Aerodynamik ist eine Entwicklungsdisziplin mit stetig zunehmender Bedeutung. Denn eine perfekte Fahrzeugumströmung ist nicht nur für die Sicherheit und Fahrstabilität maßgebend, sie hat auch maßgeblichen Einfluss auf Kraftstoffverbrauch und Geräuschkomfort.

Deshalb widmet Mercedes-Benz dem Thema Aerodynamik besonders große Aufmerksamkeit und setzt modernste Entwicklungs- und Testverfahren ein, um den Luftwiderstand noch weiter zu verringern. Jüngste Ergebnisse: Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) von 0,25 ist die neue E-Klasse in diesem Marktsegment die strömungsgünstigste Serienlimousine der Welt. Damit unterbietet sie den bereits sehr guten Wert des Vorgängermodells (0,26) nochmals um vier Prozent. Das neue E-Klasse Coupé erreicht sogar einen cW-Wert von 0,24. Aber auch andere Messgrößen wie cAV oder cAH haben große Bedeutung.

Sie beschreiben den Auftrieb an Vorder- und Hinterachse. Bereits früh in der Entwicklungsphase werden die aerodynamischen Verhältnisse mittels Computersimulationen optimiert, sodass das Fahrzeug bei den späteren realen Windkanaltests bereits einen sehr guten aerodynamischen Reifegrad hat. Solche Aero-Berechnungen erfordern Computer mit sehr großer Arbeitsleistung: Bei den Strömungsanalysen mit dem Digitalen Prototypen der neuen E-Klasse mussten die Rechner Differenzialgleichungen aus 30 Millionen Fluid-Elementen berechnen. Rund 36 Stunden Rechenzeit auf 64 Prozessoren sind notwendig, bis schließlich ein wirklichkeitsgetreues Geschwindigkeits- und Druckfeld auf dem Computerbildschirm erscheint.

Darüber hinaus verbringen die Aerodynamiker viele Hundert Stunden im Windkanal, um Detail für Detail strömungstechnisch zu optimieren und zugleich einen guten Kompromiss zwischen Form und Funktion zu finden. Die dabei erzielten Effekte machten sich bei den Messergebnissen oft nur durch Tausendstel hinter dem Komma bemerkbar, doch in Summe führen die zahlreichen Einzelmaßnahmen zu einem hervorragenden Gesamtergebnis.

Quelle; Daimler AG