Die Daimler AG und das Konsortium von privaten und öffentlichen Investoren haben sich darauf verständigt, die am 9. Februar 2007 getroffene Vereinbarung bezüglich der Beteiligung und der Stimmrechte an der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) fortzusetzen. Daimler und die Investoren haben am 16. März 2010 im Bundeskanzleramt ihre Bereitschaft erklärt, das bisherige Abkommen nahtlos weiterzuführen.

Daimler hält damit weiterhin 22,5% der Stimmrechte an der EADS, während der wirtschaftliche Anteil bei 15% bleibt. Das bestehende Stimmrechtsgleichgewicht zwischen deutschen und französischen Aktionären bleibt somit unberührt.

„Die Bestätigung der Stimmrechts-Struktur gibt der EADS Stabilität, ihre strategischen Ziele konsequent weiterzuverfolgen. Damit trägt Daimler auch zehn Jahre nach Gründung der EADS maßgeblich zur Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte europäischer Integration bei“, sagte Bodo Uebber, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der EADS N.V.

Die Beteiligungsstruktur wurde unter Koordination des Bundeskanzleramtes erarbeitet und am 9. Februar 2007 vereinbart. Daimler hatte damals seinen gesamten Anteil von 22,5% an der EADS in einer Gesellschaft gebündelt, an der sich das Investorenkonsortium über eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft mit einem Drittel beteiligte. Im Ergebnis entspricht dies einem Anteil für das Investorenkonsortium an der EADS in Höhe von 7,5%.

Das Abkommen enthält eine Option für Daimler, diese Struktur zum 1. Juli 2010 aufzulösen – von der das Unternehmen in Rücksprache mit dem Investorenkonsortium keinen Gebrauch machen wird. Die bisherige Beteilungsstruktur und Modalitäten bleiben unverändert.

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Das Investorenkonsortium besteht aus 15 Investoren, davon sieben aus dem privatwirtschaftlichen und acht Investoren aus dem öffentlichen Bereich. Die privatwirtschaftlichen Investoren halten 60% des Gesamtinvestitionsvolumens, die öffentlichen Investoren 40%.

Auf privater Seite besteht die Investorengruppe aus Allianz, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank und Goldman Sachs, die jeweils 10% der Anteile an der Zweckgesellschaft halten sowie aus Morgan Stanley und Sal. Oppenheim mit einer Investition von jeweils 5%.

Auf öffentlicher Seite hatten sich beteiligt die KfW Bankengruppe mit 13% an der Zweckgesellschaft, HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung (Land Hamburg) mit 10%, die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft (Land Niedersachsen) mit 5%, die Bayerische Landesbodenkreditanstalt, Anstalt der Bayerischen Landesbank und die LfA Förderbank Bayern mit 3,5% bzw. 1,5%, die Landesbank Baden-Württemberg und die Landes-kreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank) mit jeweils
2,5% sowie die Bremer Investitions-Gesellschaft (Land Bremen) mit 2%.

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