tradition von Mercedes-Benz fortgesetzt“, sagte Bernd Schneider, mit fünf Titeln Rekordmeister der DTM und heute AMG Markenbotschafter, Instruktor und Testfahrer für Mercedes-AMG. Im Sportwagen Mercedes-Benz CLK-GTR wurde Schneider zudem 1997 FIA GT-Champion.

Die Veranstaltung in Oschersleben ist das erste von acht Wochenenden des ADAC GT Masters mit jeweils zwei Rennen. Die Serie macht in diesem Jahr unter anderem auf dem neueröffneten Red Bull Ring in Österreich und beim Truck Grand Prix auf dem Nürburgring Station. Dabei fahren die Piloten mit den SLS AMG GT3 und ihre Konkurrenten vor einem Publikum von bis zu 200.000 Zuschauern. Das Finale wird am 1. und 2. Oktober 2011 in Hockenheim ausgetragen.

Kundenteams am Start
Vier Kundenteams treten in Oschersleben mit dem Flügeltürer an: Heico Motorsport startet mit drei SLS AMG GT3, Black Falcon und MS RACING setzen jeweils zwei ein und Primajob Team Heico einen. Für Black Falcon ist es bereits der zweite Einsatz in dieser Saison, nachdem das Team beim Auftakt der VLN-Serie am 2. April 2011 auf dem Nürburgring den dritten Platz erreichte.

Die Teams und ihre Besetzung:

High Noon: Zeitplan für Oschersleben
Die GT3-Fahrzeuge fahren am Samstag (23. April 2011) um 09:45 Uhr zum freien Training erstmals auf die Strecke. Im zweigeteilten, 50-minütigen Qualifying um 16:50 Uhr kämpft Fahrer eins eines Teams um die Pole Position in Lauf eins und der zweite Fahrer um die beste Startposition in Lauf zwei. Die jeweils einstündigen Rennen des ADAC GT Masters, bei denen sich die zwei Fahrer pro Auto abwechseln, werden am Sonntag (24. April 2011) und Montag (25. April 2011) jeweils um 12:00 – High Noon – gestartet.

Wie 2010 werden beide Rennen live auf kabel eins übertragen, und zwar jeweils von 11:45 Uhr bis 13:10 Uhr. Damit ist das ADAC GT Masters die einzige deutsche Rennserie neben der DTM, die live im Fernsehen gezeigt wird. Jeweils mittwochs nach jeder Veranstaltung zeigt Sport1 Höhepunkte vom voran gegangenen Wochenende.

Quelle: Daimler AG