Das Abbiegelicht feierte 2004 in den Mercedes-Modellen der C-, CLS- und SLK-Klasse Premiere. Es gehört zu den Lichtfunktionen des neuen Intelligent Light Systems und erhöht durch das Zusammenspiel der Bi-Xenon-Scheinwerfer mit den Nebelscheinwerfern die Sicherheit an Kreuzungen und in engen Kurven.

Wenn die Hauptscheinwerfer leuchten, schaltet sich das Abbiegelicht automatisch zu, sobald der Autofahrer unterhalb von 40 km/h den Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. Abblend- und Nebelscheinwerfer leuchten dann den Bereich seitlich vor dem Fahrzeug im Winkel von bis zu 65 Grad etwa 30 Meter weit aus.

Die aktuellen Informationen über Sichtverhältnisse, Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Blinkerstellung erhält das Steuergerät des Abbiegelichts über das elektronische Datennetzwerk des Fahrzeugs. Auf dieser Grundlage sorgt der Mikrocomputer dafür, dass für die unterschiedlichsten Fahrsituationen stets die richtige Funktion des Abbiegelichts zur Verfügung steht:

• Kreuzungen werden je nachBlinker- und Lenkradstellung sowie der Geschwindigkeit weitwinklig ausgeleuchtet. Auch bei Kurvenfahrt kann der Fahrer den Straßenverlauf erkennen und seine Fahrweise dementsprechend anpassen.

• Im Kreisverkehr orientiert sich das Abbiegelicht an der Einstellung des Blinkers, denn hier ist das Lenkradhäufig noch nach links eingeschlagen, während bereits der rechte Blinker betätigt wird, um das Verlassen des Kreisverkehrs zu signalisieren.

• Beim Rückwärtsfahren richtet sichdie Steuerelektronik nach dem jeweiligen Lenkwinkel, dreht dabei aberautomatisch die Schaltlogik um: Beim Rechtseinschlag aktiviert sie das linke Abbiegelicht und umgekehrt, um den Schwenkbereich neben dem Fahrzeug auszuleuchten.

Die Elektronik schaltet das Abbiegelicht nicht abrupt ein oder aus, sondern dimmt es auf und ab, wobei das Einschalten schneller geht als das Ausschalten. Dies gibt dem Auge Zeit, sich an eine sich verändernde Lichtsituation anzupassen.

Quelle: Daimler AG