Das von Mercedes-Benz in den 70er Jahren entwickelte Anti-Blockier-System (ABS) bringt ein großes Plus an Fahrsicherheit. Es verhindert ein Blockieren der Räder bei Vollbremsungen und arbeitet auf trockenem Asphalt ebenso zuverlässig wie bei Nässe oder Glatteis.

Da die Reifen neben den Bremskräften nur ausreichend Seitenkräfte übertragen können, wenn sie sich drehen (und nicht blockieren), trägt das ABS zur Richtungsstabilität und Lenkbarkeit des Fahrzeugs bei jeweils maximaler Verzögerung bei. Mit anderen Worten: Zur Vermeidung eines Unfalls können Autofahrer dank ABS gleichzeitig bremsen und lenken – und damit gezielt ausweichen. In den modernen Mercedes-Personenwagen ist das Anti-Blockier-System ein Bestandteil des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP. Beide Systeme nutzen die gleiche Sensortechnik an den Rädern, die gleichen Magnetventile und das gleiche elektronische Steuergerät. Für die ABS-Funktionen sind vor allem die Drehzahlsensoren an denRädernwichtig, denn auf Basis ihrer Messsignale berechnet ein Mikrocomputer die Brems-Intervalle. Den hydraulischen Systemdruck stellt eine Energieversorgung bereit, die eine Hochdruckpumpe beinhaltet. Erkennt die Sensorik das drohende Blockieren eines Rads, vermindert das elektrohydraulische System mittels eines Magnetventils den Bremsdruck bis zu einem festgelegten Schwellenwert unterhalb der Blockiergrenze und erhöht ihn in einem weiteren Regelschritt – binnen weniger Sekundenbruchteile–wiederum bis zu einem situationsgerechten Höchstwert.

So wird die Bremskraft stets präzise bis zur Schlupfgrenze dosiert und der Wagen bleibt auf diese Weise lenkbar. Das leichte Pulsieren des Bremspedals signalisiert, dass ABS arbeitet und das Blockieren der Räder verhindert. Mercedes-Benz hat das Anti-Blockier-System (ABS) weiterentwickelt und mit einer zusätzlichen Technik ausgestattet, die das Bremsen auf einseitig rutschigem Untergrundnoch sicherer macht. Erkennt das System eine derartige Situation, steuert es den Bremsdruck so, dass der Autofahrer bei der Spurhaltung bestmöglich unterstützt wird. Auch beim Bremsen in der Kurve bietet die weiterentwickelte Version des ABS noch mehr Sicherheit, indem es durch bedarfsgerechte Verteilung der Bremskräfte ein Giermoment erzeugt, das der Drehneigung des Fahrzeugs entgegenwirkt und es stabilisiert.Umsolche Situationen zuverlässig zu erkennen, nutzt das Bremssystem die Daten der ESP-Sensoren.

Quelle: Daimler AG